Saison 2021/2022

Montag, 26.07.2021

Am Samstag den 24.07.2021 stand das erste Heimspiel der Vorbereitung auf dem Plan. Dabei empfing man die 2. Mannschaft der SG Motor Wilsdruff in der heimischen Spielstätte in Weistropp.

Nach dem guten Auftritt von letzter Woche wollte man auch dieses Spiel wieder nutzen, um unter Wettkampfbedingungen einige Dinge zu testen und Automatismen in die Mannschaft zu bekommen.

Wie schon in der vergangenen Woche fehlten allerdings zahlreiche Spieler aufgrund von Urlaubszeit und Verletzungen. So musste das Trainergespann Mark/Müller unter anderem auf Woiterski, Ladwig, Freund, Krause, Schmieder, Pietzsch und Kretzschmar verzichten und deswegen wieder auf einige Spieler aus der eigenen Reserve zurückgreifen. Dadurch wurde das Team im Vergleich zur Vorwoche wieder so wild durchgemischt, dass nur fünf Spieler aus der Vorwoche auf Ihren Positionen erneut starteten.

Bei doch sehr schwülem Wetter und drückenden Temperaturen wurde das Spiel pünktlich um 11 Uhr angepfiffen. Wie bereits letzte Woche merkte man der WSV-Elf die vielen Spielerwechsel an und es machte sich in den ersten zehn Minuten sehr viel Unsicherheit breit. Im Gegensatz zum Spiel in der Vorwoche konnte der Gegner aber dieses Mal Kapital daraus schlagen und ging schnell mit 0:2 in Führung.

In der 5. Minute fand eine flache Hereingabe von Rechtsaußen den blanken Mitspieler im Rückraum, der nur noch gezielt einnetzen musste, während alle WSV-Spieler nur Augen für den Ball hatten und sich kollektiv zu weit zum Tor zurückfallen ließen. Lediglich eine Minute später ging es wieder über rechts. Nicht konsequent attackiert zog ein Wilsdruffer Spieler von rechts in die Box und überlupfte mit einer Schussflanke unseren Torhüter Kuschminder zum 0:2 ins lange Eck. Aber selbst wenn der Ball als Flanke gekommen wäre, hätte ein Stürmer am zweiten Pfosten unbedrängt bereitgestanden.

So richtig schütteln und sammeln konnte man sich nach dem schnellen Rückstand aber nicht. Immer wieder wurden leichte Flachpässe zu ungenau gespielt und vom Gegner abgefangen. Auch von der Körpersprache und der Gedankenschnelligkeit her war man in der Anfangsviertelstunde dem Gegner deutlich unterlegen und lief teils nur hinterher. Dann die nächste Hiobsbotschaft für den WSV, als Fröhlich bereits in der 15. Minute mit Schwindel und Unwohlsein ausgewechselt werden musste, aber kurz nach dem Spiel gab es bereits Entwarnung von seiner Seite aus.

Nach 20 Minuten fing sich die Heimmannschaft etwas und konnte nun teilweise mehr für Entlastung sorgen. Nach Ballgewinnen in und um den eigenen Sechzehner, versuchte der WSV das Spielfeld schnell zu überbrücken und tauchte nun auch mit eigenen Chancen vor dem gegnerischen Torhüter auf. Hiersemann und Kapitän Mayer, beide im Vergleich zur letzten Woche neu dabei, waren aber noch etwas zu hastig mit Ihren Abschlüssen und so verpufften die ersten Chancen. Man hielt aber nun besser mit. Wilsdruff hatte immer noch mehr Spielanteile und Ballbesitz, konnte sich aber im letzten Drittel nicht mehr so einfach durchsetzen wie in der ersten Viertelstunde.

Der nächste Nackenschlag dann nach 30 Minuten. Wieder ging es über die rechte Wilsdruffer Seite. Nach einem Einwurf konnte man sich recht ungestört den Ball zwei bis dreimal hin und her spielen, bis die Flanke erfolgte. In der Mitte stieg dann der Stürmer höher als unsere Abwehrkette und konnte den Ball zum 0:3 einnicken. Danach versuchte die Heimmannschaft zwar nun mehr in die Offensive zu investieren, aber die Abschlüsse blieben weiterhin blass. In der 40. Minute legte de Schultz zurück auf Mayer, doch dessen Schuss ging doch 1 bis 2 Meter flach am langen Pfosten vorbei. So ging es mit einem 0:3 in die Halbzeitpause.

       

Zu Beginn der zweiten Halbzeit stellten die Trainer in Absprache mit den Spielern die Formation etwas um, mit dem Ziel mehr Druck nach vorn zu erzeugen. Auch die Gäste aus Wilsdruff nahmen einige Wechsel vor und so entwickelte sich wieder ein vorsichtiges Abtasten beider Mannschaften.

Der WSV konnte aber mehr Nadelstiche nach vorn setzen. Kaum probierte man aber sich offensiver auszurichten, bekam man auch schon ganz schnell die nächste kalte Dusche vom Gegner. Ein strammer Schuss aus gut 35 Metern Torentfernung setzte so tückisch vor Kuschminder auf, dass dieser Ihn nicht mehr abwehren konnte. Somit stand es nach 51 Minuten schon 0:4.

Die Wilsdruffer behielten auch weiterhin die Oberhand beim Ballbesitz und ließen hinten nur wenig zu. Und so fiel die endgültige Vorentscheidung dann bereits in der 64. Minute. Die Gäste kombinierten sich über mehrere Stationen flach durch die WSV-Hälfte und schoben locker zum 0:5 ein.

Danach schalteten die Gäste einen Gang zurück und für den WSV ergaben sich mehr Räume. Man konnte sich nun öfter aus der eigenen Hälfte befreien und hatte selbst längere ansehnliche Ballstafetten welche zu Torchancen führten. In der 66. Minute wurde der Ball 25 Meter vor dem Tor auf de Schultz abgelegt, aber dessen Schuss fand nur die Latte und der Ehrentreffer blieb weiterhin verwehrt.

Neun Minuten später fiel der Treffer aber dann doch noch. Hiersemann wurde mit einem langen Ball auf die Reise geschickt, setzte sich im Laufduell gegen Gegenspieler und gegnerischen Torwart durch und schob den Ball im Fallen zum 1:5-Anschlusstreffer ein. In der Folge merkte man beiden Teams an, schon ordentlich Körner gelassen zu haben und so neutralisierten sich beide Teams weitgehend im Mittelfeld. Die WSV Defensive stand stabiler und so bleib es bis zum Ende beim 1:5 für die Gäste.

"Eine verdiente Niederlage gegen einen starken Gegner. Auch wenn wir in der Abwehr viel neues probiert haben, waren wir generell in den Zweikämpfen nicht energisch genug. Nach vorne fehlte heute auch mehr als nur bißchen Glück. Dennoch haben wir neue Erkenntnisse gewonnen und freuen uns, so stark von unserer zweiten Mannschaft unterstützt zu werden. Durch die Urlaubssaison und Verletzungen fehlten einige Spieler. Danke an Wilsdruff für das gelungene Testspiel."

Für die Mannschaft von Mark/Müller ist noch viel Arbeit zu tun bis zum Saisonstart. Aber momentan holt sich jeder nach der langen Pause so langsam seine Kondition zurück und versucht sich auf seine Mitspieler einzustellen. Sobald die Jungs nach der Urlaubszeit alle wieder regelmäßiger da sind, wird auch  weniger rotiert werden und das Verständnis für den Nebenmann wird nach und nach zurückkommen.

Nächstes Wochenende steht bereits das nächste Testspiel an. Am Sonntag den 01.08.2021 spielt der WSV bereits 10 Uhr früh wieder zu Hause gegen die SG Motor Trachenberge. Wir bedanken uns bei allen Fans für Ihr Kommen und hoffen euch auch beim nächsten Spiel wieder begrüßen zu dürfen. (FdS)

 

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Horn (46. Beyer), Kroschwald, Hiller, Martin

Mittelfeld: Böhme, Fröhlich (15. Bechler), de Schultz, Rost

Angriff: Mayer, Hiersemann

 

Freitag, 23.07.2021


Nach 8 langen Monaten ohne Spiel ist die erste Mannschaft des WSV endlich wieder zurück auf dem Feld. Wie bereits letztens im Vorbericht erwähnt, hat sich Christian Klemm aus beruflichen Gründen zurückgezogen und den Platz für Alexander Mark und Franz "Mullei" Müller frei gemacht.

Nachdem beim WSV nun schon einige Wochen wieder trainiert wird, stand am letzten Sonntag nun endlich das erste Testspiel der Saisonvorbereitung auf dem Programm. Dabei stand mit einem Auswärtsspiel bei der 2. Mannschaft des TSV Cossebaude gleich ein echtes Brett auf dem Plan, weil man auch aufgrund des nachgeholten Junggesellenabschieds von unserem Stürmer Nick Krause-Schwarzenberg auf gleich fünf potenzielle Stammspieler verzichten mussten. Aber es war auch die Chance, den Jungs aus der zweiten Reihe Spielzeit zu geben und sich bei den Trainern für weitere Einsätze anzubieten.

Pünktlich um 11 Uhr wurde das Spiel bei schönstem Sonnenschein angepfiffen. Der Cossebauder Rasen war gepflegt wie ein Teppich und auch ca. 100 Zuschauer fanden den Weg zum Derby.

Es ging gleich gefährlich los. Nach zwei Minuten hätte es schon 1:0 für den Gastgeber stehen können, weil die doch komplett neu zusammengewürfelte Weistropper Defensive in den ersten Minuten etwas wild unterwegs war und die Hausherren eine Direktabnahme nur knapp am rechten Pfosten vorbei setzten. Fast das selbe Bild nach acht Minuten. Bei einem schönen Angriff des TSV hatte der Stürmer aber zu viel Zeit zum Denken und setzte den Ball links vorbei.

So entwickelte sich das Spiel doch recht einseitig. Der WSV konzentrierte sich mit Mann und Maus aufs Verteidigen und versuchte nach Balleroberung schnell das Feld zu überbrücken, während der TSV die Spielkontrolle inne hatte. In der 16. Minute dann die erste gefährliche Aktion für den WSV und zeitgleich was aus dem Kuriositätenkabinett. Woiterski setzte den Torwart per Pressing unter Druck und wurde von ihm mit dem Ball am Kopf getroffen, sodass dieser fast den Weg zum 0:1 ins Tor fand.

Bis zur 25. Minute kreierte die Heimelf nun Chance um Chance, doch der WSV-Schlussmann Kuschminder war wieder glänzend aufgelegt und die daraus resultierenden Ecken wurden gut und sicher von der Hintermannschaft geklärt.

In der 26. Minute dann mal wieder Gefahr auf der anderen Seite. Nach einem Fehlpass von Cossebaude tauchte Kretzschmar allein vorm Hüter auf, entschied sich aber für den Querpass statt selbst zu schiessen und so konnte der Keeper den Ball mit einem langem Arm noch entschärfen.

Bis zur 40. Minute drückte dann erneut fast durchgehend nur die Heimmannschaft, doch Kuschminder parierte gute Chancen am Fließband und zeigte sich hier bereits in hervorragender Frühform. In der 45. Minute rächten sich die vielen ausgelassenen Chancen beinahe. De Schultz brachte einen Freistoß von der rechten Seite scharf in den Sechzehner, wo Rost den Ball wuchtig an den Pfosten köpfte. So ging es mit einem sehr munteren 0:0 in die Pause.



In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit spielte sich aufgrund einiger Wechsel erst einmal viel im Mittelfeld ab. Cossebaude hatte mehr Ballkontrolle, ohne aber Kapital schlagen zu können, da die Weistropper Defensive von Minute zu Minute stabiler wirkte.

In der 65. Minute dann fast aus dem Nichts das 0:1 für den WSV. Nach einem Freistoß von Cossebaude, welcher an die Latte klatschte, konterte man und schickte Kretzschmar auf die Reise. Der wiederum setzte sich gegen drei zu passive Gegenspieler durch und lupfte den Ball zur Führung ein. Somit war der Spielverlauf erst einmal auf den Kopf gestellt.

Aber die Freude währte nur wenige Minuten. Nach einer weiteren Angriffswelle des TSV brachte eine Ecke den Ausgleich in der 76. Spielminute. Die Abwehr unterschätzte den Ball und der gegnerische Stürmer brauchte am zweiten Pfosten nur noch den Kopf hinhalten.

In der 78. Minute ein weiterer Nackenschlag. Ladwig blieb bei einem offensiven Zweikampf unglücklich an seinem Gegenspieler hängen und überdehnte das Knie. Es ging nicht weiter und er musste mit einer Trage vom Feld gebracht werden. Anschließend wurde "Ladi" ins Krankenhaus nach Dresden gebracht. Wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung. Weitere Updates zur Schwere seiner Verletzung stehen noch aus.

Die letzten zehn Minuten ging es dann munter hinterher, doch der Ball zappelte nicht mehr im Netz. Somit endete das Spiel mit 1:1, was aufgrund der Personalsituation an diesem Tag definitiv als Erfolg zu werten ist. Insgesamt betrachtet war es ein sehr ansehnlicher Kick von beiden Teams und ein super Start für den WSV in die neue Saison.

Die Trainer waren nach dem Spiel leider für keine Stellungnahme erreichbar, da man von 12:45 Uhr bis 16:30 Uhr bei kühlem Fassbier mit Fans und Spielern beider Mannschaften in regen Fachgesprächen vertieft war.

Wir wünschen den Cossebaudern eine gute Saison und bedanken uns bei allen Zuschauern für Ihr Erscheinen.

Am Samstag den 24.07. geht es bereits weiter. Der WSV empfängt um 11 Uhr die Reserve der SG Motor Wilsdruff auf dem heimischen Grün. Wir hoffen auch hier auf viele Zuschauer und haben das Bier bereits kaltgestellt. (FdS)


Aufstellung

Tor: Kuschminder

Abwehr: Ladwig (78. Wagner), Hengst, Martin (46. Rothe), Hanzelka

Mittelfeld: Fleischer, Böhme, de Schultz, Rost

Sturm: Woiterski, Kretzschmar

 

   
Raumaustatter Kretschmar
   
Metallschlosserei Lehmann
   
Dachdeckermeister Hanisch
   
© Weistropper SV