Di., 03.03.2020

Weil das Topspiel um Platz 1 in der 1. Kreisklasse leider aufgrund der Platzgegebenheiten in Weistropp nicht stattfinden konnte, können wir hier keinen Bericht liefern.

Dafür haben wir uns am Sonntag, den 01.03.2020, auf die Reise nach Dresden gemacht ,um uns ein Bild von der 2. Mannschaft des WSV zu machen und Euch mit Neuigkeiten zu füttern.

Die 2. Mannschaft bestritt am Sonntag Ihr erstes Testspiel der Rückrunde auf dem Hartplatz der 2. Mannschaft des SV Sachsenwerk Dresden. Die Gastgeber sind immerhin auf dem 9. Platz in der Stadtliga C und somit ligatechnisch deutlich höher angesiedelt als die Reserve des WSV.

Pünktlich um 11 Uhr pfiff der gut leitende und bei einer sehr fairen Partie wenig geforderte Schiedsrichter Neubert, bei strahlend blauem Himmel, das Spiel an. Weil bei der 2. Mannschaft vom WSV einige Spieler aufgrund von Urlaub, Krankheit und privaten Pflichten nicht zur Verfügung standen, wurde das Team von zwei Spielern der Alten Herren und drei Spielern der 1. Mannschaft unterstützt, welche durch den Spielausfall von Samstag gern zur Hilfe bereit waren.

Von Anfang an hat man gesehen, dass die Heimmannschaft das Zepter in der Hand hatte und spielbestimmend auftrat. Die Gäste aus Weistropp taten sich anfangs noch etwas schwer mit dem Platz (einige Spieler wussten wahrscheinlich gar nicht mehr wie ein Hartplatz aussieht) und außerdem hatte man aufgrund der dezent zurückhaltenden Trainingsbeteiligung bis jetzt nur selten gemeinsam im Jahr 2020 an den Ball gekickt. Sachsenwerk spielte nach 5 Minuten Abtasten immer besser nach vorn. Man versuchte es aber zumeist mit langen Bällen, welche in den ersten 15 Minuten gut verteidigt werden konnte. Der WSV versuchte sich immer wieder hinten raus zu befreien und auch mal Druck nach vorn zu entwickeln, aber manchmal fehlte das Glück beim Pass in die Spitze und andere Male ging man zu zaghaft im Zweikampfverhalten zu Werke, sodass man deutlich weniger im Ballbesitz war als der Gegner und oftmals nur hinterherlief.

Ab der 15. Minute machte Sachsenwerk dann richtig Druck und ab da wirkte auch die Hintermannschaft der Gäste etwas unsortiert. Allein fehlendes Abschlussglück der Gastgeber und der gut agierende Winkler im Tor der Gäste sorgten dafür, dass das Spiel weiter 0:0 Stand. Innerhalb von kürzester Zeit feuerten die Spieler von Sachsenwerk einige gefährliche Torschüsse ab. 2 davon landeten am Pfosten und andere wurden gerade noch so zur Ecke abgefälscht. Über eine Führung von Sachsenwerk hätte sich nach 25 Minuten niemand beschweren dürfen. Der WSV fand aber langsam besser ins Spiel und verteidigte in der letzten Reihe mit viel Herzblut. Sicher gelang hier nicht alles makellos, aber die Jungs bemühten sich. Natürlich war das Spiel für einige sicher nicht einfach. Auch Wagner (dem Trainer der 2. Mannschaft des WSV) wird aufgefallen sein, dass bei einigen die Kondition nach 30 Minuten schon etwas nachließ und dadurch fehlte es auch an Konzentration und Zweikampfhärte. Das sind aber alles Dinge, die man im Training mit Leichtigkeit noch verbessern kann. Man muss betonen, dass die Stimmung in der Mannschaft trotzdem hervorragend war und es kein Gemecker, sondern nur gegenseitige Unterstützung gab.

In der 30. Minute wechselte Wagner dann dreifach um jeden mindestens 60 Minuten Spielzeit einzuräumen und die Defensive mit Tode und de Schultz etwas zu stabilisieren. Der Plan ging auf. In der letzten Viertelstunde der 1. Halbzeit nahm de Schultz (eigentlich Innenverteidiger der 1. Mannschaft) das Zepter in die Hand und gab seiner Viererkette um Martin, Woiterski und Böhme viele Kommandos um diese zu unterstützen und Ihnen zu helfen. Die Gastgeber kamen nun immer weniger zu guten Abschlussmöglichkeiten und die Defensive wirkte immer stabiler. Flache Hereingaben und Pässe wurden durch die nun verbessert stehende Verteidigung leichter abgefangen und auch hohe Hereingaben immer wieder geklärt. Die Zweikämpfe wurden angenommen und so brachte man relativ ungefährdet das 0:0 bis in die Halbzeitpause ohne allerdings weiterhin selber viel Druck nach vorn zu entwickeln.

Mit dem 0:0 zur Halbzeit war die Reserve des WSV aber sehr zufrieden, hatte man sich hier mit andauernder Spieldauer nun immer besser präsentiert.

In der zweiten Halbzeit ging es ähnlich weiter wie in den ersten 45 Minuten. Sachsenwerk drückte offensiv, doch der WSV hielt nun geschickt und kompakt als Einheit dagegen. Die Heimmannschaft konnte sich dadurch keine Großchancen zu Beginn der 2. Halbzeit kreieren. Man hielt weiterhin so gut wie möglich mit allen Mitteln dagegen, aber bei dem Druck, den die Heimmannschaft entwickelte, war es nur eine Frage der Zeit, bis es wieder gefährlich vor dem Tor werden würde. Der Knotenlöser dann in der 62. Minute. Ein Ball im eigenen Sechzehner des WSV kann nicht rigoros geklärt werden. So kommt de Schultz zu spät und kann trotz Pressschlag mit dem Stürmer den Einschlag zum 1:0 nicht mehr verhindern.

Das Gegentor wirkte aber nicht nur befreiend für die Heimmannschaft, sondern es schien fast so, als würde nun auch der WSV befreiter auftreten können. Immer öfter befreite man sich nun von hinten, spielte sich ansehnlich den Ball hin und her und versuchte über schnelle Konter noch etwas zu bewirken. Doch dann der nächste Rückschlag in der 67. Minute. Ein Klärungsversuch aus dem eigenen Sechzehner landete ca. 25 Meter vor dem Tor bei einem Mittelfeldspieler von Sachsenwerk. Dieser hielt einfach mal drauf und der Ball flog hoch Richtung Tor und senkte sich erst spät ins lange Eck zum 2:0 der Gastgeber. Von versteinerten Weistropper Mienen war aber weiterhin nichts zu sehen. Immer wieder baute man sich gegenseitig auf, half sich mit Kommandos, pushte die anderen und versuchte einzuspringen, wenn ein anderer einen Fehler machte. Die Moral stimmte auf jeden Fall über 90 Minuten. Nun fand man auch immer häufiger den Weg in die gegnerische Hälfte und befreite sich etwas hinten raus, aber zu wirklich nennenswerten Chancen kam man leider selber nicht. Meist wurden gute Versuche durch ungenaue Anspiele im letzten Drittel zu Nichte gemacht. Es war nun ein offeneres Spiel als zu Beginn, auch weil Sachsenwerk mit dem 2:0 im Rücken Blut geleckt hatte und weit nach vorn verschob um nachzulegen. So baten sich dem WSV mehr Räume zum kontern.

In der 86. Minute machte Sachsenwerk dann den Deckel drauf. Ein strammer Schuss vom Sechzehner Eck schlug recht zentral direkt an der Unterkante der Latte ein und fand den Weg ins Netz. Hier sah Winkler im Tor des WSV sehr überrascht und etwas unglücklich aus und zeigte keinerlei Reaktion, aber auch sowas passiert. 3:0 war auch der Endstand, als der Schiri kurz danach abpfiff. Sachsenwerk gewann das Testspiel verdient, war man doch über die gesamte Spieldauer das bessere und aktivere Team. Aber die Reserve des WSV braucht sich bei den anstehenden Begegnungen in der Rückrunde nicht verstecken. Man zeigte, dass das Miteinander stimmt und man mit etwas mehr Kondition doch den ein oder anderen Ligagegner ärgern kann.

Coach Wagner sagte kurz nach dem Spiel: „Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit der Mannschaft. Obwohl manche in diesem Jahr zum ersten Mal auf einem Sportplatz gestanden haben, haben die Jungs es sehr gut gemacht. Es wurde positiv miteinander geredet und man hat dagegen gehalten. Sicher können oder sollten wir in den nächsten Spielen mehr Offensivaktionen gestalten und öfter aufs Tor bekommen. Ich denke aber, wenn wir uns jetzt darauf konzentrieren noch etwas Körner zu sammeln, kommt der Erfolg dann von allein. Das Potenzial hat die Mannschaft auf jeden Fall.“

Natürlich bedankt sich auch die 2. Mannschaft bei allen Zuschauern und würde sich freuen, Euch am Sonntag den 08.03.2020 11 Uhr (ob in Sachsdorf oder Gauernitz wird noch bekanntgegeben) zu einem weiteren Testspiel begrüßen zu dürfen. Gegner ist diesmal die Freizeitmannschaft des FS VS Diera.

Aufstellung:

Tor: Winkler

Abwehr: Beyer (30. de Schultz), Böhme, Martin, Woiterski

Mittelfeld: Fröhlich (30. Tode), Merkel, Schiffer

Sturm: Horn, Rentzsch (30. Kratochwil), Schütze

 

   
FAM-Aufzugstechnik
   
Malermeister Lucius
   
Autoservice Turinsky
   
© Weistropper SV