Mo., 02.12.2019

Zum letzten Spiel vor der Winterpause reisten die Weistropper zum SV Baßlitz. Von der Tabellenkonstellation her also ein echtes Topspiel, trat doch der Tabellenzweite gegen den Dritten an. Im berüchtigten „Ackerlandstadion", welches diesen Namen mal wieder alle Ehre erweist, ging es bei frischen Temperaturen um 10:30 Uhr los.

Weistropp spielte in der gewohnten Formation und baute von Beginn an viel Druck auf. So versuchte man auf dem schwer zu bespielenden Platz mit Ballbesitz und Kombinationsfußball den Gegner zu kontrollieren, was in den ersten 20 Minuten auch sehr gut gelang.

In der 9. Minute war es denn Hiersemann, der sich im Strafraumgetümmel durchsetzen konnte und mal wieder goldrichtig stand. Nach der frühen 1:0-Führung versuchten die Weistropper gleich nachzulegen, doch mit zunehmender Spielzeit kam der Gastgeber besser ins Spiel.

Durch eine sehr robuste und körperbetonte Spielweise, machten es die Baßlitzer den Gästen in der Folge schwer. Zwar kam der WSV noch durch Fröhlich, Mayer und Schmieder vor das Tor, zwingende Chance ergaben sich aber nicht.

Vielmehr war das Rezept der Gastgeber, mit langen und hohen Bällen das Mittelfeld zu überbrücken, in dieser Phase des Spiels das bessere. Mit einem Sonntagsschuss von der linken Strafraumecke über Kuschminder hinweg in den rechten Winkel erzielten die Gäste in der 29. Minute den Ausgleich.

In der Folge wurde es auf dem Platz ruppiger und zerfahrener, ein richtiger Spielfluss kam nicht mehr zustande. Viele einfache Ballverluste auf Seiten des WSV, Stellungsfehler in der Rückwärtsbewegung und teilweise unglückliche Aktionen brachten die Gastgeber zu guten Chancen. Torhüter Kuschminder rettete in dieser Phase zweimal mit glänzenden Paraden und bewahrte seinen Farben das Unentschieden zur Halbzeit.

                   

                   

                   

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In dieser schwörte das Trainerteam die Mannschaft noch einmal auf die zweiten 45 Minuten ein. Nur wenn man den Kampf annehmen würde, könne man was zählbares holen.

Dieser Worte nahmen sich die Jungs an, denn direkt nach Wiederanpfiff presste man die Baßlitzer hoch an und zwang diese zu Fehlern. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf durch Hiersemann konnte sich Schmieder im Zweikampf behaupten und den Ball zur erneuten Führung in der 46. Minute verwandeln.

Danach war es ein ausgeglichenes Spiel mit einem offenen Schlagabtausch, in dem es auf beiden Seiten zu guten Chancen kam. Eine davon nutzten die Baßlitzer nach einer Ecke zum erneuten Ausgleich in der 57. Minute.

Die Weistropper ließen aber nicht die Köpfe hängen sondern nahmen den Kampf an. Durch die Einwechslung von Hiller und Krause kam noch einmal neue Power im Spiel nach vorne rein und man versuchte, das Spiel über die komplette Breite des Feldes aufzuziehen.

Über links konnte sich dann Mayer mal behaupten und brachte den Ball flach vors Gehäuse, doch durch den Rumpelrasen und eine pomadige Fehlstellung des rechten Fußgelenks von Hiersemann, konnte dieser den Ball nur elegant am leeren Tor vorbeischieben. Doch die Gäste blieben dran und drückten weiter auf die Entscheidung.

Diese fiel dann in der 69. Spielminute. Nach dem sich die Weistropper auf der linken Seite behaupten können, kommt Freund am 16er frei zum Schuss. Und anstatt den Ball, wie in den letzten Wochen so oft, zu löffeln, schoss Freund sich den ganzen Frust über die Dynamo-Niederlage am Vortag von der Seele und versenkte den Ball zur umjubelten 3:2-Führung im Kasten.

In den letzten 20 Minuten drückten dann die Baßlitzer auf den erneuten Ausgleich, welcher Ihnen aber verwehrt blieb. Ein vermeintlich strafbares Handspiel nach einer Ecke im 16er des WSV blieb ungeahndet, obwohl sich die halbe Mannschaft auf den gut und souverän leitenden Schiri stürzte.

Die endgültige Entscheidung war dann Rehn in der 87. Spielminute vorbehalten. Nach starkem Diagonalpass von Hiller kann Rehn alleine auf den Torwart zu laufen. Mit einem lässigen Hüftschwung tanzt er den Hüter aus und kann easy ins leere Tor vollenden.

In der Nachspielzeit hatten die Baßlitzer mit einem Lattenschuss noch die Möglichkeit auf den Anschlusstreffer, mehr war aber nicht drin. Nach drei Minuten Nachspielzeit pfiff Schiri Napp die Partie unter dem Jubel der Weistropper ab.

Zwar steht in der Hinrunde noch ein Spiel aus, dieses findet aber regulär erst am letzten Februar-Wochenende 2020 statt. Somit können sich die Weistropper getrost Herbstmeister der Saison 2019/2020 nennen, denn mit zehn Siegen und einem Unentschieden steht man zurecht nach elf Spieltagen an der Spitze der Tabelle. Wie aber bekanntlich alle Wissen, ist die Ente am Hintern fett und so gilt es, den Schwung mit ins neue Jahr zu nehmen und das Ziel "Aufstieg" zu schaffen.

Jetzt heißt es aber erst einmal die Seele baumeln lassen und das ein oder andere Wehwechen auszukurieren. Am 14.12. steht noch die große Weihnachtsfeier an, bevor es über den Jahreswechsel etwas ruhiger wird. Ab dem 16.01. beginnt dann die Vorbereitung, welche mit vier Testspielen und einem Trainingslager prall gefüllt ist. Wir werden zu gegebener Zeit wieder alles vorab berichten, sodass niemand etwas verpasst.

Bis dahin wünscht der WSV seinen Spielern, Trainern, Mitgliedern, Fans, Sponsoren und allen Kräften im Hintergrund, die ihren Teil zum Vereinsleben beitragen, eine besinnliche und fröhliche Weihnachtszeit. Bleibt sportlich!

 

   
Raumaustatter Kretschmar
   
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