Spielberichte

Mo., 08.10.2018

Nach der Enttäuschung vom letzten Wochenende hieß es für die Erste nun, beim Gastspiel in Gohlis etwas Wiedergutmachung zu betreiben. Auf dem wahrscheinlich besten Grün der Liga, nahmen sich die Spieler einiges vor und wollten das fehlen einiger Stammkräfte durch Einsatz und Kampfgeist wettmachen. Im gewohnten 4-3-3 kehrten mit Büttner und Freund wichtige Stützen zurück, somit war das zentrale Mittelfeld zumindest wieder zu zwei Drittel vollständig.

Der WSV begann das Spiel sehr druckvoll und nahm das Heft des Handelns in die Hand. Mit einem kontrollierten und überlegten Spielaufbau über die IV, konnte man in den ersten Minuten den Ball gut zirkulieren lassen und das Tempo vorgeben. Über die Außen oder gut gespielte Pässe in die Tiefe, erspielte sich der WSV ein Chancenplus, doch Schüsse von Krause, Hiersemann, Hiller und Mayer verfehlten das Ziel oder wurden vom Gästetorwart entschärft.

Eine Standardsituation in der 24. Min brachte dann die verdiente Führung. Ein von Mayer getretener Eckball fand mit dem Kopf von J. Ladwig den perfekten Abnehmer.

Nach dem Tor drückte der WSV weiter, die Gastgeber der Spielgemeinschaft konnten sich nur mit hohen Bällen Freiraum verschaffen, doch wurden diese von der gut stehenden Abwehrkette immer wieder abgefangen. Einzig ein Freistoß aus gut 30 Metern, welcher auf der Latte aufsetzte, sorgte für Torgefahr.

Nach einem sehenswerten Pass von Büttner auf N. Krause, konnte dieser noch den herauseilenden Torwart umkurven und mit seinem dritten Saisontor die Führung für die Gäste ausbauen (35. Min).

Kurz vor dem Pausenpfiff und damit auch zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt, zeigte der WSV seinen besten Spielzug, welcher schlussendlich die wichtige 3:0-Führung brachte. Nach einer schnellen Seitenverlagerung auf links, schickte Hiersemann mit einem gut getimten Steilpass Mayer auf die Reise, welcher den Ball direkt in die Mitte zum freistehenden Büttner passte. Dieser ließ sich alleine vor dem Tor die Chance nicht entgehen und versenkte sicher.

Mit dieser beruhigenden Führung ging es dann in die Halbzeit. Die Spieler wollten Ihre teils sehr gute Leistung der ersten Hälfte belohnen und die drei Punkte mitnehmen. Defensiv wollte man weiter stabil stehen und nach vorne durch schnell vorgetragene Konter einige Nadelstiche setzen.

  

  

  

  

Dies klappte bis zur 58. Spielminute auch ganz gut. Ein schnell ausgeführter Freistoß überraschte dann aber die noch unsortierte Weistropper Hintermannschaft, aus dem Gewühl im 5er heraus konnte Beutner das 1:3 erzielen.

Nach diesem doch überraschenden Gegentor und zwei verletzungsbedingten Wechseln verlor der WSV teilweise den Spielfaden. Auf dem Platz herrschte Unordnung, Zweikämpfe wurden nicht mehr richtig angenommen, die Zuordnung zu den Gegenspielern fehlte, die letzten Pässe kamen nicht mehr an und jeder ging gefühlt nicht mehr den letzten Schritt.

So machte man die Gastgeber wieder selbst stark, welche merkten, dass hier noch lange nichts verloren war. Mit einem Doppelschlag von Wendland (73. Min) und Sander (74. Min) glich die Spielgemeinschaft dieses Spiel zum 3:3 aus.

Danach entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, wobei die Gastgeber die gefälligeren Möglichkeiten hatten. Kuschminder im WSV-Kasten aber reagierte zweimal glänzend und sicherte das Unentschieden.

Kurz vor Spielende dann die Riesenmöglichkeit zum späten Siegtreffer für Weistropp, als der Schiri auf den Elfmeterpunkt zeigte. Krause stellte sich der Verantwortung und dem Druck, doch wie schon in der letzten Woche gegen Merschwitz, sollte das Glück nicht auf Seiten der Grün-Schwarzen sein, Ahlrep konnte den Versuch entschärfen. So blieb es beim 3:3-Unentschieden. 

Coach Klemm äußerte sich nach dem Spiel wie folgt: "Schwer diese Enttäuschung heute in Worte zu fassen, v.a. weil wir wieder mit einem Elfmeter das Ergebnis hätten positiver gestalten können. Ich bin trotzdem Stolz, wie die Mannschaft vor dem Spiel und in der ersten Hälfte aufgetreten ist, daran müssen wir uns nächste Woche erinnern, wenn Nossen zum Pokalfight kommt. Daran können wir anknüpfen" 

Für die Weistropper sind das, auch wenn Gohlis/Kreinitz ebenfalls die Chance auf den Sieg hatte, zwei verlorene Punkte. Eine 3:0-Halbzeitführung muss einfach über die Zeit gebracht werden. Erschreckend, wie zwei Hälften sich abwechseln können. Stand man in der ersten Halbzeit noch als ein Team, eine Mannschaft auf dem Platz, in der jeder für jeden kämpft und gerade auf dem Platz jede Aktion positiv kommentiert wurde, war in der zweiten Hälfte genau das Gegenteil der Fall. Klar ist nach dem Verlauf der Saison das Selbstverständnis ein anderes, als wenn man weiter oben stehen würde. Klar kommen direkt Zweifel nach einem schnellen Gegentor in der zweiten Hälfte. Doch gerade in diesen Phasen eines Spiels muss die Mannschaft noch enger zusammenrücken und sich gegenseitig stützen. Negative Äußerungen, egal ob gegenüber dem Gegner, dem Schiri oder innerhalb der eigenen Reihen, sind da kontraproduktiv. Dies sollte jedem Spieler bewusst sein. Nur als ein Team, mit dem gleichen Ziel und dem selben Anspruch, den man ohne Zweifel haben darf, gewinnt man Spiele und kann gestärkt aus solchen Situationen hervorgehen.

Am nächsten Wochenende erwartet der WSV den SV Lok Nossen zur 1. Hauptrunde im Kreispokal. Das man mit klassenhöheren Gegnern mithalten und diese auch besiegen kann, haben die Männer in der Ausscheidungsrunde gegen Wacker Zehren bewiesen, als man mit einem souveränen 4:1-Heimsieg eine Runde weiter zog. Anstoß ist Samstag, den 13.10.2018 um 15:00 Uhr in Gauernitz.

Sport Frei! (PM)

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Pietzsch, Alschner, Hengst, Ladwig

Mittelfeld: Freund, Hiller, Büttner (61. Manitz)

Sturm: Krause, Hiersemann (78. Lentes), Mayer (61. Rentzsch)

 

 

Do., 04.10.2018

Zum Heimspiel am 6. Spieltag empfingen die Männer den ungeschlagenen und souveränen Tabellenführer des TSV Merschwitz. Die Vorzeichen für das Spiel waren klar, man wollte den ersten Heimsieg der Saison und die gute Leistung aus der Vorwoche bestätigen. Dass dies durch den Ausfall der kompletten Schaltzentrale im Mittelfeld (Büttner, Müller, Freund) kein leichtes Unterfangen werden würde, war allen klar. Coach Klemm musste also dementsprechend umstellen, konnte dabei auch auf die Dienste von C. Ulbricht setzen, welcher für das Spiel extra aus Berlin anreiste. Dafür noch einmal ein großes Danke!

Das Spiel begann pünktlich bei bestem Fußballwetter, in den ersten Minuten entwickelte sich ein rassiges, aber dennoch faires Spiel. Der WSV drückte von Beginn an und setzte den Gegner unter Druck. Dieser Einsatz wurde bereits in der 8. Min belohnt. Nach einem Freistoß stand K. Exner goldrichtig und konnte den Abpraller zur frühen Führung versenken.

Danach war das Spielgeschehen sehr ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Weistropper. Der Tabellenführer konnte indes mit seinen schnellen Stürmern glänzen und hatte einige Male den Ausgleich auf dem Fuß. Kuschminder im Tor der Gastgeber hielt aber zweimal sehenswert die Führung fest.

Auf der anderen Seite hatte aber auch der WSV Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Krause und de Schultz verfehlten aber aus aussichtsreichen Positionen das Ziel.

Mit dem 1:0 ging es dann in die Halbzeit. Man wollte weiter fokussiert spielen und hier unbedingt drei Punkte behalten.

Nach der Halbzeit dann aber der schnelle Doppelschlag der Gäste. Herrmann (48. Min) und Müller (52. Min) konnten individuelle Fehler in der Hintermannschaft des WSV effizient nutzen und drehten somit das Spiel.

Doch der WSV war nicht geschockt und spielte weiter nach vorne. Der wichtige Ausgleich durch einen Sonntagsschuss auf Höhe der Strafraumkante von Exner fiel im direkten Anschluss an den Führungstreffer.

Es sollte sich ein interessantes Spiel entwickeln, in dem der WSV mehr auf den Sieg drückte als die Merschwitzer, welche sich zumeist nur mit hohen Bällen Luft verschaffen konnten. Aber das große Manko des WSV in dieser Saison, die Chancenverwertung, sollte und wollte auch diesmal nicht verschwinden.

Ein langer Ball brachte dann die erneute Führung für die Gäste. Die Abwehr konnte den Ball nicht klären, wodurch Blume allein vor dem WSV-Tor stand und sich diese Chance nicht entgehen ließ (78. Min).  

Die Weistropper spielten aber weiter nach vorne und versuchten in den verbleibenden Minuten alles. In der Nachspielzeit dann die Riesenchance zum Ausgleich. Schiri Pappermann pfiff Elfmeter, nachdem Krause zu Fall gebracht wurde. Diesen etwas glücklichen Elfmeter legte sich R. Schütze zurecht. Doch Eckert im Tor der Gäste konnte den halbhoch geschossenen Elfmeter parieren. Danach war Schluss und die 2:3-Heimniederlage besiegelt. Die Enttäuschung stand den Spielern, Trainern und Fans ins Gesicht geschrieben.

Sichtlich geknickt äußerte Coach Klemm  nach dem Spiel: "Wieder mit leeren Händen dazustehen gegen eine Truppe, die nur auf dem Papier besser ist als wir, enttäuscht heute alle sehr! Wie gegen Borna haben wir mehr vom Spiel gehabt, unsere Chancen aber nicht konsequent genutzt. Dass wir in der 90. Minute dann noch einen Elfmeter vergeben, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen, ist bezeichnend. Wir werden uns diese Woche auf unsere Stärken besinnen, Mund abputzen und weiter machen! Die Saison ist noch lang und wir haben noch alle Chancen." 

 

Am Samstag den 06.10.2018 um 15 Uhr ist der WSV zu Gast bei der SpG Gohlis/Kreinitz II. Hier möchte und sollte man unbedingt dreifach punkten, um das Saisonziel nicht schön frühzeitig korrigieren zu müssen.

Der WSV bedankt sich bei seinen Fans für die Unterstützung und die aufmunternden Worte nach dem Spiel. Bleibt uns erhalten, mit eurer Unterstützung schaffen wir es zurück in die Erfolgsspur. Sport Frei! (PM)

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Ladwig, Alschner, Hengst, Rothe (46. Rentzsch)

Mittelfeld: Ulbricht (57. Hiller), Exner , de Schultz

Sturm: Hiersemann (63. Schütze), Krause, Mayer

 

 

 

Mo., 24.09.2018

Am 5. Spieltag reiste unsere Erste zum Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn SV Stauchitz 47 mit viel Wut im Bauch, denn mit fünf Punkten aus den ersten vier Ligaspielen war man mit der Ausbeute total unzufrieden und wollte,  nach der unglücklichen Niederlage am letzten Wochenende gegen Borna, unbedingt eine Reaktion zeigen.

Dem Coach Christian Klemm standen so ziemlich alle Stammspieler zur Verfügung. Somit war die Marschroute klar, dass man unbedingt mit 3 Punkten wieder nach Hause reisen wollte, um den Anschluss nach oben nicht zu verlieren.

Bei leichtem Nieselregen pfiff der Schiedsrichter pünktlich um 14 Uhr das Spiel auf dem Grün in Stauchitz an. Von Anfang an war den Spielern des WSV anzumerken, dass Sie die Niederlage der letzten Woche nicht auf sich sitzen lassen wollten. Alle waren fokussiert und man versuchte sofort, über schnelles Kurzpassspiel in den gegnerischen 16-er einzudringen und durch hohes Pressing die Gastgeber in der eigenen Hälfte einzuschnüren.

Es entwickelte sich von Anfang an eine sehr einseitige Partie in der der WSV, für alle Zuschauer ersichtlich, sehr spielbestimmend auftrat. Die Gastgeber hatten Mühe, dem Druck Stand zu halten. Anfangs suchte man noch vergebens nach der Genauigkeit bei den Abschlüssen und so kam es, dass der WSV unter Mithilfe eines Eigentors durch einen Stauchitzer Abwehrspieler in der 14. Minute mit 0:1 in Führung ging. Die Gäste versuchten im Anschluss aber keinesfalls sich auf der Führung auszuruhen. Man spielte weiter ansehnlich auf das gegnerische Tor. Es fehlte aber weiterhin an Präzision im Abschluss und so blieben einige sehr gute Torchancen von Büttner, Freund, Mayer und Krause ungenutzt.

Von den Gastgebern ging aber im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit weiterhin sehr wenig Gefahr aus. Oftmals wurden Bälle lang Richtung Weistropper Viererkette geschlagen oder zu schnell durch ungenaues Passspiel abgefangen. Die Weistropper Abwehrreihe war an diesem Sonntag extrem ballsicher und trat souverän auf. Durch diese Sicherheit im Rücken hatten es die zentralen Mittelfeldspieler um Müller, Büttner und Freund wirklich leicht, dem Spiel Ihren Stempel aufzudrücken. Einziges Manko aber war das Ergebnis, da es weiterhin nur 0:1 aus Sicht der Gäste stand.

Es dauerte bis zur 39. Minute, dann konnten die Gäste vom WSV endlich erneut zuschlagen. Nach einem schönen Pass von R. Hengst in den 16-er der Gastgeber konnte N. Krause den Ball hoch über den Torwart zum 0:2 einnetzen. So ging man mit einem souveränen 2:0 in die Kabine zur Halbzeitpause. Hier merkte man beiden Trainern und den Spielern an, dass man hochzufrieden mit den ersten 45 Minuten war. Für die zweite Halbzeit nahm man sich vor, diese Leistung heute endlich mal über 90 Minuten auf den Platz bringen, nichts anbrennen zu lassen, weiterhin konzentriert Chancen zu erarbeiten und hinten sicher zu stehen.

 

  

 

  

 

Gesagt, getan. Kurz nach Wiederanpfiff brachte eine Ecke schon die vermeintliche Vorentscheidung. E. Büttner brachte in der 49. Minute seinen Eckball scharf und präzise auf den Kopf von Kapitän F. Müller der am langen Pfosten zum 0:3 für den WSV einnickte.

Im Anschluss flachte das Spiel dann allerdings etwas ab. Der WSV agierte nicht mehr so zwingend und man merkte den Spielern an, dass Sie nicht mehr die vollen 100 Prozent aufgrund des Spielstandes abriefen. Man ließ den Gastgebern aus Stauchitz in der Folge mehr Platz und so kam es nach einer Weile wie es kommen musste. Ein scharfer Ball in den Strafraum des WSV wurde unglücklich von einem Verteidiger mit dem Arm abgefälscht. Hier blieb dem sehr gut leitenden Schiedsrichter nichts Anderes übrig, als auf Elfmeter für Stauchitz zu entscheiden. In der 56. Minute gelang den Gastgebern so der 1:3 Anschlusstreffer durch einen präzise und scharf getretenen Strafstoß ins linke Eck. Hier hatte Gästetorhüter E. Kuschminder keine Chance den Ball abzuwehren.

Das war aber keinesfalls der Punkt an dem das Spiel kippte, sondern besonnten sich die Spieler des WSV wieder auf Ihre Stärken und schärften Ihre Sinne erneut. Nun wurde wieder munter nach vorn gespielt und man gab den Gastgebern keinen Anlass zu glauben, dieses Spiel noch einmal spannend gestalten zu können. Im Gegenteil, in der 69. Minute wurde die Führung weiter ausgebaut,als der gerade eingewechselte R. Schütze den Ball mustergültig per Kopf dem startenden P. Mayer in den Lauf legte. Dieser ließ seinen Gegenspieler gekonnt aussteigen und setzte die Kugel überlegt ins lange Eck zum 1:4.

Vorher ließen de Schultz, Krause und Exner noch beste Chancen ungenutzt. R. Schütze wusste sich hier nach seiner Einwechslung besser in Szene zu setzen. Nachdem er bereits einen Treffer vorbereitet hat, kam er nun in seinem 1. Pflichtspiel für die Erste nach einer schönen Vorarbeit über P. Mayer und E. Büttner selber noch zu seinem verdienten Tor in der 82. Minute. Das war gleichzeitig auch das Endergebnis.

Die Gäste ließen an diesem Sonntag einfach nichts anbrennen. Mal abgesehen von dem Elfmeter hatte Stauchitz keinen nennenswerten Abschluss in den 90 Minuten zu verbuchen. Und der WSV bewies, dass man tolles Kombinationsspiel auch mit vielen Toren und 3 Punkten belohnen kann, wenn alle als Mannschaft füreinander arbeiten und konzentriert zu Werke gehen.

Coach Klemm sagte sichtlich zufrieden nach dem Spiel: "Meine Mannschaft hat heute sehr viel richtig gemacht und dieses Mal haben wir unsere Chancen auch genutzt. Wir waren heute klar überlegen und haben alles umgesetzt, was wir uns vorher vorgenommen haben. Hier muss ich ein großes Lob an meine Jungs aussprechen, das war die richtige Reaktion nach dem misslungenen Spiel letzte Woche gegen Borna. So kann es gern weitergehen." 

Am Samstag den 29.09.2018 um 15 Uhr steht schon der nächste Knaller an. Auf dem heimischen Grün in Gauernitz erwartet man den ungeschlagenen Tabellenführer aus Merschwitz. Die Jungs des WSV sind heiß und wollen weiter Boden auf die Tabellenspitze gut machen. Wir bedanken uns bei allen mitgereisten Fans und freuen uns auf zahlreiche Unterstützung beim nächsten Punktspiel. (FdS)

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Exner, Alschner, Hengst, Pietzsch

Mittelfeld: Müller, Freund, Büttner

Sturm: de Schultz (69. Hiller), Krause (62. Schütze), Mayer

 

 

 

 

So., 16.09.2018

Zum Heimspiel am Samstag empfing die Erste Mannschaft die Gäste des SV Borna. Aufgrund des starken Saisonstarts der Gäste war man vor dem Spiel gewarnt, mit einem 3-5-2-System wollte die Mannschaft ein Übergewicht im Mittelfeld erzielen und die gegnerischen Angriffe bereits früh stören. Selbst sollte aus dieser kompakten Formation heraus das Spiel breit gestaltet und über die Außenbahn für Gefahr gesorgt werden.

Dies gelang den Klemm-Schützlingen in den ersten Minuten sehr gut, man kontrollierte das Spiel und erarbeitete sich einige Chancen. Eine dieser verwandelte N. Krause in der 9. Min mustergültig ins linke untere Eck, als er in typischer Mittelstürmer-Manier im Sechzehner goldrichtig stand.

Danach verflachte aber das Spiel der Gastgeber, die Angriffe wurden nicht konsequent zu Ende gespielt, einfache Bälle kamen nicht mehr beim Mitspieler an oder konnten nicht kontrolliert werden. Durch diese Unsicherheiten entstand eine gewisse Unruhe auf dem Platz. Borna kam dadurch nun besser in die Partie, sodass sich das Spielgeschehen zwischen den Strafräumen akklimatisierte. Die Weistropper behielten zwar optisch die Oberhand, konnten aber keine zwingenden Akzente setzen.

Kurz vor der Pause, und damit zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt, dann der Doppelschlag der Gäste. Nach einer Ecke der Bornaer klärte die Hintermannschaft des WSV nicht konsequent genug, sodass der Nachschuss von T. Mayer den Weg auf das Tor fand. Kuschminder im Tor des WSV sah bei dem Schuss unglücklich aus, der Ball kullerte durch die Beine des Torhüters ins Tor. 

Direkt nach Wiederanpfiff dann die nächste Unachtsamkeit des WSV im Spielaufbau. Nach einem Fehlpass von P. Mayer in Höhe des Mittelkreises ging es ganz schnell. Die Gäste spielten den Ball auf die linke Außenbahn, der Bornaer konnte seinen Schnelligkeitsvorteil ausnutzen und in Richtung Strafraum ziehen. Dort spielte er den Ball überlegt auf Höhe des 5-ers, von wo aus T. Heinrich unbedrängt ins leere Tor einschieben konnte.

So ging man aus Sicht des WSV mit hängenden und ratlosen Gesichtern und einem Rückstand in die Pause. Die taktische Formation wurde dann auf ein 4-4-2 umgestellt sowie auch personell verändert. Es war noch nichts verloren, hatte man doch auch in den vergangenen Spielen stets eine tolle Moral bewiesen und sich wieder zurück gekämpft.

 

          

 

         

 

In den ersten Minuten merkte man den Spielern auch den Willen an, dieses Spiel noch positiv zu gestalten. Man spielte wieder sicher und schnell über die Außen und erarbeitete sich Chance um Chance. 

Nach 60 Min fiel dann auch der bis dato verdiente Ausgleich. C. Ulbricht fasste sich nach einer abgewehrten Ecke ein Herz und erzielte mit einem schönen Drehschuss in den Winkel das 2:2.

Danach spielten die Gastgeber weiter nach vorne und auf den Siegtreffer. Doch das große Manko am heutigen Spieltag war die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und ein gegnerischer Torwart, der mit einigen Glanzparaden die Spieler des WSV zur Weißglut trieb. Allein F. de Schultz scheiterte mit drei Großchancen am Torhüter, ein Fernschuss von P. Freund klatschte nur an die Latte. 

Und so kam es, wie es kommen musste: Machst du vorne die Dinger nicht rein, wirst du hinten bestraft. Nach einem erneut schnell vorgetragenen Konter über die linke Seite der Gäste, stand in der Mitte wieder T. Mayer goldrichtig und konnte die Kugel in der 75. Min zur erneuten Führung der Gäste versenken.

Die Gastgeber waren sichtlich geschockt und fielen aus dem angestrebten Konzept. Man versuchte es nun mit hohen Bällen, jedoch waren diese für die Abwehr des SV Borna ein leichtes Spiel. Der WSV konnte keinen Druck aufbauen und kam auch nicht mehr zu einer wirklich gefährlichen Torchance. So plätscherten die letzten Minute ohne nennenswerte Vorkommnisse dahin, am Ende stand die erste Saisonniederlage für den WSV.

Die Spieler waren sichtlich enttäuscht über die Niederlage, vor allem aber das Wie ist ernüchternd, wollte man doch unbedingt vermeiden, den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren.

Coach Klemm sprach nach dem Spiel: "Leider haben wir das Spiel ausschließlich selbst verschuldet und im kollektiv verloren. Wenn der Gegner vier und wir ungefähr 20 Chancen haben, muss man auch festhalten, dass die Gäste cleverer, effizienter und glücklicher waren als wir. Nach so einem Spiel kann man natürlich nicht gerade von einem gelungenen Start in die Saison sprechen. Wir müssen es jetzt einfach schaffen, das Spiel abzuhaken und nach vorn zu schauen. Nach vier gespielten Spielen ist noch genug Zeit, um das Ruder herumzureißen und am Ende mit oben dabei zu sein. Dafür müssen wir hart arbeiten, gerade im Training wieder eine andere Einstellung und härtere Mentalität an den Tag legen. Hier ist natürlich auch jeder Spieler selbst mit verantwortlich. Aber zusammen, als ein Team, schaffen wir das. Davon bin ich überzeugt." 

Nächstes Wochenende geht es für die Erste auf eine lange Auswärtsreise zum Aufsteiger nach Stauchitz. Anpfiff ist Sonntag, 23.09.2018 um 14:00 Uhr. (FdS/PM)

 

Aufstellung:

Tor: Kuschminder 

 

Abwehr: Hengst, Alschner, Hiller (88. Schiffer)

 

Mittelfeld: de Schultz, Freund, Müller, Ulbricht, Mayer (46. Ladwig)

 

Sturm: Krause (66. Pietzsch), Büttner

 

 

Mo., 10.09.2018

 

Am letzten Samstag stand für unsere 1. Mannschaft das erste Pokalspiel in der Ausscheidungsrunde im Kreispokal Meißen auf dem Programm.

Bei bestem Fußballwetter standen Trainer C. Klemm 15 Spieler zur Verfügung. Das Spiel fand mit 15 Minuten Verspätung statt, da sich die Trikots der Gäste vom FSV Wacker Zehren farblich zu sehr der des WSV ähnelten. Leider ist die Spielstätte in Weistropp aufgrund des heißen trockenen Sommers noch nicht wieder bespielbar, sodass wieder in Gauernitz gespielt wurde.

 

Die Heimmannschaft hatte sich viel vorgenommen und wollte die höherklassigen Gäste natürlich in diesem Spiel ärgern. Vom Anpfiff weg wurde das auch den Zuschauern schnell klar, denn der WSV übernahm eindeutig die Kontrolle über das Spielgeschehen. Man hielt den Ball gut in den eigenen Reihen und wenn die Gäste den Ball hatten, versuchte man Ihnen sofort auf den Füßen zu stehen, sodass man sich die Kugel schnell wieder erarbeiten konnte.

 

Nach nur 5 Minuten fiel bereits das erste und zugleich auch schönste Tor der Partie. Nach einigen Pässen im Mittelfeld wurde der Ball auf den rechten Flügel befördert. Von dort aus kam die Flanke weit in den Sechzehner über Wacker-Torwart Franke hinweg. T. Hiersemann legte den Ball clever per Kopf auf den Elfmeterpunkt zurück und C. Ulbricht verwandelte volley mustergültig zur 1:0-Führung für die Gastgeber. Auch in den folgenden Minuten des Spiels merkte man, dass die Gäste aus Zehren heute nicht auf der Höhe schienen. Natürlich registrierten das die Hausherren und versuchten Ihrerseits, weiter munter nach vorn zu spielen um auch hinten nichts anbrennen zu lassen.

 

Die Spieler des WSV wurden von Ihrem Trainer auch super auf das Spiel vorbereitet. Man wusste, dass die Gäste aus Zehren oft eine sehr körperbetonte Gangart an den Tag legen um den Gegner zu zermürben. An diesem Tag aber hielten die Gastgeber körperlich sehr gut dagegen und so merkte man einigen Spielern der Gäste auch deren Verzweiflung an.

 

Nach der Anfangsviertelstunde folgte dann die beste Phase des WSV. Man hielt Zehren vom eigenen Strafraum so gut wie möglich fern. Wenn die Gäste mal vor das Tor der Weistropper kamen, waren die Abschlüsse allerdings auch zu ungenau. Der WSV selbst konzentrierte sich in der restlichen halben Stunde der ersten Halbzeit immer mehr auf sein eigenes Spiel und wollte mit schnellen, gefährlichen Angriffen über die Außenbahnen erneut zum Torerfolg kommen.

 

In der 20. Min wurde E. Büttner auf dem rechten Flügel bedient und flankte den Ball scharf und flach in den Strafraum. Dort warteten zwei Weistropper Stürmer auf den Ball, doch diese mussten nicht eingreifen, da ein Spieler aus Zehren die scharfe Hereingabe unglücklich ins eigene Tor zum 2:0 lenkte.

 

Es dauerte nicht lange bis zu den nächsten Toren. In der 29. Min hat die komplette Hintermannschaft von Zehren kollektiv geschlafen, als E. Büttner einen langen Einwurf auf Höhe der Mittelinie weit in den Lauf von C. Ulbricht warf. Dieser konnte ohne wirkliche Gegenwehr den herauseilenden Torwart mit seinem 2. Tor des Tages zum 3:0 überlupfen.

 

Bereits mit der nächsten Aktion wurde der WSV wieder belohnt. Nach dem fälligen Anstoß nach dem Tor eroberten sich die Gastgeber schnell den Ball und spielten N. Krause an der Strafraumkannte der Gäste an. Dieser schloß humorlos ab und verwandelte den Ball im kurzen Eck zum 4:0 in der 30. Spielminute.

 

Den Gästen aus Zehren war nun die Unzufriedenheit deutlich anzumerken. Zum einen waren Sie mit Ihrer eigenen Leistung nicht wirklich zufrieden, zum anderen waren Sie auch genervt von der Tatsache, dass der WSV, meist im Rahmen des erlaubten, körperlich so viel entgegenzusetzen hatte. Bis zur Halbzeit versuchten die Gastgeber noch den ein oder anderen Nadelstich nach vorn zu setzen, aber mit einem 4:0 im Rücken marschierten nun nicht mehr alle Spieler bei jedem Angriff zwingend mit in die gegnerische Hälfte. So ging es ohne weitere Tore in die Pause.

 

   

 

              

 

In der zweiten Halbzeit gab es für die zahlreichen Zuschauer noch viel zu sehen. Allerdings handelte es sich hier dann mehr um Frustreaktionen als um ein Torspektakel. Sofort fiel den Zuschauern auf, dass ab der 46. Min nun C. Ulbricht, Doppeltorschütze aus dem ersten Durchgang, im Tor der Gastgeber stand, da die gesetzte Nummer 1 E. Kuschminder mit einer leichten Knöchelverletzung nicht weiterspielen konnte.

 

In der 52. Min dezimierten sich die Gastgeber aus Weistropp, als T. Hiersemann etwas zu hart den Gegenspieler zu Fall brachte und vom Schiedsrichter die Ampelkarte gezeigt bekam, nachdem er in Halbzeit 1 bereits verwarnt wurde. Danach wurde der WSV etwas passiver und versuchte in Unterzahl den Vorsprung aus der 1. Halbzeit zu verwalten. Das Spiel verlor an Attraktivität, jedoch nicht an Intensität. Mit dem verstreichen der Minuten ohne Torerfolg wurde die Spielweise der Gäste aus Zehren immer ruppiger.

 

In der 62. Minute fiel dann der 4:1 Anschlusstreffer durch einen Elfmeter für die Gäste. In der Folge verpufften aber alle Angriffe der Gäste doch sehr frühzeitig oder wurden konsequent vom WSV geklärt. Dadurch keimte bei den Spielern der Gäste aus Zehren keine wirkliche Hoffnung mehr auf, das Spiel noch drehen zu können.

 

Gänzlich unschön wurde es dann aber leider in den letzten 15 Minuten. Obwohl das Spiel gelaufen war, nahmen die Nickligkeiten noch zu. Die Gäste fingen nun an aus Frust über das Spiel unnötig hart in Zweikämpfen zu Werke zu gehen. So waren einige Spieler des WSV später froh, ohne größere Blessuren nach Hause fahren zu dürfen. Durch eine gelb-rote Karte in der 80. Minute und eine glatte rote Karte in der 82. Minute drehte sich nun auch die Unterzahl um. Leider muss man hier noch sagen, dass der Kapitän der Gäste in diesem Spiel keineswegs seiner Vorbildrolle gerecht wurde. Er fiel eher durch ständiges Nachtreten, Meckern mit dem Schiedsrichter und Anstacheln seiner Mitspieler auf. Wir hoffen, dass es bei dem Sportfreund ein Ausrutscher an diesem Pokalnachmittag gewesen ist und gehen davon aus, dass er über sein Verhalten nachgedacht und zu dem Entschluss gekommen ist, dass er sich an dem Tag nicht immer korrekt verhalten hat.

 

Aus der nun gewonnenen Überzahl konnten die Weistropper leider kein Kapital mehr schlagen, weil die sich ergebenden Konter zu schlampig zu Ende gespielt wurden. Am Ende hieß es nun also verdient 4:1 für die Gastgeber, da die Gäste aus Zehren dem Spiel des WSV nicht genügend entgegenzusetzen hatten.

 

Coach Klemm fand kurz nach dem Spiel nur lobende Worte: "Ich bin heute sehr glücklich mit der Leistung meiner Mannschaft. Man hat gesehen, dass Sie den Kampf angenommen haben und sich jeder für den anderen verausgabt hat. Nun freuen wir uns alle über den Sieg und auf die Nächste Runde. Außerdem muss ich meiner Mannschaft ein Lob aussprechen, dass Sie trotz der hitzigen Stimmung bis zum Schluss ruhig geblieben ist und konzentriert Ihr Spiel gespielt hat. Jetzt gilt es den Schwung mitzunehmen für das nächste Heimspiel in der Liga."

 

Nun lassen wir uns überraschen, gegen welche Mannschaft wir in der nächsten Pokalrunde spielen und freuen uns schon auf den nächsten Pokalfight. Vielen Dank an die zahlreichen Gäste der Heim- und Gastmannschaft für eine ansprechende Atmosphäre. Wir hoffen, dass zum nächsten Punktspiel am Samstag den 15.09. auch wieder viele Zuschauer den Weg nach Gauernitz finden. Es wird mit Sicherheit ein attraktives und schweres Spiel werden, da die Gäste aus Borna mit 3 Siegen und ohne Gegentor perfekt in die Saison gestartet sind. (FdS)

 

 

Aufstellung:

 

Tor: Kuschminder (46. Rentzsch)

 

Abwehr: Pietzsch, Rothe, Freund, Exner (54. Alschner)

 

Mittelfeld: Müller, Ulbricht, Büttner

 

Sturm: de Schultz, Krause (76. Schiffer), Hiersemann

 

   
   
Metallschlosserei Lehmann
   
   
© Weistropper SV