Mo., 11.11.2019

Zum 8. Spiel der Saison empfingen die Weistropper Jungs die Mannschaft des SV Stauchitz 47. Die Anzeichen vor dem Spiel schienen aufgrund der Tabellenkonstellation recht klar, doch aufgrund einiger Absagen sowie angeschlagener Spieler auf Seiten des WSV musste die erste Elf etwas umgebaut werden. Mit Fröhlich, Müller und de Schultz fehlten wichtige Spieler, durch Krause und Mayer kehrten aber auch zwei Stützen zurück ins Team.

Die Weistropper spielten an diesem Wochenende im modischen Orange der späten 80er/frühen 90er, passend zum 30. Jahrestag des Mauerfalls. Bei nasskaltem Wetter wurde die Partie pünktlich angepfiffen. Von Beginn an versuchten die Hausherren, das Zepter des Handelns in die Hand zu nehmen. Allerdings merkte man, dass durch die Umstellung die Pass- und Laufwege noch nicht funktionierten. Stauchitz spielte es aber auch gut – so wurden die Räume eng gemacht und ab der Mittellinie konsequent verteidigt. Es entwickelte sich in den ersten 25 Minuten ein eher laues Spiel, bei dem der WSV zwar mehr Ballbesitz hatte, aber zu keinen zwingenden Aktionen kam. Einzig durch Hiersemann und Schmieder kam man zu ersten Torannäherungen. Auf der anderen Seite verbuchte Stauchitz zwei Möglichkeiten, die aber durch Kuschminder geklärt werden konnten.

In der 31. Minute erkämpfte sich Mayer dann am Halbkreis stark den Ball und presste nach vorne. Über rechts lief der Angriff in den gegnerischen Strafraum, wo Kroschwald den Ball flach zurück auf Mayer legte, welcher das Spielgerät in die Mitte brachte. Dort konnte sich Hiersemann mit etwas Glück und ganz viel Geschick gegen seine Mitspieler behaupten und den Ball zur Führung verwandeln.

Mit der Führung im Rücken spielte es sich für die Weistropper gleich einfacher, sodass man weiter nach vorn spielte. Nur zwei Minuten später schickte Hiller den durchstartenden Mayer, dieser kann den Ball kurz vor der Grundlinie erlaufen und sich im Zweikampf mit seinem Gegner behaupten. Sein Abschluss geht aber knapp am rechten Pfosten vorbei. Danach hatte Stauchitz zwei Ecken, welche aber für keine Gefahr sorgten und sichere Beute der Weistropper Hintermannschaft wurden.

Kurz vor der Halbzeit konterte die Heimelf noch einmal schnell nach vorn und wurde erneut belohnt. Schmieder konnte im 16er nur noch regelwidrig von den Beinen geholt werden. Krause übernahm Verantwortung und verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zur beruhigenden 2:0-Halbzeitführung.

         

         

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Zwar führte man sicher, dennoch war man mit der gezeigten Leistung nicht ganz zufrieden. So stellte man in der Halbzeit die Elf noch einmal um - Ladwig zog für Hiller in die IV, Hiller rückte eine Position nach vorn und übernahm die 6er-Rolle von Kroschwald, welcher auf die 10 vorrückte. Im Sturm wurde nach vier Pflichtspielen endlich mal wieder die Büffelherde von der Leine gelassen, da Schmieder nach hinten rutschte und Mayer auf seine angestammte Position vor durfte. Also keine Ergebnisverwaltung, sondern vielmehr der Sturm nach vorne war die Devise im zweiten Durchgang.

Dieses Vorhaben wurde perfekt umgesetzt, denn es waren nicht einmal 40 Sekunden gespielt, als der Ball zum 3:0 im Netz zappelte. Direkt nach Wiederanpfiff presste der WSV hoch an und zwang die Stauchitzer Abwehr zu einem Fehler. Kroschwald schaltete am schnellsten und passte direkt zu Mayer. Der Kapitän fasste sich aus knapp 17m ein Herz und schießt den Ball humorlos zur Vorentscheidung unter die Latte ins Tor.

Danach spielten die Weistropper ruhig und konzentriert weiter – einzig die Torabschlüsse waren heut ausbaufähig. Weitere, teils klare Chancen, wurden vergeben. So konnten sich Krause, Mayer, Hiersemann und Kroschwald für Ihren Einsatz nicht belohnen.

In der 64. Spielminute konnten die Zuschauer aber wieder jubeln. Über die linke Seite spielte sich der WSV klasse durch, den abschließenden Sahnepass von Hiller genau in die Gasse konnte Mayer mit einem gezielten Flachschuss in die lange Ecke zum 4:0 verwerten.

Im Anschluss wurde es etwas ruhiger und die Hausherren kontrollierten das Spiel, Ball und Gegner wurden laufen gelassen und für das eigene Gehäuse bestand, bis auf einen zaghaften Angriffsversuch der Gäste, keine Gefahr.

So konnte man selbst noch einmal jubeln, als Kroschwald in der 87. Spielminute stark nachsetzte und sich den Ball erobern konnte. Seine etwas missglückte Flanke wurde dennoch gefährlich, da im 16er Hiersemann mit seiner unermüdlichen Art und Weise den Gegner unter Druck setzte, den Ball am Torwart vorbeilegen und ins leere Tor vollenden konnte.

Kurz darauf war Schluss und der 8. Sieg im 8. Spiel verdientermaßen eingetütet. Bei besserer bzw. cleverer Ausnutzung der Chancen, hätte der Sieg auch deutlich höher ausfallen können. Dennoch waren nach dem Spiel alle über die drei Punkte sehr glücklich. Vielen Dank auch an die Zuschauer, welche sich bei den doch kühlen Temperaturen auf unseren Sportplatz verirrt haben.

Coach Klemm äußerte sich nach dem Spiel wie folgt: „Schön, mal wieder zu Null gespielt zu haben! Wobei wir dem Gegner das ganze Spiel lang keine wirkliche Chance zugestanden haben. Wir sind schon sehr hoch angelaufen und haben mit Ball dann sehr kontrolliert Ball und Gegner laufen lassen, ich glaub in Halbzeit zwei hatten wir 80 % Ballbesitz. Da hat es jeder Gegner schwer, zu bestehen. Das wir lange gebraucht haben, um in Führung zu gehen, hat etwas an den Nerven gezogen, aber dafür wurden die Tore zunehmend schöner herausgespielt. Hat also wieder großen Spaß gemacht, an der Seitenlinie zu stehen."

Am Samstag reisen dann die Weistropper erneut durch den Landkreis und sind beim Aufsteiger ESV Lok Riesa zu Gast. Alles wichtige zum Spiel erfahrt Ihr wie immer am Freitag. 

Bis dahin, bleibt sportlich!

 

Aufstellung:

TW: Kuschminder

Abwehr: Pietzsch, Exner, Hiller, Ladwig

Mittelfeld: Freund, Kroschwald, Mayer

Sturm: Krause (61. Rentzsch), Hiersemann, Schmieder (70. Fleischer)

 

 

   
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