Saison 2019/2020

 Mo., 14.10.2019

Am Samstag, den 12.10., stand für die erste Mannschaft des Weistropper SV wieder ein Heimspiel auf dem Programm. Abseits vom Ligaalltag gastierte dieses Mal der zwei Klassen über uns spielende FV Zabeltitz aus der Kreisoberliga. Trotz des zweifachen Ligaunterschieds, deuteten die Vorzeichen aber auf ein enges und spannendes Spiel hin. Der WSV stand zu dem Zeitpunkt mit fünf Siegen aus fünf Spielen mit an der Ligaspitze und die Zabeltitzer in ihrer Liga momentan mit zwei Punkten am Tabellenende.

Die Weistropper mussten aber auch auf einige Leistungsträger wie Kapitän Mayer, Hiersemann, Hiller und Exner verzichten. Dafür standen mit Krause und de Schultz zwei ausgeruhte Urlaubsrückkehrer wieder zur Verfügung. Für Trainer Mark hieß es also wieder etwas umbauen und die Mannschaft bestmöglich einstellen. 15 Uhr wurde das Spiel bei warmen herbstlichen Temperaturen, aber starkem Wind, angepfiffen. Vorab ist noch zu sagen, dass Schiedsrichter Schönfeld heute leider nicht seinen besten Tag hatte und sehr oft nicht wirklich auf Höhe des Spielgeschehens war.

Beide Mannschaften waren direkt im Spiel und das Tempo war sofort hoch. Die Gäste aus Zabeltitz versuchten in den ersten 15 Minuten gleich den Spielaufbau des WSV zu stören. Über die Balleroberungen wurden immer wieder schnelle Konter gefahren, welche aber noch nicht wirklich gefährlich wurden. Der WSV probierte es wie gewohnt über einen sicheren Spielaufbau von hinten und Angriffe über die schnellen Außenspieler, um von dort aus die Abwehr auszuhebeln, aber auch diese Bemühungen führten noch nicht zum gewünschten Erfolg.

Insgesamt muss man aber sagen, dass Zabeltitz zu Spielbeginn mehr Kontrolle über das Geschehen hatte und so kam es auch, dass die Gäste in der 17. Minute in Führung gingen. Im Mittelfeld ließ man den Gegner 20 Meter ohne wirkliche Gegenwehr ziehen und dieser spielte einen Pass in die Schnittstelle auf den Stürmer. Die Weistropper Innenverteidiger konnten den Pass nicht abfangen und so schob der Gästestürmer flach rechts zum 0:1 an Kuschminder vorbei ins Tor.

Doch als wäre das ein Weckruf gewesen, waren von nun an die Weistropper aktiver und übernahmen die Kontrolle über das Spiel. In der 23. Minute dann der Ausgleich. Ein langer Ball von de Schultz fand den durchstartenden Kroschwald am gegnerischen 16-zehner. Dieser verzögerte geschickt und schob flach ins lange Eck zum 1:1 ein.

Keine zwei Minuten später war es dann ein Freistoß von Freund aus dem Halbfeld, der die Führung brachte. Der Ball wurde scharf auf den 2. Pfosten getreten, wo die Weistropper Stürmer zwar knapp verpassten, aber ein Zabeltitzer Abwehrspieler den Ball unglücklich ins eigene Gehäuse zur 2:1-Führung für den WSV versenkte.

In der Folge waren es nun wieder die Gäste, die versuchten den Ausgleich zu erzielen, aber der Weistropper Torhüter hielt zweimal stark. Erst verlor Woiterski im Sechzehner seinen Gegenspieler kurz aus den Augen, den Schuss parierte Kuschminder. In der 35 Minute fischte er dann einen Ball aus dem Winkel nach einem strammen Schuss der Gäste. Hier hätte allerdings schon vorab abgepfiffen werden müssen, weil de Schultz im eigenen Sechzehner beim Klärungsversuch von hinten getreten wurde, aber das hatte der Schiedsrichter nicht erkannt.

Danach gab es auf beiden Seiten keine wirklich nennenswerte Torannäherung mehr und so ging es mit 2:1 für den WSV in die Pause.

                     

                     

In der zweiten Halbzeit spielten die Weistropper nun gegen den Wind und taten sich sichtlich schwerer als in den ersten 45 Minuten. Die junge Zabeltitzer Mannschaft machte es aber auch sehr gut und stellte den WSV schon tief in der eigenen Hälfte zu, sodass kein vernünftiger Spielaufbau mehr zustande kam. Bis zur 60. Minute hatte der WSV zwar durch zwei schnelle Konter noch die Chance, die Führung zu erhöhen, aber die beiden Angriffe wurden etwas unsauber zu Ende gespielt, sodass man zu keinen guten Schusspositionen kam.

So kam es wie es kommen musste. In der 65. Minute konnten sich die Weistropper hinten nicht befreien und der Schiedsrichter half dabei kräftig mit. Einen eigentlich harmlosen Angriff wollte de Schultz gerade klären, als er erneut unsanft von hinten von den Beinen geholt wurde. Jedem war klar, das ein Pfiff folgen würde, nur der Schiri machte keine Anstalten zu pfeifen, weil er die Situation anders wahrgenommen hat. So schnappte sich der Zabeltitzer Stürmer den Ball und netzte zum 2:2 ein. Ein unnötiges Gegentor, aber auch der Schiedsrichter ist leider nur ein Mensch und macht Fehler. Wenn er ehrlich reflektiert, waren es aber an diesem Nachmittag ein paar zu viel.

Nur zwei Minuten später dann wieder Zabeltitz. Ein Mittelfeldspieler setzte sich mit einer starken Einzelaktion durch die Mitte gut durch, sein strammer Abschluss konnte von Kuschminder nicht mehr pariert werden. Somit stand es nach dem Doppelschlag und dem blitzsauberer Angriff nun 2:3 für die Gäste.

Coach Mark versuchte mit ein paar Umstellungen und Wechseln die Weistropper wieder auf die Siegerstraße zu bringen, aber die Verunsicherung war den Jungs nun sichtlich anzumerken. Die Jungs waren zwar weiterhin stets bemüht, aber so richtig sollte nach vorn kein guter Abschluss mehr zu Stande kommen. So waren es am Ende die Zabeltitzer, welche die Umstellungen des WSV clever ausnutzen und in der 80. Minute zum 2:4 und in der 85. Minute zum 2:5 erhöhen. Auch hier war ein Treffer leicht abseitsverdächtig, aber unter dem Strich setzten sich die Gäste am Ende doch verdient durch und gewannen das Spiel mit 2:5.

Coach Mark sagte kurz nach dem Spiel: "Prinzipiell haben meine Jungs über 65 Minuten sehr viel richtig gemacht und stark mitgehalten, doch am Ende haben sich die Gäste verdient, wenn auch mit dem ein oder anderen Treffer zu hoch, durchgesetzt. Der Schiedsrichter war heute leider absolut nicht auf der Höhe und hat nicht seinen besten Tag erwischt, aber das kommt vor. Nächste Woche geht es wieder um Punkte und da greifen wir wieder voll an."

Somit geht die diesjährige Pokalreise also zu Ende, bevor sie richtig angefangen hat. Aber es war der berühmte Dämpfer zur richtigen Zeit. Die Weistropper Jungs werden aus dieser Niederlage Ihre Lehren ziehen und nächste Woche noch bissiger  zurückkommen, um weiter am ganz großen Ziel Aufstieg in die Kreisliga zu arbeiten.

Wir wünschen den Zabeltitzern noch viel Erfolg im Pokal und drücken ihnen die Daumen, dass sie auch im Ligaalltag den Anschluss nicht verlieren.

Wir bedanken uns bei allen Zuschauern für die erneut tolle Unterstützung und hoffen euch auch am Samstag den 19.10. zum Heimspiel gegen die 3. Mannschaft von Großenhain wieder begrüßen zu dürfen, wenn es darum geht, die nächsten 3 Punkte zu holen. In diesem Sinne: bleibt sportlich! (FdS)

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Pietzsch, Ladwig (70. Fleischer), de Schultz, Woiterski

Mittelfeld: Freund, Kroschwald (76. Bechler), F. Müller

Sturm: Krause, Fröhlich (76. D. Müller), Schmieder

Mo., 30.09.2019

Spitzenspiel in Weistropp bei bestem Fußballwetter, 20 Grad und Sonnenschein – Sportlerherz was willst du mehr. Dem Trainerteam stand wieder ein sehr breit aufgestellter Kader zur Verfügung, einzig die Urlauber de Schultz und Krause sowie Rehn, welcher verletzungsbedingt fehlte, mussten ersetzt werden.

 

Vor dem Spiel wurde noch ein verdienstvoller Spieler verabschiedet – mit Marius Lentes verlässt uns nicht nur ein sehr guter Fußballer in seine alte Heimat, sondern auch ein sehr guter Freund. Zum Abschied gab es noch eine Collage mit seinen besten Szenen sowie ein Trikot des WSV. mit seiner #12 überreicht. Lieber Marius, wir wünschen Dir in deiner neuen/alten Heimat alles erdenklich Gute, beruflich wie auch sportlich und privat viel Glück und Erfolg. Du bist auf unserem Sportplatz zu jeder Zeit herzlich willkommen. Mach et jut, Jung!

 

Nun aber zum Spiel – die Zielstellung war klar, die Tabellenführung sollte unter allen Umständen verteidigt und im Idealfall ausgebaut werden. Und vorab, dieses Spiel hielt alles, was ein Spitzenspiel ausmacht – viel Kampf und Leidenschaft, strittige Szenen und sauber herausgespielte Tore.

In den ersten 15 Minuten neutralisierten sich dabei beide Mannschaften im Mittelfeld, nennenswerte Strafraumszenen waren noch Mangelware – einzig ein Schuss an die Latte durch Schmieder sowie eine Aktion der Gäste, welche nicht verwertet werden konnte, sind erwähnenswert.

Nach ca. 23 Minuten dann eine Ecke von rechts durch Mayer, Getümmel im Strafraum und Müller versenkt den Ball per Kopf im Tor – doch Schiri Pappermann, der heute im Allgemeinen nicht seinen besten Tag erwischte, pfiff die jubelnden Weistropper zurück. Dem Tor soll ein absichtliches Handspiel von Hiersemann vorausgegangen sein, welcher jedoch von seinem Gegenspieler von hinten geschoben wurde. Darüber beschwerte sich Hiersemann etwas zu aufbrausend, wofür er Gelb bekam – diese sollte noch entscheidend im weiteren Verlauf des Spiels sein.

Danach Strehla mit einem starken Angriff über die linke Seite und der flachen Eingabe, die jedoch durch Woiterski im letzten Moment geklärt werden kann. Die Partie wurde zunehmend schroffer und die Zweikämpfe bissiger.

In der 27. Minute legen sich dann die Gäste das Ei selbst ins Nest – beim Versuch hinten raus zu spielen, setzt Hiersemann die Abwehr stark unter Druck. Beim Versuch zu klären schießt Torwart Dietrich seinen eigenen Mann an, von wo aus der Ball zum 1:0 ins Tor kullert.

Nur sechs Zeigerumdrehungen später aber der direkte Ausgleich für die Gäste. Nach einem leichtfertigen Ballverlust des WSV auf Höhe der Mittellinie, machen es die Strehlaer schnell und verlagern das Spiel mit einem starken Pass in die Schnittstelle. Der aufgerückte Pietzsch kann seinen Gegenspieler nicht mehr halten und der lässt sich alleine vor Kuschminder die Chance nicht entgehen. Das erste Gegentor für Weistropp nach 393 Minuten.

Danach das Spiel sehr zerfahren und mit vielen kleinen Nicklichkeiten. Beide Mannschaften nicht mit der letzten Konsequenz und leichten Fehlern im Aufbauspiel.

In der 42. Spielminute dann eine scheinbar harmlose Aktion an der Seitenlinie. Hiersemann im Zweikampf, setzt sich durch und spielt einen guten Pass zu Schmieder. Plötzlich der Pfiff von Schiri Pappermann und die Ampelkarte für Hiersemann. Was war passiert? Scheinbar sah der Gegenspieler den Ball im Aus, dem war aber nicht so. Echauffiert darüber sah sich Hiersemann zu einem Kommentar (welcher aber keinesfalls beleidigend oder obszön war) über die Spielweise der Gäste hingezogen, welche mit Zwischenrufen scheinbar den Schiri „lenken" wollten. Dies sah Pappermann anders und schickte Hiersemann mit gelb-rot vom Platz - ein vollkommen überzogener und unnötiger Platzverweis. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl, hätte es eine Ermahnung und ein letzter Warnschuss auch getan. So musste der WSV die zweite Halbzeit in Unterzahl spielen.

    

     

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In der Halbzeitansprache des Trainers wurde es erstmals in dieser Saison laut in der Kabine. Zwar wurde wieder viel richtig gemacht, doch sprach Coach Mark die mangelnde Disziplin und die Zwischenrufe in Bezug auf die Schirientscheidungen an. Dies wurde bereits vor dem Spiel angesprochen, jedoch nicht umgesetzt. Für die zweite Hälfte nahmen sich die Männer vor, gemeinsam zu kämpfen und als ein Team auf dem Platz zu stehen. In Folge der Unterzahl wurde das System leicht angepasst. Voll motiviert ging man die zweiten 45 Minuten an.

Strehla versuchte nun natürlich, die Überzahl für sich zu nutzen. Zwar hatten die Gäste in den ersten Minuten der zweiten Hälfte mehr Ballbesitz, zählbares konnten Sie daraus aber nicht erzielen. Weistropp stand kompakt und verschob clever, so dass die Räume eng gemacht wurden. Vorne liefen die beiden Spitzen Mayer und Schmieder gut an und störten das Aufbauspiel.

In der 55. Minute dann eine identische Situation wie vorm 1:0 – Strehla mit dem Versuch des geordneten Spielaufbaus und Weistropp mit aggressivem Anlaufen des Gegners. Einen Rückpass zum Torwart kann dann Kapitän Mayer erlaufen, bleibt im Pressschlag-Duell Sieger und kann den Ball ins leere Tor schieben. 2:1 für den WSV. Dieses Tor pushte nochmal alle auf und neben dem Platz und kitzelte aus jedem die letzten notwendigen Prozentpunkte heraus.

Coach Mark dann mit zwei wichtigen Wechseln – mit Kroschwald und Ladwig brachte man frischen Wind und die nötige Aggressivität ins Spiel. Beide sollten im Verlauf des Spiels an den entscheidenden Situationen beteiligt sein.

Die Gäste aus Strehla konnten aus der Überzahl weiter kein Kapital schlagen, gefährliche Torraumszenen gab es nicht. Weistropp stand im 4-4-1 System kompakt und ließ wenig zu, strahlte mit schnellen Kontern aber mehr Torgefahr aus als die Gäste.

Einer dieser Konter brachte dann in der 83. Min die Vorentscheidung – nach starker Balleroberung durch Ladwig wird das Spiel über Kroschwald schnell gemacht. Dessen Pass zu Müller leitet dieser weiter in den Lauf von Mayer. Der kann sich im Laufduell behaupten und schiebt die Kugel ins lange Eck zum 3:1. Pure Ekstase dann bei der Jubeltraube auf dem Platz.

Die restliche Zeit spielte der WSV routiniert runter und konnte das Ergebnis sogar noch auf 4:1 hochschrauben. Eine erneut starke Balleroberung durch Ladwig war der Ausgangspunkt. Diesmal lief Kroschwald stark über rechts, seine butterweiche Flanke findet am langen Pfosten Fröhlich. Der lässt seinen Gegenspieler eiskalt ins leere rutschen und schiebt die Kugel zum Endstand ins Tor.

Eine absolut starke Willens- und geschlossene Mannschaftsleistung bringt dem WSV gegen den direkten Verfolger somit den 5. Sieg im 5. Spiel.

Coach Mark nach dem Spiel in voller Ekstase: „Wir sind sehr, sehr stolz auf die Leistung der Mannschaft. Von Beginn an war zu merken, dass die Jungs heiß sind, um alles zu geben, Wir haben wieder das umgesetzt, was uns die letzten Wochen so stark gemacht hat. Heute hatten wir zudem das Glück, was wir die gesamte letzte Saison vor dem Tor nicht hatten. Nach dem Rückschlag mit dem Platzverweis hat jeder für den anderen gekämpft, sodass wir in der zweiten Halbzeit sogar noch einmal aufdrehen konnten. Am Thema Disziplin auf dem Platz wird die nächsten Wochen aber noch intensiv gearbeitet werden müssen."

Scheinbar scheinen Spiele vor geplanten Mannschaftsabenden in Weistropp immer besonders zu sein, so war es auch schon in der Saison 2017/18 sowie im letzten Jahr, als jeweils knapp gewonnen wurde. So lässt es sich abends aber gleich noch besser feiern. Das taten die Jungs auch ausgiebig. (Bericht folgt)

Nächste Woche ist aufgrund des Tages der deutschen Einheit ein langes und spielfreies Wochenende, am 12.10. empfängt man dann zum Pokalspiel den Kreisoberligisten FV Zabeltitz auf dem Sportplatz in Weistropp.

Wir bedanken uns bei allen Zuschauern für die an diesem Samstag überragende Unterstützung und hoffen, Euch auch beim nächsten Heimspiel wieder an der Seitenlinie zu sehen. Bis dahin bleibt sportlich und fair! (PM)

 

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Pietzsch (66. Ladwig), Exner, Hiller, Woiterski

Mittelfeld: Freund, Fröhlich, Müller

Sturm: Schmieder (63. Kroschwald), Hiersemann, Mayer (90. Bechler)

 

Mo., 23.09.2019


Am Samstag, den 21.September, reiste die 1. Mannschaft des Weistropper SV zu den Gastgebern der Spielgemeinschaft Gohlis/Kreinitz 2. Das Selbstvertrauen nach drei Siegen und 16:0 Toren in den ersten drei Saisonspielen war natürlich groß. Und auch an diesem Samstag gab es das klare Ziel, die drei Punkte nach Weistropp zu entführen und den 1. Platz in der Tabelle zu verteidigen.

Die Trainer mussten einige Umstellungen vornehmen. Mit Müller, Rehn, Exner, Kroschwald, Ladwig und Schröder standen einige potenzielle Stammspieler aus diversen Gründen nicht zur Verfügung. Dafür waren mit Hiller, Pietzsch und Fleischer drei erfahrene Jungs wieder mit an Bord.
In dieser Saison können die Trainer wirklich aus dem Vollen schöpfen und das Fehlen einiger Spieler aufgrund des breit und qualitativ gut aufgestellten Kaders 1:1 ersetzen.

Sonnige 20 Grad und ein perfekt gepflegter Rasen auf der Sportanlage in Gohlis waren eine optimale Voraussetzung für beide Teams, um den rund 40 Zuschauern vor Ort ein spannendes und schönes Spiel zu bieten. Pünktlich um 15 Uhr pfiff der Unparteiische Asch die Begegnung an.

Von Anfang an war zu merken, dass die Gastgeber aus Gohlis sowohl läuferisch als auch spielerisch deutlich besser dagegen hielten als die Gegner in den ersten drei Partien. So kristallisierte sich anfangs ein offenes Spiel im Mittelfeld heraus ohne, dass es wirkliche Strafraumszenen gab. 

Der WSV besann sich auf seine Stärke aus den letzten Wochen. Das Spiel wurde von den beiden Innenverteidigern Hiller und de Schultz ruhig und souverän von Seite zu Seite verlagert. Mit Hilfe der beiden Sechser Fröhlich und Freund wurde das Tempo schön variiert. Nach längeren Passstafetten in der eigenen Hälfte wurde das Tempo spontan angezogen, umso Nadelstiche nach vorn zu setzen. Beide Teams zeigten in den ersten 20 Minuten ein hohes Laufpensum. Doch durch energisches Zulaufen der Räume und gesunde Zweikampfhärte, neutralisierten sich beide Mannschaften ohne wirklich Torgefahr zu erzeugen. Die Heimmannschaft verbuchte in den ersten Minuten einen Fernschuss, welcher souverän von Kuschminder abgefangen werden konnte. Der WSV hatte nach zehn Minuten eine Chance durch Hiller, welcher den Ball nach einem Freistoß von Freund an das Außennetz köpfte.

In der 25. Minute spielten es die Gäste aus Weistropp dann mal schnell und direkt und schon zappelte der Ball im Netz. De Schultz zog das Tempo von hinten an, spielte einen Doppelpass mit Hiersemann und verlagerte den Ball direkt auf die rechte Seite zu Krause. Seine Flanke fand am 2. Pfosten den schon eingerückten Hiersemann, und der köpfte eiskalt ins lange Eck zum 0:1 für den WSV ein.

Mit der Führung im Rücken übernahmen die Weistropper noch mehr Kontrolle über das Spiel und passten den Ball sauber durch die eigenen Reihen. Richtig gefährlich für die Torhüter beider Mannschaften wurde es in der ersten Halbzeit dann aber nicht mehr. Der WSV hielt die Gastgeber weiter gut vom eigenen Strafraum fern und so kam die Heimmannschaft nur zu zwei Fernschüsse, welche Kuschminder sicher parierte. Für den WSV hätte Krause fast noch eine gute Möglichkeit gehabt. Nach einem Fehlpass der Gohliser Abwehr kam er beinahe in eine 1:1-Situation gegen den Hüter, wurde dann aber rechtzeitig vorm Abschluss noch gestört. Somit gingen die Teams nach einer ordentlichen und intensiven 1. Halbzeit mit 0:1 für den WSV in die Pause.

  

  


Die Coaches Mark und Klemm lobten das Team dafür, dass man wieder ganz viel richtig machte. Sie wiesen aber auch darauf hin, dass man einige Chancen konsequenter zu Ende spielen und noch mehr in Bewegung bleiben sollte, um so weiter Druck nach vorn zu entwickeln.

Die zweite Halbzeit begann ohne personelle Veränderungen. Dafür kamen aber die Gäste aus Weistropp noch spielbestimmender und wie von den Trainern gefordert, temporeicher ins Spiel zurück.
Nach 53 Minuten war es eine Kombination der gefürchteten Weistropper „Büffelherde", die den Spielstand auf 0:2 erhöhte. Krause steckte den Ball auf rechts in den Strafraum zu Hiersemann durch, der behielt die Übersicht und legte den Ball knapp vor dem Hüter quer auf Kapitän Mayer, welcher den Ball nur noch einschieben brauchte.

Keine zwei Minuten später erhöhte der WSV erneut. Eine Flanke von Hiller wurde von der Gohliser Defensive geblockt, aber Mayer machte die Situation wieder scharf und spielte präzise in den Sechzehner zu Hiersemann, welcher abgeklärt flach auf 0:3 erhöhte.


Durch den schnellen Doppelschlag war ein Knick in der Moral der Heimmannschaft doch deutlich zu spüren. Nach vorn gelang den Gastgebern nun weniger und auch die Lauffreudigkeit verringerte sich. Der WSV hatte hier die Weichen nach 55 Minuten erneut auf Sieg gestellt und spielte konzentriert weiter, ohne hinten wirklich was anbrennen zu lassen. Man konnte es sich nun leisten, das Tempo aus der Partie zu nehmen und nicht mehr jeden Angriff mit voller Aggressivität zu Ende zu spielen.


Nach 69 Minuten war es dann ein schneller Konter, der das Spiel endgültig entscheiden sollte. Nach einem Freistoß der Heimmannschaft blieb der Ball in der Mauer hängen und wurde schnell in die andere Spielhälfte kombiniert. Am gegnerischen Strafraumeck hatten die beiden Gohliser Verteidiger die Situation gegen Krause eigentlich schon geklärt, aber man war sich uneinig, wer den Ball klärt. Diesen Abstimmungsfehler nutzte Mayer clever und klaute den beiden Verdutzten den Ball. Mit Tempo ging es in den Strafraum und sein Abschluss schlug im kurzen Eck zum 0:4 für den WSV ein.

Mit der sicheren Führung im Rücken schaltete man nun zwei Gänge zurück. So waren es die Gohliser, die am Ende wieder besser am Spiel teilnehmen konnten. Aber mal abgesehen von einem starken Freistoß ins Torwarteck den der erneut super aufgelegte Kuschminder aus dem Winkel kratzte, und einem Fernschuss, welcher knapp am Pfosten vorbeizog, ließ die Hintermannschaft auch an diesem Tag nichts anbrennen. Und so pfiff der Schiedsrichter die Partie schlussendlich beim Stand von 0:4 für den WSV pünktlich ab.

Coach Mark sagte kurz nach dem Spiel: „Einfach nur WOW! Gegen den erwartet schweren Gegner erneut eine bärenstarke Leistung der Mannschaft. Wir setzen zur Zeit einfach alles um, was wir trainieren und die Jungs belohnen sich selbst dafür. Zudem wird auch taktisch alles so umgesetzt, wie es besprochen wird. Die sehr gute Platzqualität kam unserem Spiel natürlich entgegen und so konnten wir 90 Minuten einen sehr gepflegten Ball spielen. Wir werden jetzt kurz die Tabelle genießen und uns in der kommenden Woche intensiv auf das nächste Spiel vorbereiten."

Gemessen an den Spielanteilen und der Verteilung der Chancen fuhr der WSV im 4. Spiel einen auch in dieser Höhe völlig verdienten 4. Sieg ein und bleibt weiter Tabellenführer. Mit einer optimalen Ausbeute von 12 Punkten und einem Torverhältnis von 20:0 Toren erwartet man nun nächste Woche den SV Strehla zum Spitzenspiel in Weistropp. Am 5. Spieltag fehlen dann zwar urlaubsbedingt de Schultz und Krause dafür kehren aber viele andere starke Spieler nach kurzer Abwesenheit wieder in den Kader zurück, sodass die Trainer wieder einmal die Qual der Wahl haben.

! ACHTUNG SPOILER !
Außerdem konnten die Weistropper einen weiteren Neuzugang verpflichten! Wir wollen noch nicht zu viel verraten, aber sobald die Tinte getrocknet ist, stellen wir euch im Laufe der nächsten zwei Wochen eine echte Granate vor, die zukünftig unsere Farben vertreten und unsere Mannschaft qualitativ weiter verstärken wird. Dazu aber später mehr….

Nun bedanken wir uns aber erst einmal bei den mitgereisten Fans für die Unterstützung und freuen uns darauf, Euch am 28.09. um 15 Uhr in Weistropp zum nächsten Heimspiel begrüßen zu dürfen. (FdS)

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Woiterski (74. Schiffer), de Schultz, Hiller, Pietzsch (68. Fleischer)

Mittelfeld: Freund, Fröhlich, Mayer

Sturm: Schmieder, Hiersemann, Krause

 

 

 

Mo., 16.09.2019

Zum dritten Spieltag empfingen die Männer des Weistropper SV die zweite Vertretung des LSV Barnitz auf dem heimischen Sportplatz. Die Zielstellung vor dem Spiel war eindeutig, gegen den Aufsteiger aus der 2. Kreisklasse zählten nur drei Punkte, um weiterhin an der Tabellenspitze zu bleiben. Umsetzen sollte dieses Vorhaben dieselbe Elf wie beim Auswärtserfolg in Koselitz. Mit geordnetem Passspiel und einem konzentrierten Spielaufbau aus einer sicheren Defensive heraus, gelang der Heimelf ein Start nach Maß in die Partie.

Bereits in der 3. Minute konnte Kapitän Mayer seine Farben in Führung schießen. Sein eigentlich als scharfer und flacher Pass in die Mitte gedachte Ball rutschte derart über den rechten Schlappen, dass das runde Leder über den verdutzten Torwart hinweg im langen Eck einschlug.

Weitere sechs Minuten später das schnelle 2:0 durch Kroschwald, nachdem dieser mit einem starken Heber von Fröhlich in den 16er gekonnt in Szene gesetzt wurde. Das erste Pflichtspieltor von „Kroschi“ ist gleichbedeutend mit einer Spende für die Mannschaft in Form einer Hopfenkaltschalen-Kiste.

Nach 12 gespielten Minuten dann bereits die vermeintliche Vorentscheidung des Spiels – einen weiteren, gut vorgetragenen Angriff über Exner, de Schultz, Kroschwald und Krause kann Schmieder mit einem Schuss von der rechten Strafraumkante im langen Eck unterbringen. (Zu vermerken ist noch, dass alle Beteiligten Spieler vom Trainer aufgestellt wurden und dieser somit auch seinen Anteil an diesem hervorragend herausgespielten Treffer hat.)

Somit stand es nach nicht einmal einer Viertelstunde bereits 3:0 für den WSV. Der Gast aus Barnitz war im Spiel nach vorne stets bemüht, wurde aber durch die wieder stark aufspielende Abwehr der Heimelf nicht einmal in die Nähe des Tores gelassen. So verlebte Kuschminder im Tor des WSV einen sehr entspannten Nachmittag und hielt sich mit dem ein oder anderen Hock-Streck-Sprung auf Trab.

Mit einem Doppelschlag in der 26. und 27. Minute schraubte man das Ergebnis auf 5:0 hoch. Zuerst wurde Mayer mit einem Steilpass von Kroschwald in den 16er geschickt, behielt dort die Übersicht und passte zu seinem Sturmpartner Krause, der den Ball vom 5er im Tor unterbringen konnte. Nach dem Anstoß dann der direkte Ballverlust und schnelles Umschaltspiel - Mayer passt auf Hiersemann, der fasst sich ein Herz und schweißt das Spielgerät von der linken Strafraumkante in den rechten Winkel.  

   

   

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Mit der sehr beruhigenden Führung, welche bei cleverer Spielweise und konsequenterer Nutzung der Chancen hätte deutlich höher ausfallen können, ging es in die Halbzeit. Mit der Einwechslung von Schiffer für den zum Bundesliga-Spitzenspiel nach Leipzig fahrenden de Schultz wurde das System auf ein 3-4-3 umgestellt. Auch mit der Umstellung behielt der WSV in der zweiten Hälfte deutlich die Oberhand, spielte das Spiel sicher und routiniert zu Ende.

In der 53. Minute spielten sich Krause und Mayer auf der rechten Seite schön durch die Abwehr, in der Mitte war es dann der eben eingewechselte Schiffer, welcher die Eingabe von Mayer verwerten konnte. 

Weitere vier Minuten später die identische Situation, nur dass Mayer diesmal selber abschloss und seinen zweiten Treffer am heutigen Tag markierte. Wie bereits in der ersten Hälfte fand Barnitz offensiv nicht statt, Weistropp konnte seine Spielweise konsequent umsetzen und ließ Ball und Gegner laufen.

Den Endstand besorgte dann der ebenfalls eingewechselte Rehn in der 81. Minute. Einen Steilpass aus dem Mittelfeld ließ Hiersemann gekonnt durch seine O-Beine durch und narrte damit drei Abwehrspieler auf einmal. Schiffer konnte sich den Ihm gebotenen Platz mit einem Pass auf Rehn nutzen, dieser umkurvte noch den Torwart und schob den Ball locker ein.

Somit stand ein am Ende nie gefährdeter und auch in dieser Höhe verdienter 8:0-Heimsieg. Ein Lob an die Gäste aus Barnitz, die sich nie aufgaben und das Spiel sportlich fair zu Ende spielten – dass ist leider nicht immer selbstverständlich. So hatte auch Schiri Schroeter einen entspannten Nachmittag und kam ohne gelbe Karten aus.

Coach Mark äußerte sich nach dem Spiel wie folgt: „Auch diese Woche wieder ein dickes Lob an die Mannschaft. Alle Mannschaftsteile haben Ihren Beitrag zum überragenden Sieg geleistet. Drittes Spiel ohne Gegentor, ein sehr spielfreudiges Mittelfeld und ein verlässlicher Angriff. Wir konnten Ball und Gegner erneut 90 Minuten beherrschen und haben die volle Distanz ein hohes Tempo gespielt, Mit dem breiten Kader haben wir auch immer gute Alternativen auf der Bank, zwei Einwechsler konnten sich belohnen und haben getroffen. Das war eine rundum gelungene Vorstellung und alle sind bereits heiß auf das nächste Spiel“

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Woiterski (71. Bechler), de Schultz (46. Schiffer), Exner, Schmieder

Mittelfeld: Kroschwald (58. Rehn), Müller, Fröhlich

Angriff: Mayer, Hiersemann, Krause

Mo., 02.09.2019

Am Sonntag den 01.09.2019 trat die 1. Mannschaft des Weistropper SV die Reise zum SV 20 Koselitz an. Eine weite Fahrt in der noch jungen Saison, in welche der WSV mit einem 5:0-Heimsieg gegen Borna letzte Woche optimal startete. Die Gastgeber aus Koselitz waren einem Startsieg auch sehr nah, aber eine 2:0-Führung beim SV Baßlitz wurde in den letzten 20 Minuten noch verspielt und so verlor man den Auftakt mit 2:3.

Trainer Mark stand auch am 2. Spieltag wieder eine starke und ausgeglichene Truppe zur Verfügung. Müller, Pietzsch und Kroschwald waren neu an Bord, dafür musste man diese Woche auf Freund (Urlaub) und die drei angeschlagenen bzw. erkrankten Rehn, Hiller und Schröder verzichten. Alles in allem ist der Kader in dieser Saison aber so breit und qualitativ stark besetzt, dass jeder jeden 1:1 ersetzen kann. Und so war auch im sonnigen Röderaue das Ziel, die nächsten 3 Punkte einzufahren.

Überpünktlich um 14:55 Uhr wurde das Spiel vom über 90 Minuten sehr souverän leitenden Schiedsrichter Noppes angepfiffen. Bei sommerlich warmen 30 Grad sollten es wieder zwei kräftezehrende Halbzeiten für alle Akteure werden. Die Gäste aus Weistropp versuchten von Anfang an, das Zepter des Handelns in die Hand zu nehmen. Die Devise zum gewünschten Erfolg war gleich sichtbar: über eine stabile Abwehr und ein kompaktes Mittelfeld besinnte man sich auf die eigene Stärke mit viel Ballbesitz und sauberem Kurzpassspiel,  vorn sollte die „Büffelherde“ viel rotieren und das gegnerische Tor aus allen Lagen unter Beschuss nehmen. Die Gastgeber aus Koselitz gingen das ganze etwas anders an und so versuchte man mit schnellen Kontern, anhand von langen und weiten Bällen, die Abwehr des WSV zu überwinden. So waren es auch die Gastgeber, welche nach zwei Minuten den ersten Torschuss abfeuerten, doch der abgefälschte Ball aus 20m stellte Torhüter Kuschminder vor keine ernsthafte Gefahr.

Eine anfängliche Nervosität war den Spielern des WSV schon anzumerken, doch nach 6 Minuten war diese schon gänzlich verflogen, nachdem der erste sauber durchgeführte Angriff gleich zum Torerfolg führte. Hiersemann erkämpfte sich den Ball auf Höhe der Mittellinie und spielte einen schnellen Ball in die Spitze auf Krause. Krause wiederum spielte weiter auf Kroschwald und der fand mit seiner Flanke von links den im Sechzehner postierten Kapitän Mayer, welcher den Ball in unnachahmlicher „Gerd-Müller-Gedächtnis-Manier“ direkt volley nahm und den Ball unhaltbar im linken Winkel zum 0:1 einschweißte. Dieses schnelle Tor hatte natürlich einen positiven Effekt auf alle WSV-Spieler. Man merkte der Mannschaft sofort an, konzentriert und selbstbewusst bei der Sache zu sein. Mit einer Führung im Rücken ließ es sich von nun an natürlich noch einfacher spielen.

Trotzdem konnten sich die Gastgeber aus Koselitz in den ersten 20 Minuten immer wieder gut befreien und in die Hälfte des WSV vordringen. Wirklich gefährlich wurde es dabei aber nicht. Die Weistropper Viererkette verteidigte unaufgeregt und war immer rechtzeitig zur Stelle und nah an den Gegenspielern dran.  Aber auch der WSV wusste weiterhin nach vorn zu überzeugen. In der 17 Minute war es Woiterski, der sich auf der linken Seite durchtankte und den Ball in die Mitte auf Krause spielte, doch dessen Versuch konnte der Torhüter abwehren.

Fünf Minuten später dann eine Ecke von Krause. Müller stand gut platziert am 2. Pfosten und spielte den Ball scharf in den 5-Meterraum, aber Schmieder der so überrascht von der Hereingabe war, hatte hier kurzzeitig vergessen, das er im gegnerischen und nicht im eigenen Strafraum stand und klärte den Ball souverän über das Tor. In der 28. Minute kamen dann die Koselitzer erstmals richtig gefährlich vor das Tor von Kuschminder. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde immer länger und so verlängerte ein Koselitzer Stürmer den Ball am 2. Pfosten per Kopf auf das WSV-Gehäuse. Kuschminder war hier aber hellwach und rettete mit einer starken Fußabwehr zur Ecke, welche dann nicht gefährlich wurde. Auch nach 30 Minuten bot sich den Zuschauern immer noch dasselbe Bild. Der WSV hatte deutlich mehr Spielanteile als der Gastgeber und ließ hinten relativ wenig zu. In der 31. Minute kam Hiersemann dann direkt vor dem Tor nach einem schönen Spielzug an den Ball und zog sofort ab, aber der Torhüter konnte auch diesen Ball im Nachfassen parieren.

Eine Minute später klingelte es dann aber doch endlich wieder im Tor der Gastgeber. Wieder mal war es Woiterski, der sich auf links in der eigenen Hälfte den Ball schnappte und wie ein Blitz bis zur Grundlinie an allen vorbeizog. Dort folgte dann eine Punktgenaue Flanke auf Krause, der den Ball per Volley zum 2:0 am Torwart vorbei im Tor unterbrachte. Keine 3 Minuten später hätte es dann gut und gern 3:0 für den WSV stehen können, aber Hiersemann war 10 Meter vor dem Tor so überrascht davon, dass eine Flanke von rechts zu Ihm durchkam, dass er vor lauter Schreck verzog und den Ball über das Tor setzte. Böse Zungen behaupten, er hat hier wieder pomadig agiert, aber die Fachmänner haben natürlich gleich erkannt, dass er sich die ersten 35 Minuten so viel bewegt und für die Mannschaft aufgeopfert hatte, dass hier einfach ein paar Prozent Konzentration durch Kraftverschleiß fehlten. In den letzten Minuten der ersten Hälfte hatte man mit einem Schuss von Krause nach erneuter Flanke von Woiterski, sowie einem Fernschuss von Mayer welcher knapp über die Latte segelte, noch gute Chancen um die Führung auszubauen, doch am Ende ging es mit einer klar verdienten 2:0-Führung in die Halbzeitpause.

   

Aus der Pause kehrte der WSV ein kleines bisschen zu schläfrig zurück und so war es Koselitz mit der ersten großen Chance in der 50. Minute. Nach einer Ecke stieg ein Koselitzer am höchsten, aber köpfte den Ball dann doch 2 Meter über das Tor drüber. Nach der kurzen Schrecksekunde waren die Weistropper aber wieder hellwach und spielten weiter munter nach vorn. In der 52. Minute kam wieder Mayer vor dem gegnerischen Tor zum Schuss, aber sein Versuch rutschte Ihm über den Schlappen. Nur 2 Minuten später war es dann Müller, bekannt für seine gefährlichen Fernschüsse, der den Ball aus 22m Entfernung nach einem schönen Spielzug aufs Tor jagen wollte. Aber auch er traf den Ball nicht optimal und so konnte wieder der gut aufgelegte Koselitzer Torwart parieren.

Nun hagelte es Chancen im Minutentakt für den WSV, einzig und allein die ausbaufähige Präzision im Abschluss sorgte dafür, dass das Spiel mit 2:0 weiterhin noch nicht endgültig entschieden war. In der 58. Minute kam Hiersemann nach einer Ecke mit dem Kopf an den Ball, aber auch dieser Versuch ging knapp über den Querbalken. Auch de Schultz wagte nun mal einen Ausflug nach vorn und kam nach einem Doppelpass mit Mayer 18 Meter vor dem Tor zu einem strammen Abschluss. Leider war auch dieser Versuch zu zentral und so kein Problem für den Torhüter. Eine kurz darauffolgende Ecke erwischte Kroschwald dann satt, aber auch sein Kopfball ging knapp über das Tor.

In der 65. Minute dann der größte Aufreger des Spiels. Ein hoher Ball der Koselitzer Mannschaft wurde von Woiterski im letzten Moment vor dem einschussbereiten Koselitzer Stürmer zu Ecke geklärt. Der Koselitzer Angreifer fühlte sich hier aber regelwidrig gestört, sodass bei Ihm kurz die Sicherungen durchknallten und er völlig übermotiviert gegen Woiterski nachtrat. Der Schiedsrichter hatte aber einen guten Blick auf das geschehen und Ihm blieb gar keine andere Wahl, als den Koselitzer 10er vorzeitig mit glatt Rot zum Duschen zu schicken.

Nur eine Minute später fiel dann die endgültige Entscheidung. Krause wurde von Kroschwald stark durch die Gasse geschickt und lief nun allein auf den Torwart zu. Seinen Schuss konnte der wirklich stark aufspielende Koselitzer Torwart noch parieren, aber der Abpraller sprang genau vor die Füße des mitgelaufenen Fröhlich, der sich mit dem 3:0 in die Torschützenliste eintragen konnte und sich somit dafür qualifizierte, durch sein erstes Pflichtspieltor für den WSV der Mannschaft sehr zeitnah eine Kiste voll mit fröhlichmachenden Gerstenkaltgetränken zu besorgen.

Nach dem 3:0 brannte nun nichts mehr an. Die Gastgeber gaben sich nach dem Tor und dem vorangegangenen Platzverweis nun geschlagen. Es war zu spüren, dass nun der Glaube und die Kraft fehlte, hier noch was zählbares zu holen.

Die Weistropper spielten in den letzten 20 Minuten weiter fokussiert nach vorn und es folgten wieder Torchancen am Fließband, welche nun aber meist leichtfertig vergeben wurden. In der 72. Minute schob Fröhlich den Ball nach einer Ecke quer rüber zu Woiterski, doch der machte es, wie es alle aus dem Training von Ihm kennen, und schoss den Ball knapp über das Tor. In der 75. Minute spielte Mayer einen schönen Steilpass auf de Schultz, aber auch der wollte seinen linken Holzfuß vor dem Tor nicht einsetzen und legte lieber mit dem rechten Außenrist quer zu Fröhlich. Der Ball verhungerte etwas unterwegs und dadurch wurde der Winkel für Fröhlich so spitz, dass er nur den Torwart anschießen konnte. In der 80. Minute zappelte der Ball noch einmal im Netz, aber das 4:0 für den WSV zählte nicht, weil Müller nach der Hereingabe von rechts vermeintlich im Abseits stand, als er den Ball über die Linie drückte.

In den letzten 10 Minuten spielten die Gäste aus Weistropp dann das Spiel locker zu Ende, ohne noch wirklich zwingend auf hochkarätige Torchancen zu gehen. So pfiff der Schiedsrichter am Ende das Spiel mit 3:0 für den WSV ab. Der Sieg war nach dieser Leistung erneut völlig verdient, aber die Gastgeber hätten sich keineswegs über eine höhere Niederlage beschweren dürfen. Somit steht der Weistropper SV nun nach 2 Spieltagen mit 6 Punkten und 8:0 Toren an der Tabellenspitze, aber die Tabelle ist noch nicht aussagekräftig, da immerhin 4 Teams eine perfekte Bilanz von 2 Siegen aufweisen können.

Coach Mark sagte kurz nach dem Spiel: „Wir sind sehr froh an die sehr gute Leistung der Vorwoche angeknüpft zu haben. Von der ersten Minute an haben wir bei sehr warmen Temperaturen Ball und Gegner beherrscht. Zudem standen wir hinten bombenfest, die einzigen beiden Chancen des Gegners hat unser Torhüter hervorragend geklärt. Auch das in der Form zum ersten Mal zusammenspielende Mittelfeld hat sein Potential mehr als nur angedeutet. Der Sturm zeigt wie im letzen Jahr seine hohe Qualität und erzeugt ständig Unruhe in der gegnerischen Hintermannschaft. Auch die 3 Einwechselspieler konnten sich schnell in das Spiel einfinden und haben auf ihren Positionen sofort überzeugt.“

Wir bedanken uns bei den mitgereisten Zuschauern für die Unterstützung. Nächste Woche herrscht allgemein Spielfrei in der Kreisklasse. Wir würden uns aber freuen euch am 14.09. 15 Uhr in Weistropp begrüßen zu können, wenn wir am 3. Spieltag die Reserve des LSV Barnitz auf dem heimischen Grün empfangen. 

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Woiterski, de Schultz, Exner, Schmieder (54. Ladwig)

Mittelfeld: Kroschwald (67. Pietzsch), Fröhlich, Müller

Angriff: Mayer, Hiersemann (85. Schiffer), Krause

 

 

 

   
   
   
   
© Weistropper SV