Spielberichte

Mo., 15.04.2019

Am Samstag den 13.4. stand das nächste Heimspiel der 1. Mannschaft des Weistropper SV gegen SV Stauchitz auf dem Programm. 

Nach dem Sieg gegen den Tabellenführer aus Borna in der vergangenen Woche wollte man den Schwung mitnehmen und auch gegen Stauchitz dreifach punkten. Bei kühlen Temperaturen pfiff der Schiedsrichter die Partie 15 Uhr an. 

Was nun folgte war ein Blitzstart des WSV. Nach dem Anstoß durch Stauchitz wurde der Ball schnell erobert und von Mayer direkt lang in die Spitze gespielt. Die beiden Verteidiger der Gästemannschaft behinderten sich gegenseitig beim Klärungsversuch, sodass der Ball perfekt auf Krause durchrutschte und dieser den Ball bereits in der 1. Minute am Torhüter vorbeispitzelte. Somit starteten die Jungs des WSV optimal mit der frühen Führung. 

In den nächsten Minuten versuchte man die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen, was den Gastgebern auch gut gelang. Doch bereits in der 7. Minute war die frühe Führung wieder egalisiert. Nach einer Balleroberung der Gäste im Mittelkreis wurden die Stauchitzer Stürmer schnell lang geschickt. Da die Weistropper Hintermannschaft offensichtlich nicht mit dem plötzlichen Ballverlust gerechnet hat, brauchten die Stürmer den Ball im Strafraum nur quer legen und am machtlosen Torwart Kuschminder zum 1:1 ins Tor schieben. 

Der WSV versuchte aber danach weiter Druck nach vorn zu entwickeln. In den ersten 15 Minuten lief der Ball ordentlich durch die eigenen Reihen und man behielt die Oberhand in dem Spiel. Die Gäste aus Stauchitz steckten aber keinesfalls zurück und hielten mit viel Leidenschaft und guter Laufbereitschaft dagegen. In der 18. Minute war es wieder Krause, der mit seinem 10. Saisontor die erneute 2:1-Führung für den WSV erzielte. Aus 20 Metern zentral vor dem Tor der Gäste fasste er sich ein Herz und schoss den Ball gezielt in die Maschen. 

Was allerdings dann folgte war unerklärlich. Nach der erneuten Führung im Rücken wirkte die Heimmannschaft eher verunsichert und entwickelte auch nicht mehr wirklich Druck nach vorn. Der Plan der beiden Trainer, den Gegner mit sauberen Kurzpassspiel vom eigenen Tor fernzuhalten, wurde nicht mehr umgesetzt. Stattdessen häuften sich die Abspielfehler und teilweise wurden die Bälle nur noch halbhoch und unpräzise aus der eigenen Hälfte geschlagen. Die Stauchitzer witterten hier ihre Chance und stellten mit einer Auswechslung früh im Spiel ihr System um. Die Gäste ließen nicht locker und wirkten nun etwas bissiger.

In der 30. Minute fiel der erneute Ausgleich. Wieder war es ein langer Ball der Gäste Richtung Sechzehner, der nicht gut verteidigt wurde. Ladwig war zwar eng am Gegenspieler postiert, doch der Weistropper Torhüter Kuschminder eilte trotzdem aus seinem Kasten und versuchte den Ball zu klären. Leider behinderten sich die beiden Weistropper Spieler hier selbst und der Gästestürmer brauchte den Ball nur noch im Tor zum Ausgleich einzuschieben.

Keine 6 Minuten später waren es wieder die Stauchitzer mit einem Vorstoß, die nun zur 3:2-Führung abschließen konnten. Erneut war es ein langer Ball aus der gegnerischen Hälfte der von der Verteidigung falsch eingeschätzt wurde. Auch unser Torhüter wirkte hier wieder nicht zu souverän und verschätzte sich beim Rauslaufen, aber solche Tage gibt es leider auch. So konnte der Gästestürmer erneut das Geschenk annehmen und sein 3. Tor an diesem Tag machen. 

Der WSV versuchte sich nun wieder zu fangen, aber bis zur Halbzeit gelang keine nennenswerte Aktion mehr nach vorn. So ging es mit einem Rückstand in die Pause. Aufgrund der kämpferischen Leistung von Stauchitz war dieser zu dem Zeitpunkt nicht ganz unverdient. 

  

  

Coach Klemm schwor seine Truppe aber in der Halbzeit noch einmal ein und rechnete fest mit der Wende. Auch er wechselte in der Halbzeit und wollte die Defensive so stabilisieren und der Offensive neuen Schwung verleihen. 

Und endlich bot die Mannschaft den Zuschauern alles was man in der ersten Halbzeit vermissen ließ. Das Passspiel wurde deutlich verbessert, die nötige Aggressivität und Bereitschaft um das Spiel zu gewinnen wurde gezeigt und auch die Kreativität nach vorn blitzte nun immer häufiger auf. 

So rollte nun eine Angriffswelle nach der anderen auf das Tor der Gäste zu. In der 55. Minute war es Hiersemann, der sich nach einem langen Einwurf geschickt im Rücken aller Gegner absetzte und den Ball gekonnt per Volley samt dem auf der Linie stehenden Verteidiger über die Linie hämmerte. Nun ging es mit dem 3:3 wieder bei 0 los. 

Die Gäste aus Stauchitz wirkten nun etwas angeschlagen und dezimierten sich nach einer gelb-roten Karte in der 63. Minute selber. Danach bekam die Gästemannschaft kein Fuß mehr vor den anderen und verlor die Ordnung im Spiel. Der WSV witterte nun die Wende und bestrafte die Gäste eiskalt.

In der 71. Minute ging man endlich wieder mit 4:3 in Führung. Nach einem schönen Konter über die linke Seite stand Mayer allein vor dem Torwart und schob den Ball flach rechts ins Eck zum umjubelten Führungstreffer. Dieses Tor und auch die Tatsache, dass man nur noch zu 10. spielte, zeigte Wirkung bei den Gästen. Die Kraft schwand zusehends und auch der Glaube an ein eigenes Tor war nicht mehr erkennbar. Und so spielten sich die Weistropper in einen Rausch. 

Nach einem herrlichen Sololauf auf der linken Seite, bei dem Schmieder seine Gegner wie Fahnenstangen stehen ließ, spielte er den Ball scharf und präzise an die 5-Meter-Kante, wo sich Rentzsch mit purer Entschlossenheit gegen seinen Gegenspieler durchsetzte und den Ball in der 75. Minute zum 5:3 über die Linie drückte. 

Keine 3 Minuten später spielten de Schultz und Büttner die Abwehr der Gäste schwindlig. Nach einem schönen Doppelpass am Sechzehner ließ de Schultz seinen Gegenspieler ins Leere grätschen und verzögerte den Abschluss geschickt, ehe ihm der Torwart die kurze Ecke anbot. Das nahm er dankend an und schloss ab zum 6:3.

Schmieder hätte seine starke Leistung 5 Minuten vor dem Ende noch mit einem eigenen Tor belohnen können, doch seine Mischung aus Abschluss und Flanke wurde gerade so vom Torhüter über den Querbalken gelenkt. 

Den Schlusspunkt setzte erneut Rentzsch in der 88. Minute. Büttner ließ noch einmal seine ganze Klasse aufblitzen und spielte per Außenrist in den Sechzehner, wo jener Rentzsch schneller war als die Gegenspieler und den Ball am Torwart zum 7:3 Endstand vorbeilegte. 

In der zweiten Halbzeit hat man somit auch die spielerische Klasse noch einmal gezeigt und dem Gegner keinen Hauch einer Chance gelassen. Die Zuschauer honorierten die Aufholjagd auch mit lautstarkem Applaus nach dem Abpfiff. 

Nun heißt es, sich auf eben diese zweite Halbzeit zu besinnen, wenn es in 2 Wochen zum Auswärtsspiel nach Merschwitz geht und die erste Halbzeit ganz schnell vergessen werden sollte.

Coach Klemm sagte kurz nach dem Spiel: "In den ersten 10 bis 20 Minuten waren wir sehr präsent und spielerisch gut und gehen auch verdient zweimal in Führung, aber dann machen wir uns mit eigenen Fehlern wieder alles zunichte und kassieren absolut unnötig 3 Gegentore und stellen das Fußballspielen ein. Aber die Jungs haben meine Ansprache in der Halbzeit als Weckruf wahrgenommen und in der zweiten Halbzeit eine prima Leistung gezeigt. Hier hat man dem Gegner keine Möglichkeiten mehr geboten und die eigenen Chancen eiskalt verwertet.“

Wir bedanken uns natürlich bei allen Zuschauern und hoffen euch am 27.4. zahlreich in Merschwitz begrüßen zu können, um auch dort zählbares mit nach Hause zu nehmen. 

Aufstellung
Tor: Kuschinder 

Abwehr: Pietzsch, Exner, Ladwig (46. de Schultz), Schmieder

Mittelfeld: Hiller, Freund, Büttner 

Sturm: Krause (69. Rentzsch), Mayer, Hiersemann (83. Schiffer)

Mo., 08.04.2019

Am letzten Samstag reisten die Klemm-Jungs zum Spitzenreiter nach Borna. Bei der fast längsten Anreise des Jahres hatte das Trainerteam genug Zeit, den ein oder anderen taktischen Kniff auszutüfteln.

Durch den Ausfall von Alschner und Hengst fehlte die etatmäßige Innenverteidigung, de Schultz als bester Torschütze des Teams stand zwar im Kader, war aber krankheitsbedingt nicht fit. Zum Glück schafften es Ladwig und Hiller doch noch, sich Zeit für das so wichtige Spiel freizuschaufeln.

Somit ging der WSV mit leicht veränderter Formation ins Spiel – hinten stand die Dreierkette mit Hiller im Zentrum sowie Pietzsch und Woiterski auf den außen. Rentzsch nahm sich den besten Spieler der Bornaer in Form von T. Heinrich derweil persönlich zur Brust – zwischen den beiden entwickelte sich über die Zeit ein rassiges Duell. Im Mittelfeld spielte das bewährte Dreieck Müller, Freund und Büttner, im Sturm liefen Krause, Hiersemann und Mayer von Beginn an auf.

Bei bestem Fußballwetter begannen die Weistropper das Spiel sehr gut und mit viel Leidenschaft, sodass die Hausherren kaum zur Geltung kommen konnten. Die Abwehr stand sicher, im Mittelfeld wurden die Zweikämpfe stark und mit der nötigen Härte geführt und im Sturm rotierte das Dreier-Gespann sehr gut, sodass sich die Bornaer nie so recht auf einen Gegenspieler einstellen konnten. So ließen auch die ersten Chancen nicht lange auf sich warten, der Ball verfehlte aber noch das Ziel oder wurde vom Keeper gehalten.

Nach einer knappen halben Stunde dann das verdiente 1:0 für die Gäste. Die Bornaer versuchen hinten rauszuspielen, doch Mayer riecht den Braten und ist dazwischen. Im Anschluss setzt er sich im 1 gg 1 stark durch und passt den Ball flach in die Mitte, wo der mitgelaufene Hiersemann den Ball verwandeln kann.

Gestärkt durch die Führung spielen die Weistropper weiter mutig nach vorne und erarbeiten sich weitere Chancen, aber Mayer, Krause, Büttner und erneut Hiersemann hatten (noch) kein Schussglück.

Kurz vor der Pause dann ein perfekt vorgetragener Konter der Gäste. Nachdem Rentzsch seinem Gegner stark den Ball abluchste, passte Büttner anschließend auf Krause, welcher auf der rechten Bahn los zog. Im Sturm kreuzten Mayer und Hiersemann genau richtig, sodass Mayer frei am 5er stand, von Krause bedient werden und zur beruhigenden 2:0-Halbzeitführung einnetzen konnte.

    

   

Der WSV zeigte in den ersten 45 Minuten eine taktisch sehr disziplinierte Vorstellung und führte verdient mit 2:0. In der Halbzeit wurde nochmal das Wichtigste angesprochen und die Marschroute für die zweite Hälfte gesetzt – hinten sicher stehen, kein schnelles Gegentor kassieren und nach vorne mit schnellen Kontern die nötigen Nadelstiche setzen.

Doch, leider wie so oft in dieser Saison, sind die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte nicht die stärksten des WSV – man spielte zu leichtfertig, fast schon pomadig, und ließ die nötige Ernsthaftigkeit in Sachen Zweikampf und Passspiel vermissen. So konnten sich die Gastgeber aufraffen und kamen zu guten Gelegenheiten.

So kam es, wie es kommen musste – in der 62. Minute pfiff der gut leitende Schiri Gersten Elfmeter, als Ladwig im Strafraum gegen Heidrich zu spät dran ist. Der Gefoulte nahm sich der Verantwortung selbst an und verwandelte sicher zum Anschluss.

Danach strafften sich die Grün-Schwarzen wieder mehr und nahmen aktiv am Spiel teil. Ein schneller Konter ließ Büttner in der 66. Min allein aufs Bornaer Tor laufen – leider übersah er am langen Pfosten den mitgelaufenen Hiersemann, sodass sein Schuss am linken Pfosten vorbeirauschte.

Nur vier Zeigerumdrehungen später machte er es aber besser. Ein schneller Einwurf auf Hiersemann, welcher den Ball prallen ließ und Büttner nahm wieder Tempo auf. An der Torauslinie spielte er sich gekonnt durch und vollendete dann ins kurze Eck zur neuerlichen 2-Tore-Führung für den WSV.

Somit schien das Spiel entschieden – aber irgendwie schaffen es die Jungs immer, sich selber in Bredoullie zu bringen. In der 77. Spielminute gab es Ecke für die Gastgeber – und irgendwie schaffte es Heinrich, diese direkt ins Tor zu bringen. Kuschminder im Tor des WSV sah dabei nicht gut aus.

Im Anschluss dann aber ein Schockmoment für Borna – bei einem Zweikampf an der Seitenlinie verletzt sich Otto am Knöchel wohl schwerer – nach einer langen Verletzungspause muss die Nr. 12 der Gastgeber mit einer Trage vom Feld gebracht werden und anschließend in ärztliche Behandlung. An dieser Stelle wünschen wir Sportfreund Otto eine schnelle Genesung, sodass wir dich bald wieder auf dem Platz begrüßen dürfen.

Zurück zum Spiel, dass noch zwei Tore auf Lager hatte. Nach einer Ecke in der Nachspielzeit können die Bornaer nicht klären, der eingewechselte Schütze auf Seiten des WSV kann sich gut durchsetzen, wird aber von seinem Gegenspieler mit beiden Händen gehalten – auch hier pfeift Schiri Gersten auf Elfmeter. Krause nahm sich zielstrebig den Ball und belohnte sich für seine starke Leistung mit dem Tor zur Vorentscheidung. Somit hatten alle drei Stürmer je ein Tor und eine Vorlage vorzuweisen.

Der Anschlusstreffer der Bornaer in der 97. Spielminute aus abseitsverdächtiger Position hatte nur noch kosmetische Auswirkungen – danach wurde das Spiel nicht mehr angepfiffen.

Coach Klemm äußerte sich nach dem Spiel sehr zufrieden über die gezeigte Leistung: „Sehr verdienter Sieg! Taktisch wurde das, was wir vor dem Spiel besprochen haben, sehr gut umgesetzt. Wirklich in Gefahr waren die drei Punkte nie, auch wenn das Ergebnis das nicht so wiedergibt. Sehr starke, geschlossene Mannschaftsleistung, es hat großen Spaß gemacht, den Jungs zu zuschauen und das Ergebnis bringt uns für die nächsten Wochen wieder in Schlagdistanz! Ich hoffe, dass die Jungs jetzt den Knoten platzen lassen, um im Kampf um den Aufstieg vlt. doch noch ein ernstes Wörtchen mitreden zu können.“

Die Weistropper sind nun 5. der Tabelle, Borna thront weiter an der Spitze, jedoch ist der Vorsprung auf die Verfolger auf zwei Pünktchen geschmolzen.

Für den WSV geht es am nächsten Wochenende zuhause gegen den SV Stauchitz, welche als Aufsteiger auf einem respektablen 7. Tabellenplatz stehen. Wir freuen uns bei hoffentlich bestem Fußballwetter auf viele Zuschauer.

Sport Frei! (PM)

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Pietzsch, Hiller, Rentzsch (60. Ladwig), Woiterski

Mittelfeld: Freund, Müller, Büttner 

Sturm: Krause, Hiersemann, Mayer (79. Schütze)

Mo., 18.03.2019

Zum Auswärtsspiel nach Großenhain reisten die Klemmschen Jungs nach der furiosen Aufholjagd vom letzten Wochenende eigentlich mit breiter Brust. Die Ausfälle von Alschner, Freund und Krause konnten durch die Hereinnahme von Hiller, dem kurzfristig angereisten Ulbricht und Mayer gut kompensiert werden.

Was man aber in den ersten 20 Minuten des Spiels sah waren freche Gastgeber, die meist einen Schritt eher am Ball waren und den Tick wacher schienen als der WSV. Immer wieder setzten die Großenhainer mit schnellem Passspiel die Verteidigung des WSV vor Probleme, deren Abstände zueinander zu groß waren, pressten hoch und ließen die Gäste nicht ins Spiel kommen. Bei den gefährlichen Vorstößen verhinderte zweimal das Aluminium-Gehäuse einen frühen Rückstand.

In der Folge aber kämpften sich die Weistropper so langsam in die Partie rein und erarbeiteten sich mehr und mehr vom Spiel. Mit gut vorgetragenen Angriffen konnte man sich das ein ums andere mal vor das Tor der Gastgeber spielen, die Abschlüsse aber waren zu harmlos oder verfehlten das Ziel.

In der 41. Spielminute zwang der in dieser Szene mit starkem Pressing glänzende Büttner die Großenhainer Abwehr zu einem leichtfertigen Fehler. Büttner erkämpfte sich den Ball und lief allein auf den Torwart zu, den er zur Führung ins kurze Eck überwinden konnte.

Bis zur Pause passierte dann nicht mehr viel, sodass die Grün-Schwarzen mit einem 1:0 in die Halbzeit gehen konnten.

  

  

Unverändert gingen die Gäste die zweiten 45 Minuten an, in denen die Fehler der ersten Hälfte natürlich vermieden werden sollten. Dies gelang auch in den ersten zehn Minuten ganz gut.

Nach einem Freistoß und dem wieder erkämpften zweiten Ball, steckte de Schultz diesen in den Lauf von Mayer. Dieser konnte sich gegen seinen Gegenspieler behaupten und setzte den Ball am herauseilenden Torwart an den Innenpfosten, von wo aus er ins Tor rollte.

Somit war eine gute und vorerst beruhigende Grundlage geschaffen. So dachte man zumindest, denn nur fünf Minuten später konnte der Gastgeber eine Unsicherheit in der Weistropper Hintermannschaft zum Anschlusstreffer in der 57. Min nutzen.

Jetzt war es wieder ein offenes Spiel, in welchem die Großenhainer immer mehr die Oberhand hielten. Die Weistropper konnten kaum noch für Entlastung sorgen, die wenigen Angriffe wurden oft zu überhastet abgeschlossen.

Ein erneutes Abwehr-wirr-warr im Strafraum der Gäste brachte dann in der 72. Spielminute den Ausgleich. Hier sah die gesamte Verteidigung nicht gut aus.

Im Anschluss probierten die Weistropper noch einmal vieles, aber es blieb bei zu meist brotloser Kunst. Und irgendwie passte es auch in den Tag, dass die Großenhainer in der 87. Minute eine der Konterchancen noch zum viel umjubelten 3:2-Siegtreffer nutzen konnten. Ein letztes aufbäumen des WSV brachte nichts zählbares mehr ein.

So stand man mit leeren Händen da, die Enttäuschung war allen Akteuren anzusehen und die Blicke gingen vielsagend nichtssagend in die Weite. Nach der starken Vorbereitung ist nach den ersten beiden Spielen der Rückrunde vorerst Ernüchterung eingekehrt, der Abstand zur Tabellenspitze beträgt nun acht Punkte bei einem Spiel mehr als der Erste.

Coach Klemm fand nach dem Spiel kaum Worte: "Wir haben nach dem 2:0 aufgehört, Fußball zu spielen und sind in der Defensive nicht wach gewesen! Das wir erst wieder wach werden, nachdem wir hinten liegen, ärgert mich am meisten. Alles in allem ein sehr enttäuschender Spieltag..."

Diese Niederlage gilt es nun erst einmal zu verdauen und aufzuarbeiten. Jeder sollte sich hinterfragen, ob der an den Tag gelegte Einsatz für die gesteckten Ziele reicht. Warum man nun auch im zweiten Spiel der Rückrunde die ersten 25 Minuten so verschläft, obwohl die Trainer ausdrücklich darauf hingewiesen haben, ist fraglich. Ebenso die Tatsache, dass man eine 2:0-Führung gegen einen Gegner aus der unteren Hälfte der Tabelle nicht über die Zeit retten kann und diese sogar noch verspielt. 20 gute Minuten reichen nunmal nicht in einem Fußballspiel, das bekanntlich über 90 Minuten geht, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Im Training diese Woche muss an den Defiziten hart gearbeitet werden, um am nächsten Samstag im Heimspiel gegen die Einheit aus Glaubitz endlich wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen zu können.

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Pietzsch, Hengst,  Hiller, Woiterski (52. Schmieder)

Mittelfeld: Ulbricht (80. Exner), Müller, Büttner 

Sturm: de Schultz (70. Rentzsch), Hiersemann, Mayer

 

Di., 12.03.2019

Am Samstag den 09.03.2019 stand nun endlich der langersehnte Rückrundenstart auf dem Programm. Auf dem heimischen Sportplatz in Gauernitz empfing der Weistropper SV zum Auftakt der Rückrunde die Gäste vom SV Grün-Weiss Ebersbach.

Im Hinspiel gewann der WSV durch eine sehr überzeugende erste Halbzeit mit 4:0. Natürlich wollte man auch heute die drei Punkte hierbehalten. Immerhin legten sich die Spieler und Verantwortlichen in der Winterpause das Ziel fest: „Weiter oben mitspielen und noch möglichst viele Plätze klettern.“

Die Coaches Klemm/Mark haben Ihre Spieler in den acht Vorbereitungswochen ordentlich malochen lassen. Die Trainingsbeteiligung war sehr ordentlich und so wirkten die Jungs fit und konzentriert. Auch an diesem Tag fand der Trainer noch einmal passende Worte in der Kabine um seine Spieler zu motivieren und anzustacheln. Kapitän Müller und sein Co de Schultz richteten vor dem Spiel ebenfalls noch einige Worte an die Mannschaft, um die Jungs heiß zu machen auf die bevorstehenden Aufgaben.

Anzumerken ist allerdings noch, das dieses Spiel nicht unter alltäglichen Voraussetzungen stattfand. Nachdem unser junger Abwehrspieler Johannes Ladwig seinen Vater Alexander durch einen tragischen Unfall verloren hatte, entschied man sich eine Schweigeminute abzuhalten und in Trauerflor zu spielen. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich bei den Gästen und bei dem Schiedsrichter bedanken, welche sehr respektvoll mit unserer Nummer 5 umgingen und Ihm auch herzliches Beileid ausdrückten.

Das Spiel wurde nun aufgrund dieser Ereignisse erst um 15:05 Uhr angepfiffen.

Leider lief es in den ersten 15 Minuten so wie es sich wohl kein Spieler oder Offizieller beim WSV gewünscht hat. Zu Beginn des Spiels wirkten die Spieler des WSV sehr fahrig und eher unkonzentriert, sodass man sich schnell in der Realität wieder fand. Nach leichtsinnigen Ballverlusten und teilweise pomadig und schlampig wirkenden Aktionen, bestraften die Gäste aus Ebersbach den WSV eiskalt. So klingelte es in der Anfangsviertelstunde mehrfach im Kasten der Gastgeber. Nach Toren in der 3., 9. und 12. Minute lag der WSV schon sehr zeitig im Spiel mit 0:3 zurück.

Man merkte den Spielern die Verunsicherung nun bei jeder Aktion an und es dauerte bis zur 20. Minute, bis man den Schock aus den Gliedern geschüttelt hatte und nun fortan dagegen hielt. Jedem war bewusst, dass es nun schwierig werden sollte, die drei Punkte daheim zu behalten, aber niemand verlor die Nerven. Keiner machte einem Mitspieler einem Vorwurf. Es wurde nicht über Fehler diskutiert, sondern alle motivierten sich gegenseitig, wodurch man so langsam das Zepter des Handelns in die Hand nahm und mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel erlangte.

Zwischen der 20. und 40. Minute zeigten beide Mannschaften ein engagiertes Spiel mit hohem Laufpensum. So richtig gefährlich vor das Tor ging es aber auf beiden Seiten nicht mehr. Die Abwehr des WSV wirkte nun stabiler und auch die Gäste aus Ebersbach hatten die drei Weistropper Angreifer in der ersten Halbzeit voll im Griff.

In der ersten Halbzeit kam der WSV nur einmal wirklich gefährlich vor das Tor der Gäste als de Schultz eine Ecke von Krause direkt per Seitfallzieher abnahm. Aber auch dieser satt getroffene Schuss ging gute drei Meter am Tor vorbei. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit war der WSV nun drauf und dran, einem Anschlusstreffer näher zu kommen. Doch leider waren es die Gäste aus Ebersbach, die noch ein Tor verbuchen konnten. In der 45. Minute fand ein Freistoß aus ca. 23 Meter Entfernung seinen Weg an der Mauer vorbei und flutschte im kurzen Eck durch die Hände des WSV-Torhüters Kuschminder, der allerdings an anderen Stellen schon einen höheren Rückstand verhinderte. So ging der WSV doch etwas geknickt - hatte man sich den Rückrundenstart doch etwas anders vorgestellt - mit 0:4 in die Kabine.

    

Das Trainergespann Klemm/Mark schlug in der Halbzeitpause aber keinesfalls verbal auf die Spieler ein, sondern erinnerte erneut an die eigenen Stärken wie Wille und hohe Laufbereitschaft und das man in dieser Saison bereits gezeigt hat, wie man gegen Ebersbach 4 Tore in einer Halbzeit schießen kann.

Die zweite Halbzeit begannen die Männer vom WSV mit erhobenen Häuptern. Die Jungs glaubten an sich und wollten hier unbedingt noch etwas zählbares mitnehmen. Nach minimalen Umstellungen war das Team ab der 46. Minute nicht mehr wiederzuerkennen. Die Mannschaft blendete den 0:4-Rückstand aus der 1. Halbzeit regelrecht aus und das Spiel ging fortan nur noch in eine Richtung.

Den WSV-Spielern war anzumerken, dass man so schnell wie möglich einen Anschlusstreffer erzielen wollte, um die Gäste aus Ebersbach vielleicht doch noch einmal zu verunsichern und zum Schwanken zu bekommen. In den ersten zehn Minuten der 2. Halbzeit eroberte sich der WSV die absolute Kontrolle des Spiels und so passierte anschließend auch, was passieren musste - eine unfassbare Aufholjagd nahm Ihren Lauf.

In der 59. Minute spielte man sich den Ball per Kurzpassspiel bis in die gegnerische Hälfte zu. Dort legte de Schultz einen Pass quer auf Freund, der 25 Meter vor dem Tor einfach mal draufhielt. Dieser Schuss wurde von einem Ebersbacher Spieler noch leicht abgefälscht und schlug dadurch unhaltbar flach im langen Eck zum 1:4 ein.

Und sofort wurde der WSV noch hungriger. Man wollte nun mehr. Keine drei Minuten später bekamen die Fans mehr. In einer nun unglaublich druckvollen Phase segelte eine Flanke von links geschlagen durch Krause über Freund und Feind hinweg und fand am langen Pfosten den Kopf von Kapitän Müller, welcher die Murmel eiskalt zum 2:4 in die Maschen nickte. Spätestens jetzt war der Glaube bei jedem Einzelnen im Trikot des WSV zurück. Man hatte noch 28 Minuten Zeit um mindestens einen Punkt daheim zu behalten.

Das Laufpensum war weiterhin enorm hoch. Es entwickelte sich ein Spiel was immer mehr in eine Richtung kippte. Fast minütlich versuchte der WSV in den Sechzehner der Gäste zu kommen und so wurden die letzten 20 Minuten ein eindrucksvoller Beweis, dass sich die harte Arbeit in der Vorbereitung auszahlen kann. Die Gäste aus Ebersbach wirkten etwas müder und dem ein oder anderen fehlten nach dem furiosen Auftakt nun die Körner und so gelang es den Weistroppern immer wieder, gefährlich auf das Tor der Gäste anzurennen. Leider fehlte hier und da das Quäntchen Glück und einige hohe Flankenversuche gingen zu weit und wurden vom gutaufgelegten Gästetorhüter weggefangen.

In der 80. Minute fiel endlich das 3:4. Nach einer scharf getretenen Ecke von Krause hielt Hiersemann am kurzen Pfosten den Kopf hin und drückte den Ball zum Anschluss ins Tor. Der WSV spielte sich nun in einen wahren Rausch. Ein Tor fehlte noch um die Aufholjagd in zählbares umzuwandeln. Die Weistropper Spieler versuchten alles und gingen bis an Ihre Grenzen und darüber hinaus.

In der 89 Minute kam der Ball dann auf die rechte Seite zu Ladwig, der den Ball hoch in den Strafraum flankte und zentral vor dem Tor erneut Müller fand. Der Weistropper Kapitän schraubte sich höher als sein Gegenspieler und köpfte den Ball zum vielumjubelten 4:4 Ausgleichtreffer ein.

In der Nachspielzeit hätte man sogar fast noch den Siegtreffer erzielt nach einer Ecke herrschte Verwirrung im Ebersbacher Strafraum doch der Schuss von de Schultz wurde geblockt und der anschließende Abschluss von Freund ging knapp über das Gebälk. Nach dieser Situation pfiff der Schiedsrichter das Spiel dann ab.

Die Fans applaudierten zurecht und auch den Spielern des WSV stand nun die Freude über den Punktgewinn mehr ins Gesicht geschrieben, als die Tatsache, dass man sich mit der ersten Halbzeit den Sieg selber versaut hat.

Wieder einmal hat die Truppe gezeigt, dass man mit einer guten Moral und der Bereitschaft um jeden Meter zu kämpfen alles erreichen kann. Natürlich ging man nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge in die Kabine. Aber auf die Leistung in der zweiten halbzeit gilt es nun aufzubauen und es nächste Woche in Großenhain besser zu machen.

Coach Klemm sagte kurz nach dem Spiel: „Natürlich bin ich nicht zufrieden mit der ersten Halbzeit, aber das sind die Jungs auch nicht. Das Spiel hat mir einige Nerven gekostet. Aber wichtig ist, dass wir die Köpfe nicht hängen lassen haben und zurückgekommen sind. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft bewiesen wie stark Sie wirklich ist und ich bin stolz darauf dass die Jungs immer an sich geglaubt haben und den Punkt noch verdient geholt haben. Nun werden wir in der Woche noch an ein paar Dingen arbeiten um einen erneuten Fehlstart nächste Woche zu vermeiden.“

Wir bedanken uns herzlich bei allen anwesenden Zuschauern und würden uns freuen euch nächste Woche Sonntag 10:30 Uhr zum Auswärtsspiel in Großenhain begrüßen zu dürfen.

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Ladwig, Hengst, Alschner (54. Hiller), Pietzsch (67. Woiterski)

Mittelfeld: Freund, Müller, Büttner (46. Mayer)

Sturm: de Schultz, Hiersemann, Krause

 

Mo., 25.02.2019

Zum Testspiel im Rahmen des Trainingslagers in Großenhain reiste die Zweite Vertretung des SV Sachsenwerk Dresden an.

Aufgrund der Absage einiger Spieler, der ein oder anderen kurzfristig erlittenen Blessur und um kein unnötiges Risiko zu gehen, musste Coach Klemm rotieren. In der Abwehrkette spielte Allschner für den fehlenden Hiller, im zentralen Mittelfeld ersetzte T. Fleischer P. Freund. Auf der Außenbahn spielte der nach langer Verletzungspause sich wieder herantastende P. Mayer für den angeschlagenen N. Krause.

Diese Umstellungen und auch die vorangegangenen Trainingseinheiten merkte man den Spielern in den ersten zehn Minuten an. Danach aber fand der WSV immer besser ins Spiel, erarbeitete sich gute Chancen und hatte fortan den Gegner unter Kontrolle.

Nach einem von links getretenen Freistoß köpfte Kapitän Müller den Ball ins Tor, doch wurde dieser Treffer aufgrund von Abseits aberkannt.

 In der 16. Spielminute zeigte Büttner eine starke Einzelleistung und konnte im 16-er nur noch regelwidrig vom Ball gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter schoss der gefoulte selber und traf sicher zur 1:0-Führung.

Die Weistropper spielten weiter munter drauf los und kreierten weitere Möglichkeiten, welche z.T. leichtfertig vergeben wurden. Allerdings zeigte der Torwart des Gegners eine sehr gute Leistung und glänzte mit seiner Abgeklärtheit und einem fast perfekten Timing bei seinen Ausflügen aus dem 5er heraus.

So benötigten die Weistropper 22 Minuten, um auf 2:0 zu erhöhen. Nach starkem Pass von Büttner auf Hiersemann konnte dieser abgeklärt vollenden. Nur weitere sechs Minuten später schickte Büttner Mayer auf der linken Bahn auf Reise. Dessen Hereingabe konnte am langen Pfosten erneut Hiersemann verwerten.

      

       

Zur Halbzeit zeigte sich das Trainerteam sehr zufrieden mit dem Einsatz und dem Ergebnis. Coach Klemm rotierte weiter und gab T. Schiffer ein paar Einsatzminuten.

Dieser setzte die Vorgabe des Trainers, sich beim eigenen Angriff über Außen mal auf Höhe des Elfers zurückfallen zu lassen, bereits nach drei gespielten Minuten um und traf zum 4:0.

Im Anschluss spielte der WSV das Ganze routiniert und sehr abgeklärt zu Ende. So konnten sich noch K. Woiterski mit seinem ersten Tor im Männerbereich und zweimal K. Exner in die Torschützenliste eintragen.

Auch kamen alle Spieler zu Ihrem Einsatz und zeigten eine ansprechende Leistung.

Die Trainer waren mit der Leistung und dem Ergebnis hochzufrieden. So kann man optimistisch in die anstehende Halbserie gehen. Jetzt heißt es für alle, in den anstehenden Einheiten vor dem Rückrundenstart sich voll zu fokussieren, um beim Heimspiel am 09. März gegen Ebersbach mit einem Erfolgserlebnis zu beginnen. (PM)

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Pietzsch, Alschner, Hengst, Woiterski

Mittelfeld: F. Müller, Fleischer, Büttner

Sturm: Mayer, Hiersemann , de Schultz

Bank: Schiffer, Exner, Böhme, Wagner

 

   
   
   
   
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