Montag, 20.06.2022

Am Samstag den 18.06. stand für den WSV das letzte Heimspiel der Saison an. Weil man in den letzten Wochen aufgrund von schlechten Spielen doch einige Punkte liegen gelassen hat und es bisher nicht ganz sicher ist ob ein, zwei oder drei Mannschaften absteigen, war man trotz Platz sieben in der Liga gegen den SV Deutschenbora gefragt. Denn in der Tabelle sind alle Mannschaften sehr eng zusammengerückt und die Gäste aus Deutschenbora kamen immerhin mit einer Serie von fünf ungeschlagenen Spielen nach Weistropp. Der Kader im WSV-Team war trotz ein paar Ausfälle gut und breit bestückt und so wollte man im Gegensatz zu den letzten Wochen nicht mehr mit „Kick and Rush“, sondern aus einer sicheren und ruhigen Abwehr mit Kombinationsfußball überzeugen.

Bei weit über 30 Grad und drückender Sonne wurde das Spiel vom Unparteiischen pünktlich um 15 Uhr angepfiffen. Der in weiß spielende WSV übernahm gleich mal das Heft des Handelns und hatte in der 2. Minute direkt eine hochkarätige Chance. Auf links setzte sich Woiterski gut durch, sprintete bis zur Grundlinie und flankte vor das Tor. Den halbhohen Ball konnte Rehn leider nicht ganz verarbeiten und sein Abschluss ging knapp am Tor vorbei.

Danach ging es etwas ruhiger zu was die Chancen angeht, aber die Weistropper hatten hier weiterhin die volle Kontrolle über das Spiel. Man hielt den Ball ordentlich in den eigenen Reihen und suchte über die schnellen Außenspieler immer wieder die Lücken beim Gegner. Wenn Deutschenbora selbst in Ballbesitz war und nach vorn spielte, stellte sich der WSV körperlich robust, aber fair und handlungsschnell dagegen. All diese Eigenschaften wie Robustheit, Handlungsschnelligkeit und Kombinationsspiel, welche man die letzten Wochen etwas vermissen ließ, waren heute da und so ließ man auch hinten in den ersten 30 Minuten überhaupt nichts zu.

Fehlten also nur noch die Tore vorn und die folgten dann ab der 30. Minute gleich per Doppelschlag. Hanzelka schickte Woiterski wieder lang über links. Er ließ sich auch von einem Foul nicht stoppen, blieb auf den Beinen und ging wieder in Richtung Grundlinie. Dieses mal kam seine Flanke besser und Rehn war wieder zur Stelle und netzte aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung ein.

Keine zwei Minuten später stoppte der WSV dann mit de Schultz einen Angriff von Deutschenbora kurz vorm Strafraum. De Schultz fasste sich ein Herz und sprintete über das Feld nach vorn wo Freund ihn perfekt in die Gasse bediente und er frei auf den Torwart zulaufen konnte, weil Ihn hier kein Gegner auf dem Zettel hatte. Nach einigen vergebenen Chancen in den letzten Wochen blieb er im 1 gegen 1 vor dem Torwart ruhig und legte den Ball flach rechts vorbei zur 2:0-Führung.

Weiterhin hatte die Heimmannschaft hier alles unter Kontrolle und ließ bis zur Halbzeit nichts mehr anbrennen. Heute nutzte man endlich mal eiskalt die Chancen und so erhöhte man noch vor der Pause. Ein Freistoß aus dem Halbfeld von Pietzsch sorgte für viel Unruhe im gegnerischen Strafraum und konnte nicht gut geklärt werden. Rehn fackelte in dem Durcheinander nicht lange und schob den Ball dann wieder aus kurzer Distanz zum 3:0 ein. Mit der komfortablen Führung ging es dann auch kurz danach in die Halbzeit.


In Halbzeit 1 hatte man heute alles umgesetzt was man sich vorgenommen hatte. Man spielte gut miteinander und bewegte sich und den Ball ordentlich trotz der hohen Temperaturen. Ohne Änderungen und Wechsel ging es dann in die zweite Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff war man aber zweimal nicht ganz aufmerksam. Erst hatte der Gegner eine gute Chance per Fernschuss und kurz darauf musste unser Torhüter Kuschminder sich bei einem schönen Freistoß aus 20 Metern ganz lang machen, um den Ball zu entschärfen.

Mitten in die Drangphase der Gäste schlug der WSV dann aber bei einem Konter eiskalt zu. Nach einem schnellen weiten Einwurf von Woiterski ging Kapitän Mayer die Linie lang, war schneller als sein Gegner und drang rechts in den Strafraum ein. Bei seinem Abschluss ins kurze Eck sah der gegnerische Torhüter etwas unglücklich aus, war aber unserem Kapitän bei seinem Tor zur 4:0 Vorentscheidung in der 49. Minute recht egal.

In der 55. Minute verlor der WSV dann im Aufbauspiel den Ball und mit der hohen Führung im Rücken, ließ man den Gegnern nun etwas mehr Platz, was sich fast rächte. Der frisch eingewechselte Stürmer der Gäste fasste sich aus 25 Metern ein Herz, aber sein guter Versuch klatschte nur an den rechten Außenpfosten. Sicher können sich alle noch erinnern was nach dem letzten guten Angriff der Gäste passierte.

So schlug der WSV auch hier nach der Chance von Deutschenbora im Gegenzug eiskalt zu. Ein schneller Ballgewinn im Mittelkreis leitete einen sauber ausgespielten Konter ein. Mayer fand Rehn auf der rechten Außenbahn, der windete sich um den Gegenspieler und brachte den Ball perfekt getimt in den Strafraum. Seine Flanke segelte knapp über den Hüter und landete beim schnell eingelaufenen Mayer, welcher nur noch den Kopf hinhalten musste und seinen Doppelpack schnürte. So stand es hier nach 58 Minuten 5:0 und man konnte bei den heißen Temperaturen einige Gänge zurückschalten.

 

Man ließ die Gäste in den letzten 30 Minuten nun aktiver am Spiel teilnehmen und schaltete selbst auf den Modus „Verwalten und Kontern“. In der 63. Minute kam Deutschenbora so wieder zu einer guten Chance. Die Abwehr verlor den Goalgetter Langner aus den Augen doch sein Kopfball nach maßgenauer Flanke fand wieder nur den Außenpfosten. In der 73. Minute steckte Mayer dann wieder auf Rehn durch, doch dieser zögerte einen Moment zu lang. Zwar erreichte er den Ball noch und umkurvte den Hüter doch der Winkel war zu spitz und so landete der Ball am Außennetz.

In der 79. Minute gelang dann noch der Ehrentreffer für die Gäste. Nach einer Ecke klärte de Schultz per Kopf. Der Ball kam relativ schnell zurück und die Abstimmung zwischen Ihm und Kuschminder ging schief, statt seinem Torhüter den Ball zu überlassen, klärte er erneut per Kopf und der Stürmer fand per Direktabnahme das Tor über den auf der Linie stehenden Hanzelka zum 5:1.

Danach kam von den Gästen nichts Gefährliches mehr. Der WSV hätte über zwei Konter durchaus noch erhöhen können. Erst scheiterte Woiterski am Torhüter nach einem schönen Pass von Mayer und 5 Minuten vor Schluss hatte unser Edeljoker Dummer die doppelte Chance sich in die Weistropper Geschichtsbücher zu schießen. Ein pass in die Tiefe konnte er noch am Hüter vorbeilegen, scheiterte aber anschließend an seinen Nerven.

Kurz darauf war er bei einer Ecke mitten im Getümmel und scheiterte leider erneut. Schade, dass hätte für einige Kisten Bier für die Mannschaft sorgen können. So gewann man am Ende aber verdient und souverän mit 5:1 und steigerte sich vor dem letzten Saisonspiel auf einen guten 5. Platz. Alle haben heute mal wieder Ihre Leistung abgerufen und gezeigt, was für ein Potential in der Mannschaft steckt, wenn man dran bleibt und sich auf guten Fußball konzentriert.

Nächste Woche steht dann einiges auf dem Programm. Von Freitag dem 24.06. bis Sonntag den 26.06. steht unser Vereinsfest zum 95-Jährigen Bestehen auf dem Plan. Und am Sonntag findet dann das letzte, aber recht bedeutungslose Punktspiel in Frauenhain auf dem Plan. Frauenhain steht bereits als erster Absteiger fest und der WSV befindet sich sicher im Niemandsland der Tabelle. Eine halbwegs nüchterne und stark durchgewürfelte Mannschaft wird man aber sicher aufbieten können.

Wir bedanken uns bei allen Zuschauern, die trotz des schönen Wetters den Sportplatz statt dem Schwimmbad wählten um uns zu unterstützen. Wir freuen uns natürlich auch, wenn wir euch nächste Woche zum Vereinsfest auf ein bis zwölf Bier alle begrüßen dürfen.

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Beyer (63. Rothe), Kunas, de Schultz, Hanzelka

Mittelfeld: Freund, Hengst, Mayer

Sturm: Pietzsch (79. Dummer), Rehn, Woiterski

 

   
FAM-Aufzugstechnik
   
Metallschlosserei Lehmann
   
Autoservice Turinsky
   
© Weistropper SV