Saison 2021/2022

Dienstag, 17.05.2022

Am 08.05. stand das Auswärtsspiel gegen die Reserve der SG Canitz auf dem Programm. Weil aus diversen Gründen (Krankheit, Urlaub, persönliche Termine) mal wieder einige potentielle Stammspieler fehlten, wurde die Mannschaft erneut neu auf- und eingestellt und trat das Auswärtsspiel im 60km entfernten Riesa zum wiederholten Male mit einer veränderten Formation und nur zwei Wechslern an.

Aber die Stimmung war an dem sonnigen Sonntag sehr gut und das spiegelte sich im Endeffekt auch auf dem Rasen in der Leistung des WSV-Teams wider.

Pünktlich um 13 Uhr wurde das Spiel vom gut und konsequent leitendem Schiri Ronny Engel bei sommerlichen Temperaturen angestoßen. Eine gewisse Grundnervosität war anfangs schon beim WSV zu spüren. Die Gastgeber aus Canitz standen von Beginn an sehr hoch und bauten auch sofort Druck auf die Defensive des WSV auf. Ein Stockfehler hier, ein Unterlaufen des Balles da und viele kleine Zweikämpfe machten den Spielfluss beider Teams in den ersten 10 bis 15 Minuten etwas kaputt. So kam es auch zu keinerlei nennenswerter Chancen. Canitz hatte in der Anfangsviertelstunde mehr Ballbesitz ohne allerdings zwingenden Torchancen zu erspielen. So war die nennenswerteste Szene schon ein Schuss der Gastgeber aus der 15. Minute ca. 3 Meter über den Querbalken in den Baumwipfel, wo unser Torhüter Kuschminder beim Ballholen fast noch einen fallenden Ast abgekommen hätte. Aber sein Ausweichmanöver war zu dem Zeitpunkt auch schon die spannendste Aktion des Spiels.

Am Tempo beider Mannschaften lag es nicht. Beide Teams ackerten und liefen viel, aber es sprang nicht viel dabei raus. Nach der Anfangsviertelstunde wurde es dann beidseitig auch körperlich robuster. Immer wieder gab es kleine Rempler und Fouls, welche vom Canitzer Trainer (so wie alle anderen Situationen) ununterbrochen kommentiert wurden.

In der 23. Minute kam es so auch wieder zu einem klassischen Kurt „Kurtikopter“ Woiterski. Canitz gewann den Ball und konterte schnell über rechts. Woiterski holte seinen Gegenspieler problemlos im Sprintduell ein, grätschte diesem dann aber an der Seite in die Beine, statt Ihn einfach nur abzulaufen und den Ball ins Aus zu klären. Das war mal wieder eine Situation aus seinem Repertoire „Ungestüm“, aber auch daraus wird der junge Kerl für die Zukunft noch lernen. Der fällige Freistoß brachte den Canitzern nichts ein. Dieser ging weit übers Tor, wie schon alle anderen Freistoßversuche vorher.

Ab der 25. Minute wurde dann auch das Spiel der Weistropper offensiver und man verlagerte das Spielgeschehen nun häufiger in die Hälfte der SG Canitz. Die drei Stürmer um Mayer, Hiersemann und Müller liefen die Verteidiger immer wieder mit Tempo an und zwangen diese so zu Fehlern. So eroberte sich in der 26. Minute Kapitän Mayer auf der linken Seite den Ball und war anschließend kurz außerhalb des Strafraumecks nur mit einem Foul zu stoppen. Der darauffolgende Freistoß hätte zum Zunge schnalzen werden können, bekam aber nur Kopfschütteln. Trainer Mark hatte noch vor dem Spiel deutlich gemacht, dass doch bitte alle Freistöße hoch und mit Tempo auf den zweiten Pfosten zu de Schultz oder Woiterski gebracht werden sollen. Als man Woiterski dann aber bei der Ausführung des Freistoßes vorfand, wusste man schon hier läuft gleich etwas nicht wie geplant. So kam der Ball nicht auf den zweiten Pfosten sondern wurde flach an der Mauer vorbei auf den startenden Woiterski gespielt und endete ohne dessen Kontakt im Toraus. Nun gut, dass wird uns in den nächsten Trainingseinheiten zumindest noch ein paar Schmunzler bereiten.

In der 29. Minute dann die erste dicke Chance für den WSV. Nach einer Ecke von Kroschwald kam Hengst 6 Meter vor dem Tor frei zum Kopfball, doch der landete genau in den Armen des Hüters. Aber man hielt das Tempo im Anschluss hoch und versuchte durch schnelles Umschalten nach Ballgewinnen immer wieder Konter zu setzen.

So fiel letztendlich auch das verdiente 0:1 für den WSV. In der 38. Minute spielte Kroschwald einen Ball in die Tiefe, welcher von der Canitzer Abwehr leichtfertig vertändelt wurde. Mayer war zur Stelle, sagte schnell Danke und nahm sich die Kugel mit. Er blieb im 1 zu 1 gegen den Hüter cool und verwandelte flach ins linke Eck zur Führung.

In der 44. Minute dann der nächste schöne Angriff vom WSV. De Schultz verlagerte das Spiel schnell von links nach rechts auf Beyer. Der schickte Müller auf die Reise und dessen Flanke segelte in den Sechzehner. Hiersemann verpasste aufgrund fehlenden Gardemaßes den Kopfball knapp, doch Mayer stand hinter ihm und schweißte den Ball aus kurzer Distanz humorlos in den rechten Winkel zum 0:2.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit folgte dann der endgültige Nackenschlag für die Gastgeber. Kroschwald steckte links wieder auf den startenden Mayer durch. Der drang links in den Strafraum ein und spitzelte den Ball mit der Pieke am verdutzen Hüter zum 0:3 ins lange Eck vorbei. Ob das ein Pass auf den gestarteten de Schultz werden sollte oder ein gewollter Torschuss, wurde bis heute nicht endgültig aufgelöst, aber natürlich freuen wir uns mit unserem Kapitän über seinen Hattrick, besonders weil dieser eine Kiste Bier für das Team nach sich zieht. So ging es mit 0:3 in die Halbzeitpause.


In der Halbzeit stimmte man sich noch einmal auf eine druckvolle Anfangsphase der Gastgeber ein. Torhüter Kuschminder redete dem Team trotzdem ins Gewissen, mal wieder ein Spiel konzentriert und ohne Gegentor zu Ende zu spielen.

Canitz kam anders als erwartet ohne Druck aus der Pause. Die Gastgeber hatten zwar wieder mehr Ballbesitz, aber spätestens 20 bis 25 Meter vorm Weistropper Tor war bei einer sehr starken und konzentrierten Viererkette um Fleischer und Kunas Endstation. Der WSV stand gut und kompakt und machte nun aktiv weniger für das Spiel. Man wollte lieber wieder über schnelle Konter Nadelstiche setzen.

Einen dieser Nadelstiche hätte der endlich mal wieder anwesende Vize-Kapitän de Schultz nach kompletten Fehlen im April (aufgrund von privaten Terminen und eigener Hochzeit) zum 0:4 in der 70. Minute nutzen können, aber scheiterte. Mayer schickte Ihn mit einem Pass durch die Schnittstelle auf die Reise. De Schultz ging auch hinterher, aber man sah Ihm schon an, dass er gefühlt seit der 25. Minute gepumpt hat wie ein Maikäfer. Im 1 vs. 1 gegen den Torhüter fehlten Ihm dann einfach Kraft und Präzision und so schoss er den bereits in die rechte Ecke fallenden Hüter an, statt sich für die andere Ecke zu entscheiden. Die anschließende Ecke brachte dann auch nichts ein.

Anschließend plätscherte das Spiel weiter vor sich hin. Der WSV musste nicht mehr und Canitz 2. konnte nicht mehr wirklich. In der 80. Minute wollte sich Hiersemann noch für seine laufstarke Performance belohnen. Nachdem er bereits das ganze Spiel seinen Gegner mit kurzen Antritten nervte, klaute er Ihm am eigenen Sechzehner den Ball und lief von links Richtung Tor, hämmerte Ihn dann aber leider über den Querbalken.

In der 90. Minute belohnte er sich dann aber trotzdem noch. Kroschwald eroberte auf der rechten Seite weit in der gegnerischen Hälfte die Murmel, zog noch einmal an Richtung Sechzehner und legte den Ball vor dem Tor quer auf den mitgelaufenen Hiersemann, der den Ball nun trocken unter die Latte zum verdienten 0:4-Endstand für den WSV hämmerte.

Am Ende stand ein total verdienter und souveräner Auswärtserfolg des WSV zu Buche. Die Abwehr zeigte eine super geschlossene Leistung und auch die Vorderleute wirbelten ordentlich und kreierten gute Chancen. Nun heißt es erst einmal ein spielfreies Wochenende genießen, bevor es am 21.05. wieder auswärts zur Sache geht. Der anstehende Gegner ist dann die Reserve aus Gröditz. Auch das wird wieder ein schweres Unterfangen, weil man dort urlaubsbedingt wieder auf einige Spieler verzichten und die Formation abermals verändert werden muss.

Wir bedanken uns beim Edelfan und Liveticker Alex Bursian für die Mitreise zum Spiel nach Canitz und freuen uns auf mehr Unterstützung in Gröditz zum nächsten Punktspiel.

 

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Beyer, Kunas, Fleischer, Woiterski

Mittelfeld: Kroschwald, Hengst, de Schultz

Sturm: Müller (55. Borchert), Hiersemann, Mayer (76. Dummer)

 

Mittwoch, 04.05.2022

Wieder ein super bestellter Rasenplatz und perfektes Fussballwetter an diesem Samstag Nachmittag. Zu Besuch war die zweite Vertretung vom TUS Weinböhla, dieses mal verstärkt mit zahlreichen Spielern der spielfreien 1ten Mannschaft (Kreisoberliga). Dementsprechend schwierig war die taktische Marschrichtung für das Trainerteam, die wieder auf mehrere Stammkräfte verzichten musste.



Die ersten Minuten des Spiels tasteten sich beide Mannschaften ab, so dass nur wenig Spielfluss zustande kam. Eine Unaufmerksamkeit der gegnerischen Abwehr konnte Rehn nutzen und einen Rückpass abfangen. Anschließend gewann er noch das entscheidende Laufduell gegen einen Abwehrspieler und konnte eiskalt vollenden. Frühe Führung also für die Gastgeber in der 4. Min - perfekter Start.

Die Gäste ließen aber nun ihre technischen Qualitäten vermehrt aufblitzen und ließen Ball sowie Gegner laufen. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld erfolgte die schnelle Spielverlagerung auf die linke Seite. Dort dann der entscheidende Zweikampf, den der WSV nicht zu gewinnen wusste und der Stürmer in den Strafraum dribbeln konnte. Mit viel Übersicht fand er auch noch einen Mitspieler am 5er, dieser musste nur noch den Fuß hinhalten. Ausgleich in der 31. Min.

Trotz der Überlegenheit des Gegners hätte der WSV aber mehr Tore machen können. Wir hatten mehrere Konter mit sehr guten Abschlussmöglichkeiten, aber heute hat uns einfach die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gefehlt.

Mit dem Unentschieden ging es in die Halbzeit.

  


Auch im zweiten Durchgang gilt Weinböhla den Druck hoch, aber unser Torhüter war wie letzte Woche super aufgelegt und hielt alles, was zu halten war.

Nach einer Ecke dann der Ballgewinn von Woiterski. Dieser eröffnete den Konter mit einem sehr guten Pass in den Raum, den sich Rehn ersprinten konnte. Rehn steckte dann auf rechtsaußen durch zum durchstartenden Woiterski, der im Vollsprint das Laufduell gegen einen Abwehrspieler gewinnt und gekonnt mit Links flach ins Eck verwandelt. Perfekter Konter und die etwas glückliche Führung durch den WSV in der 57. Min.


Anschließend Dauerdruck durch Weinböhla, die sich immer mehr in der Hälfte des WSVs festspielten. Dann eine Kombination durch die Mitte, ein Stürmer von Weinböhla wird nach einem Kontakt an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Elfmeter - harte, aber regeltechnisch konforme Entscheidung. Unser Torhüter entscheidet sich für die falsche Seite - Ausgleich in der 65. Min.

Der Gegner und die Sonne sind dann gnadenlos, man merkt wie uns zum Ende die Kräfte schwinden. So kommt es wie es kommen muss - über rechts kommt in der 81. Min die Flanke geschlagen, wir können uns im Strafraum nicht richtig durchsetzen, so dass der gegnerische Stürmer am 5m-Raum zum Ball kommt und unseren Torhüter erneut überwinden kann.

Die letzten Minuten versucht der WSV noch einmal alles, um mit einer guten Aktion vorne den Ausgleich zu erzielen, aber das gelingt uns heute leider nicht.
Aufgrund der starken läuferischen und kämpferischen Leistung wäre ein Unentschieden heute nicht unverdient gewesen.

  

Statement Trainer Mark:
"Ganz großes Lob an meine Mannschaft für die heutige Leistung. Wir haben gegen einen technisch stärkeren Gegner läuferisch und kämpferisch alles gegeben. Die Moral der Truppe und die Stimmung auf dem Platz waren überragend."

Zum Muttertag am nächsten Sonntag reisen die Weistropper zum Auswärtsspiel nach Canitz. Hoffentlich entspannt sich die Personalsituation bis dahin, sodass wir unseren Müttern ein kleines Präsent in Form von Punkten von unserer Reise mitbringen können. Anstoß ist am Sonntag bereits um 13:00 Uhr in Canitz.

Bis dahin bedanken wir uns für die Unterstützung von der Seitenlinie und hoffen euch demnächst wieder begrüßen zu dürfen.

Bleibt sportlich!

 

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Böhme, Kunas, Hengst, Woiterski

Mittelfeld: Rentzsch, Oppermann, Rehn (61. Horn)

Sturm: Borchert (90. Wagner), Kretschmar (51. Bechler), Hanzelka

 

 

Sonntag, 24.04.2022

Bei bestem Fußballwetter empfingen die Weistropper den TSV Merschwitz auf dem heiligen und wunderbar zu bespielenden Rasen in Gauernitz zum 9. Spieltag der Saison.

Mit einem durchaus starken Spieltagskader wollte man hier unbedingt die drei Punkte behalten, um nicht den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren.

         

Ein Start nach Maß erfolgte für die Hausherren, als Mayer bereits in der 10. Minute einen Eckball sehenswert und direkt verwandeln konnte. Danach erfolgte aber ein nicht zu erklärender Spannungsabbruch im gesamten Mannschaftsgefüge, wodurch die robust spielenden und sehr hoch agierenden Merschwitzer mit einem Doppelschlag das Spiel drehen konnten (15./22.Min). Vorausgegangen war erst ein Fehler im Aufbauspiel und beim zweiten Treffer ein sauber vorgetragener Angriff über die linke Seite, welchen Marx technisch stark mit der Hacke verwandelte.

Die Hausherren waren danach stets bemüht, aber in der Art und Weise einfach zu ideenlos. Bei der Körpersprache auf dem Feld hatte man den Eindruck, als würde es 0:4 stehen. Merschwitz hingegen agierte sehr sicher und konnte immer wieder kleine Nadelstiche setzen, jedoch änderte sich bis zur Pause nichts mehr. Mit einem 1:2-Rückstand ging es in die Halbzeit.


Erstmals in dieser Saison wurde es so richtig laut im Kabinentrakt, sowohl Kapitän Mayer als auch Co-Trainer Müller appelierten an die Spieler Einsatz, Moral, Wille und Kampfbereitschaft in der ersten Hälfte zu hinterfragen. Mit einer 180-Grad-Drehung in allen Belangen wollte man in Halbzeit zwei die Wende schaffen.

Hatte man bei der ersten Ecke der Merschwitzer noch Glück, als der Kopfball knapp am Dreiangel vorbeirauschte, erlebte man in den nächsten 25 Minuten ein komplett anderes Spiel des WSV. Mit breiter Brust, Einsatz, Handlungsschnelligkeit und viel Laufarbeit kaufte man den Gästen den Schneid ab.

Den wichtigen Ausgleich besorgte Rehn in der 51. Min nach einem Fehler in der Merschwitzer Abwehr. Der WSV drückte weiter und konnte in der 57. Min abermals in Führung gehen, nach dem Woiterski einen Freistoß mustergültig per Kopf ins Tor verlängerte.

Im Gegensatz zu Hälfte eins aber agierte der WSV weiter hoch und setzte die Merschwitzer Abwehr unter Druck. Allein Mayer hätte an diesem Nachmittag zwei weitere Tore erzielen müssen, doch verhinderte Gästehüter Weise dies in überragender Manier.

Besser machte es an diesem Tag Rehn. Nach feinem Doppelpass mit Kroschwald im 16er kann er den Ball im kurzen Eck zum 4:2 versenken (60.).

Eine viertel Stunde vor Schluss besorgte dann wiederum Rehn die Vorentscheidung, als er einen abgefälschten Pass im 16er mit der Brust annehmen und volley flach ins Eck versenken kann.

Danach verflachte das Spiel, Merschwitz hatte sich mit der heutigen Niederlage abgefunden und der WSV verwaltete das Ergebnis. Der Anschlusstreffer in der 88. Min war dann nur noch Ergebniskosmetik.

Am Ende können sich die Weistropper über drei verdiente Punkte und eine starke kämpferische Moral in Hälfte zwei freuen. Mit nun 15 Punkten belegt man weiterhin den 6. Tabellenplatz.

Co-Trainer Müller zum Spiel: „Es war das erwartet schwere Spiel gegen Merschwitz. Nach einer desolaten 1. Halbzeit haben wir in Hälfte 2 ein völlig anderes Gesicht gezeigt und das Spiel drehen können. Der Erfolg sollte und Rückenwind für die kommenden Wochen geben. Respekt an die ganze Truppe für diese Reaktion.“

Nächstes Wochenende empfängt der WSV die TuS Weinböhla II. Auch hier wird es wieder ein schweres Spiel werden, stehen doch bereits einige Ausfälle für das Wochenende fest. Anstoß ist am Samstag um 15:00 Uhr in Weistropp.

Bis dahin bedanken wir uns für die Unterstützung von der Seitenlinie und hoffen euch demnächst wieder begrüßen zu dürfen.

Bleibt sportlich!

 

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Ladwig (46. Fleischer), Hengst, Hiller, Woiterski

Mittelfeld: Freund, Kunas, Kroschwald

Sturm: Rehn (80. Nobile), Hiersemann (62. Borchert), Mayer (90. Wagner)

 

Mittwoch, 13.04.2022

Nach dem Heimspiel gegen Lok Nossen ging es für die Erste des WSV am vergangenen Sonntag mal wieder auf Auswärtstour. Ziel war das rund 60 Kilometer entfernte Nauwalde, wo der SV Saxonia als Gastgeber wartete.

Im Vergleich zur Vorwoche hatte sich die Personalsituation etwas entspannt, dennoch musste unser Trainerduo wieder mit einer Elf anfangen, die in dieser Konstellation noch nie zusammengespielt hatte - und täglich grüßt das Murmeltier...

Auf dem vor Kreisliga-Charme gerade so strotzenden Platz der Nauwalder wollte man dennoch etwas zählbares mitnehmen. Unter nicht ganz alltäglichen äußeren Bedingungen dieses Aprilwetters wollte man zuerst die Gunst des Rückenwindes für sich ausnutzen und im Idealfall ein schnelles Tor erzielen. Dieses Vorhaben gelang nicht, eher im Gegenteil. Die Hausherren rannten mehr gegen den Wind an und hatten auch die ersten gefährlichen Aktionen des Spiels, welche jedoch im Verbund der Abwehr pariert werden konnten. 

Nach vorne tat sich der WSV schwer, der letzte Pass versprang, wurde ungenau gespielt oder ein Gegner war irgendwie noch mit einem Fuß dran. Es war das von Coach Mark erwartete und angekündigte schwere Spiel, da die Gastgeber den Weistroppern sprichwörtlich immer auf den Füßen standen. So musste auch schon frühzeitig gewechselt werden, da sich Rehn bei einer solchen Aktion verletzte. Viele kleine Nickligkeiten brachten sowohl ins Spiel als auch in die Entscheidungen des Schiedsrichters Unruhe rein, sodass sich leider kein schön anzusehendes Spiel entwickelte. Der WSV war nur durch Einzelaktionen von Hiersemann und einem Fernschuss von Mayer gefährlich, jedoch ohne zählbaren Erfolg. Mit einem 0:0 ging es in die Pause.

 


  

In der zweiten Hälfte spielte man gegen den Wind und siehe da, analog zur ersten Hälfte war dies eher nicht von Nachteil. Der Ball lief nun etwas besser und flüssiger durch die eigenen Reihen und man konnte sich kontinuierlich Richtung gegnerisches Tor vorarbeiten.

Die Führung jedoch erzielen die Gäste durch einen Freistoß in der 48. Min, ca. 20m vor dem Tor. Der Freistoß war nicht mal gut geschossen, fand aber irgendwie dennoch den Weg durch die Mauer und war so für Keeper Wagner zu spät zu sehen.

Die Weistropper versuchten danach viel, waren in ihren Aktionen heute aber auch teilweise nicht vom Glück verfolgt, sodass die Abschlüsse von Hiersemann, Kretzschmar, Mayer und Hiller nicht zum Erfolg führten.

Die Gastgeber machten nicht mehr als nötig und kamen in der 74. Minute zu einem Elfmeter, den man wohl so geben kann. Wagner war zwar noch am Ball dran, jedoch war der Schuss zu hart geschossen.

Symptomatisch für das gesamte Spiel steht der 2:1-Anschlusstreffer durch Kapitän Mayer in der 91. Minute, welcher nur noch ergebniskosmetischen Charakter darstellte. Der Abschluss von Hiersemann landete am Pfosten und kam über Umwege zu Mayer, welcher aus ca. 15m schießt und dabei schön in den Dreck hakt. Nur unter freundlicher Mithilfe der Abwehr wurde der Ball ins Tor abgefälscht. Naja... 

Am Ende steht eine etwas unglückliche Niederlage, die man sich aber selbst auf die Fahne zu schreiben hat und im Rückblick auf die letzten Wochen hoffentlich zur rechten Zeit kommt, um die notwendigen Schlüsse für die anstehenden Partie zu ziehen.

Nächste Woche ist aufgrund des Osterfestes spielfrei, im Anschluss sind die gerade formstarken Merschwitzer am 23.04.2022 zu Gast in Weistropp. 

Bleibt gesund und sportlich. (PM)

 

Aufstellung:

Tor: Wagner

Abwehr: Hengst, Hiller, Borchert

Mittelfeld: Freund (81. Oppermann), Kunas (46. Ladwig), Rehn (24. Fröhlich)

Sturm: Kretschmar (64. Horn), Hiersemann, Mayer

 

 

 

Dienstag, 05.04.2022

Zum ersten Pflichtspiel nach der erneuten Corona-Zwangspause empfangen die Weistropper den SV Lok Nossen zum 7. Spieltag der Kreisliga Meißen. Die Vorzeichen standen für Coach Mark denkbar schlecht, fehlte ihm nicht nur sein Co-Trainer Müller, sondern aus verschiedenen Gründen auch noch folgende potentielle Stammspieler: Hengst, Kuschminder, Woiterski, Hiller, Oppermann, Fröhlich, Pietzsch, Ladwig sowie Vizekapitän de Schultz und Captain Mayer. Insgesamt fehlte also fast die komplette Erste Mannschaft. Somit wurde man bereits im ersten Spiel in seiner Entscheidung bestätigt, die zweite Mannschaft vom Spielbetrieb vorerst zurückzuziehen.

Um etwas Stabilität im Spiel zu erwirken, wurden keine Experimente gewagt und das gewohnte System favorisiert.

Das Spiel an sich ist relativ schnell erzählt. Insgesamt verlagerte sich das Spielgeschehen auf das Mittelfeld, richtig zwingende Aktionen gab es auf beiden Seiten eher selten zu bestaunen.

In der 3. Minute gingen die Gäste nach einer Flanke aus dem Halbfeld und einem technisch versierten Abschluss mit 1:0 in Führung. Die Weistropper brauchten ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden. Der WSV versuchte es über außen, war in seinen Mitteln aber am heutigen Tag eingeschränkt.

Ein klassischer "Hiersemann" brachte dann in der 35. Min den etwas glücklichen Ausgleich unter gütiger Mithilfe des Nossener Torwarts.

Kurz vor dem Pausenpfiff gab es für die Heimelf einen Handelfmeter, welchen der heutige Kapitän Freund relativ sicher zur 2:1-Führung verwandelte.

Dennoch war die Halbzeit noch nicht vorbei. Ein Freistoß der Gäste von der Strafraumgrenze landete an der Latte. Beim Abpraller reagierten die Nossener schneller und konnten zum 2:2 einköpfen. 


Die zweite Hälfte war ein Spiegelbild der ersten, nur mit noch weniger nennenswerten Strafraumszenen. Beide Mannschaften zwar weiter bemüht, merkte man dann aber die fehlende Kondition auf beiden Seiten. So plätscherte das Spiel vor sich hin und man bekam den Eindruck, dass beide Teams hier und heute mit dem Punkt zufrieden sind.

Kurz vor Schluss gab Schiri Streidt nach einem ruppigen Foul an der Mittellinie noch eine glatt rote Karte für die Gäste. Dunkelgelb hätte es am Ende vlt. auch getan, aber alles in allem leitete der Unparteiische die Partie sehr gut und war auch bei den Abseitsentscheidungen meist auf Höhe. Das diese ohne Assistenten nicht immer richtig ausfallen, sollte jedem bewusst sein und die Entscheidungen sollten dann auch fair eingeschätzt werden. In der heutigen Zeit muss man ja schon zufrieden sein, wenn zu jedem angesetzten Spiel überhaupt ein Unparteiischer zur Verfügung steht. Hier also an alle aktiven Schiris ein großes DANKE!

Coach Mark sagte nach dem Spiel: "Am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden. Nach dem unglücklichen Start mit dem schnellen Rückstand haben wir besser ins Spiel gefunden. Die lange Spielpause hat man uns aber angesehen, uns fehlt hier schlicht noch Wettkampfpraxis. Dennoch ein Lob an die Mannschaft, die trotz der Umstände gekämpft und alles gegeben hat."

Wir bedanken uns bei allen Zuschauern, die sich trotz der kalten Temperaturen auf dem Sportplatz verirrten, Nächste Woche fahren die Männer zum schweren Auswärtsspiel nach Nauwalde. Anstoß gegen den Tabellen-Zweiten ist am Sonntag, 10.04. um 15:00 Uhr.  

Bleibt gesund und sportlich. (PM)

 

Aufstellung:

Tor: Wagner

Abwehr: Fleischer, Kroschwald, Kunas, Hanzelka

Mittelfeld: Freund, Nobile (79. Müller), Rehn

Sturm: Kretschmar, Hiersemann

 

 

   
Raumaustatter Kretschmar
   
Malermeister Lucius
   
   
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