Spielberichte

So., 16.09.2018

Zum Heimspiel am Samstag empfing die Erste Mannschaft die Gäste des SV Borna. Aufgrund des starken Saisonstarts der Gäste war man vor dem Spiel gewarnt, mit einem 3-5-2-System wollte die Mannschaft ein Übergewicht im Mittelfeld erzielen und die gegnerischen Angriffe bereits früh stören. Selbst sollte aus dieser kompakten Formation heraus das Spiel breit gestaltet und über die Außenbahn für Gefahr gesorgt werden.

Dies gelang den Klemm-Schützlingen in den ersten Minuten sehr gut, man kontrollierte das Spiel und erarbeitete sich einige Chancen. Eine dieser verwandelte N. Krause in der 9. Min mustergültig ins linke untere Eck, als er in typischer Mittelstürmer-Manier im Sechzehner goldrichtig stand.

Danach verflachte aber das Spiel der Gastgeber, die Angriffe wurden nicht konsequent zu Ende gespielt, einfache Bälle kamen nicht mehr beim Mitspieler an oder konnten nicht kontrolliert werden. Durch diese Unsicherheiten entstand eine gewisse Unruhe auf dem Platz. Borna kam dadurch nun besser in die Partie, sodass sich das Spielgeschehen zwischen den Strafräumen akklimatisierte. Die Weistropper behielten zwar optisch die Oberhand, konnten aber keine zwingenden Akzente setzen.

Kurz vor der Pause, und damit zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt, dann der Doppelschlag der Gäste. Nach einer Ecke der Bornaer klärte die Hintermannschaft des WSV nicht konsequent genug, sodass der Nachschuss von T. Mayer den Weg auf das Tor fand. Kuschminder im Tor des WSV sah bei dem Schuss unglücklich aus, der Ball kullerte durch die Beine des Torhüters ins Tor. 

Direkt nach Wiederanpfiff dann die nächste Unachtsamkeit des WSV im Spielaufbau. Nach einem Fehlpass von P. Mayer in Höhe des Mittelkreises ging es ganz schnell. Die Gäste spielten den Ball auf die linke Außenbahn, der Bornaer konnte seinen Schnelligkeitsvorteil ausnutzen und in Richtung Strafraum ziehen. Dort spielte er den Ball überlegt auf Höhe des 5-ers, von wo aus T. Heinrich unbedrängt ins leere Tor einschieben konnte.

So ging man aus Sicht des WSV mit hängenden und ratlosen Gesichtern und einem Rückstand in die Pause. Die taktische Formation wurde dann auf ein 4-4-2 umgestellt sowie auch personell verändert. Es war noch nichts verloren, hatte man doch auch in den vergangenen Spielen stets eine tolle Moral bewiesen und sich wieder zurück gekämpft.

 

          

 

         

 

In den ersten Minuten merkte man den Spielern auch den Willen an, dieses Spiel noch positiv zu gestalten. Man spielte wieder sicher und schnell über die Außen und erarbeitete sich Chance um Chance. 

Nach 60 Min fiel dann auch der bis dato verdiente Ausgleich. C. Ulbricht fasste sich nach einer abgewehrten Ecke ein Herz und erzielte mit einem schönen Drehschuss in den Winkel das 2:2.

Danach spielten die Gastgeber weiter nach vorne und auf den Siegtreffer. Doch das große Manko am heutigen Spieltag war die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und ein gegnerischer Torwart, der mit einigen Glanzparaden die Spieler des WSV zur Weißglut trieb. Allein F. de Schultz scheiterte mit drei Großchancen am Torhüter, ein Fernschuss von P. Freund klatschte nur an die Latte. 

Und so kam es, wie es kommen musste: Machst du vorne die Dinger nicht rein, wirst du hinten bestraft. Nach einem erneut schnell vorgetragenen Konter über die linke Seite der Gäste, stand in der Mitte wieder T. Mayer goldrichtig und konnte die Kugel in der 75. Min zur erneuten Führung der Gäste versenken.

Die Gastgeber waren sichtlich geschockt und fielen aus dem angestrebten Konzept. Man versuchte es nun mit hohen Bällen, jedoch waren diese für die Abwehr des SV Borna ein leichtes Spiel. Der WSV konnte keinen Druck aufbauen und kam auch nicht mehr zu einer wirklich gefährlichen Torchance. So plätscherten die letzten Minute ohne nennenswerte Vorkommnisse dahin, am Ende stand die erste Saisonniederlage für den WSV.

Die Spieler waren sichtlich enttäuscht über die Niederlage, vor allem aber das Wie ist ernüchternd, wollte man doch unbedingt vermeiden, den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren.

Coach Klemm sprach nach dem Spiel: "Leider haben wir das Spiel ausschließlich selbst verschuldet und im kollektiv verloren. Wenn der Gegner vier und wir ungefähr 20 Chancen haben, muss man auch festhalten, dass die Gäste cleverer, effizienter und glücklicher waren als wir. Nach so einem Spiel kann man natürlich nicht gerade von einem gelungenen Start in die Saison sprechen. Wir müssen es jetzt einfach schaffen, das Spiel abzuhaken und nach vorn zu schauen. Nach vier gespielten Spielen ist noch genug Zeit, um das Ruder herumzureißen und am Ende mit oben dabei zu sein. Dafür müssen wir hart arbeiten, gerade im Training wieder eine andere Einstellung und härtere Mentalität an den Tag legen. Hier ist natürlich auch jeder Spieler selbst mit verantwortlich. Aber zusammen, als ein Team, schaffen wir das. Davon bin ich überzeugt." 

Nächstes Wochenende geht es für die Erste auf eine lange Auswärtsreise zum Aufsteiger nach Stauchitz. Anpfiff ist Sonntag, 23.09.2018 um 14:00 Uhr. (FdS/PM)

 

Aufstellung:

Tor: Kuschminder 

 

Abwehr: Hengst, Alschner, Hiller (88. Schiffer)

 

Mittelfeld: de Schultz, Freund, Müller, Ulbricht, Mayer (46. Ladwig)

 

Sturm: Krause (66. Pietzsch), Büttner

 

 

Mo., 10.09.2018

 

Am letzten Samstag stand für unsere 1. Mannschaft das erste Pokalspiel in der Ausscheidungsrunde im Kreispokal Meißen auf dem Programm.

Bei bestem Fußballwetter standen Trainer C. Klemm 15 Spieler zur Verfügung. Das Spiel fand mit 15 Minuten Verspätung statt, da sich die Trikots der Gäste vom FSV Wacker Zehren farblich zu sehr der des WSV ähnelten. Leider ist die Spielstätte in Weistropp aufgrund des heißen trockenen Sommers noch nicht wieder bespielbar, sodass wieder in Gauernitz gespielt wurde.

 

Die Heimmannschaft hatte sich viel vorgenommen und wollte die höherklassigen Gäste natürlich in diesem Spiel ärgern. Vom Anpfiff weg wurde das auch den Zuschauern schnell klar, denn der WSV übernahm eindeutig die Kontrolle über das Spielgeschehen. Man hielt den Ball gut in den eigenen Reihen und wenn die Gäste den Ball hatten, versuchte man Ihnen sofort auf den Füßen zu stehen, sodass man sich die Kugel schnell wieder erarbeiten konnte.

 

Nach nur 5 Minuten fiel bereits das erste und zugleich auch schönste Tor der Partie. Nach einigen Pässen im Mittelfeld wurde der Ball auf den rechten Flügel befördert. Von dort aus kam die Flanke weit in den Sechzehner über Wacker-Torwart Franke hinweg. T. Hiersemann legte den Ball clever per Kopf auf den Elfmeterpunkt zurück und C. Ulbricht verwandelte volley mustergültig zur 1:0-Führung für die Gastgeber. Auch in den folgenden Minuten des Spiels merkte man, dass die Gäste aus Zehren heute nicht auf der Höhe schienen. Natürlich registrierten das die Hausherren und versuchten Ihrerseits, weiter munter nach vorn zu spielen um auch hinten nichts anbrennen zu lassen.

 

Die Spieler des WSV wurden von Ihrem Trainer auch super auf das Spiel vorbereitet. Man wusste, dass die Gäste aus Zehren oft eine sehr körperbetonte Gangart an den Tag legen um den Gegner zu zermürben. An diesem Tag aber hielten die Gastgeber körperlich sehr gut dagegen und so merkte man einigen Spielern der Gäste auch deren Verzweiflung an.

 

Nach der Anfangsviertelstunde folgte dann die beste Phase des WSV. Man hielt Zehren vom eigenen Strafraum so gut wie möglich fern. Wenn die Gäste mal vor das Tor der Weistropper kamen, waren die Abschlüsse allerdings auch zu ungenau. Der WSV selbst konzentrierte sich in der restlichen halben Stunde der ersten Halbzeit immer mehr auf sein eigenes Spiel und wollte mit schnellen, gefährlichen Angriffen über die Außenbahnen erneut zum Torerfolg kommen.

 

In der 20. Min wurde E. Büttner auf dem rechten Flügel bedient und flankte den Ball scharf und flach in den Strafraum. Dort warteten zwei Weistropper Stürmer auf den Ball, doch diese mussten nicht eingreifen, da ein Spieler aus Zehren die scharfe Hereingabe unglücklich ins eigene Tor zum 2:0 lenkte.

 

Es dauerte nicht lange bis zu den nächsten Toren. In der 29. Min hat die komplette Hintermannschaft von Zehren kollektiv geschlafen, als E. Büttner einen langen Einwurf auf Höhe der Mittelinie weit in den Lauf von C. Ulbricht warf. Dieser konnte ohne wirkliche Gegenwehr den herauseilenden Torwart mit seinem 2. Tor des Tages zum 3:0 überlupfen.

 

Bereits mit der nächsten Aktion wurde der WSV wieder belohnt. Nach dem fälligen Anstoß nach dem Tor eroberten sich die Gastgeber schnell den Ball und spielten N. Krause an der Strafraumkannte der Gäste an. Dieser schloß humorlos ab und verwandelte den Ball im kurzen Eck zum 4:0 in der 30. Spielminute.

 

Den Gästen aus Zehren war nun die Unzufriedenheit deutlich anzumerken. Zum einen waren Sie mit Ihrer eigenen Leistung nicht wirklich zufrieden, zum anderen waren Sie auch genervt von der Tatsache, dass der WSV, meist im Rahmen des erlaubten, körperlich so viel entgegenzusetzen hatte. Bis zur Halbzeit versuchten die Gastgeber noch den ein oder anderen Nadelstich nach vorn zu setzen, aber mit einem 4:0 im Rücken marschierten nun nicht mehr alle Spieler bei jedem Angriff zwingend mit in die gegnerische Hälfte. So ging es ohne weitere Tore in die Pause.

 

   

 

              

 

In der zweiten Halbzeit gab es für die zahlreichen Zuschauer noch viel zu sehen. Allerdings handelte es sich hier dann mehr um Frustreaktionen als um ein Torspektakel. Sofort fiel den Zuschauern auf, dass ab der 46. Min nun C. Ulbricht, Doppeltorschütze aus dem ersten Durchgang, im Tor der Gastgeber stand, da die gesetzte Nummer 1 E. Kuschminder mit einer leichten Knöchelverletzung nicht weiterspielen konnte.

 

In der 52. Min dezimierten sich die Gastgeber aus Weistropp, als T. Hiersemann etwas zu hart den Gegenspieler zu Fall brachte und vom Schiedsrichter die Ampelkarte gezeigt bekam, nachdem er in Halbzeit 1 bereits verwarnt wurde. Danach wurde der WSV etwas passiver und versuchte in Unterzahl den Vorsprung aus der 1. Halbzeit zu verwalten. Das Spiel verlor an Attraktivität, jedoch nicht an Intensität. Mit dem verstreichen der Minuten ohne Torerfolg wurde die Spielweise der Gäste aus Zehren immer ruppiger.

 

In der 62. Minute fiel dann der 4:1 Anschlusstreffer durch einen Elfmeter für die Gäste. In der Folge verpufften aber alle Angriffe der Gäste doch sehr frühzeitig oder wurden konsequent vom WSV geklärt. Dadurch keimte bei den Spielern der Gäste aus Zehren keine wirkliche Hoffnung mehr auf, das Spiel noch drehen zu können.

 

Gänzlich unschön wurde es dann aber leider in den letzten 15 Minuten. Obwohl das Spiel gelaufen war, nahmen die Nickligkeiten noch zu. Die Gäste fingen nun an aus Frust über das Spiel unnötig hart in Zweikämpfen zu Werke zu gehen. So waren einige Spieler des WSV später froh, ohne größere Blessuren nach Hause fahren zu dürfen. Durch eine gelb-rote Karte in der 80. Minute und eine glatte rote Karte in der 82. Minute drehte sich nun auch die Unterzahl um. Leider muss man hier noch sagen, dass der Kapitän der Gäste in diesem Spiel keineswegs seiner Vorbildrolle gerecht wurde. Er fiel eher durch ständiges Nachtreten, Meckern mit dem Schiedsrichter und Anstacheln seiner Mitspieler auf. Wir hoffen, dass es bei dem Sportfreund ein Ausrutscher an diesem Pokalnachmittag gewesen ist und gehen davon aus, dass er über sein Verhalten nachgedacht und zu dem Entschluss gekommen ist, dass er sich an dem Tag nicht immer korrekt verhalten hat.

 

Aus der nun gewonnenen Überzahl konnten die Weistropper leider kein Kapital mehr schlagen, weil die sich ergebenden Konter zu schlampig zu Ende gespielt wurden. Am Ende hieß es nun also verdient 4:1 für die Gastgeber, da die Gäste aus Zehren dem Spiel des WSV nicht genügend entgegenzusetzen hatten.

 

Coach Klemm fand kurz nach dem Spiel nur lobende Worte: "Ich bin heute sehr glücklich mit der Leistung meiner Mannschaft. Man hat gesehen, dass Sie den Kampf angenommen haben und sich jeder für den anderen verausgabt hat. Nun freuen wir uns alle über den Sieg und auf die Nächste Runde. Außerdem muss ich meiner Mannschaft ein Lob aussprechen, dass Sie trotz der hitzigen Stimmung bis zum Schluss ruhig geblieben ist und konzentriert Ihr Spiel gespielt hat. Jetzt gilt es den Schwung mitzunehmen für das nächste Heimspiel in der Liga."

 

Nun lassen wir uns überraschen, gegen welche Mannschaft wir in der nächsten Pokalrunde spielen und freuen uns schon auf den nächsten Pokalfight. Vielen Dank an die zahlreichen Gäste der Heim- und Gastmannschaft für eine ansprechende Atmosphäre. Wir hoffen, dass zum nächsten Punktspiel am Samstag den 15.09. auch wieder viele Zuschauer den Weg nach Gauernitz finden. Es wird mit Sicherheit ein attraktives und schweres Spiel werden, da die Gäste aus Borna mit 3 Siegen und ohne Gegentor perfekt in die Saison gestartet sind. (FdS)

 

 

Aufstellung:

 

Tor: Kuschminder (46. Rentzsch)

 

Abwehr: Pietzsch, Rothe, Freund, Exner (54. Alschner)

 

Mittelfeld: Müller, Ulbricht, Büttner

 

Sturm: de Schultz, Krause (76. Schiffer), Hiersemann

 

Mi., 05.09.2018

Was soll man zu diesem Spiel sagen: 10 Tore, 5 Elfmeter, ein Spektakel für die Zuschauer, Kopf zerbrechen und Haare raufen für die Trainer und dazu ein Schiedsrichter, der milde gesagt nicht seinen besten Tag hatte. Aber von vorne.

Die Weistropper waren zu Gast bei der SV Einheit Glaubitz, welche sich vor dem Spieltag den Platz an der Sonne durch zwei überzeugende Siege sicherten und diesen natürlich verteidigen wollten.

Das Spiel begann turbolent, ein abgefälschter Schuss von E. Büttner trudelte bereits in der 2. Min zur frühen Führung für die Gäste ins Tor. Die Gastgeber waren keinesfalls geschockt und spielten weiter nach vorne. In der 4. Min zeigte Schiri Jörg Kubat zum ersten Mal auf den Punkt. Diesen kann, muss man aber nicht unbedingt geben, da bei der Grätsche von Ladwig an Kleinert auch deutlich der Ball gespielt wurde. Den Elfmeter verwandelte Sickert sicher zum Ausgleich.

Nach einer Ecke des WSV in der 6. Min spielte die Einheit schnell nach vorne und konterte die Gäste aus. Mit einem sehenswerten Schuss ins rechte Dreiangel erzielte M. Lipke die Führung für seine Farben.

Danach entwickelte sich ein offenes Spiel, wobei die Gastgeber gefälliger vor dem Tor waren. Auch nahm die Härte der Zweikämpfe zu, da Schiri Kubat in seinen Entscheidungen nicht konsequent genug war und sich immer wieder durch Zwischenrufe von außen verunsichern lies. Die Weistropper in Person von P. Mayer hatten Glück, dass Sie in der 25. Min mit Gelb davon kamen, als dieser sich zu einer Unsportlichkeit gegenüber seinem Gegenspieler hinreißen ließ.

In der 33. Min bauten die Gastgeber mit einem weiteren Distanzschuss Ihre Führung aus. Die Gäste aus Weistropp steckten aber wie in der letzten Woche auch, nicht auf und erzielten Ihrerseits durch E. Büttner nach einem berechtigten Handelfmeter den schnellen und wichtigen Anschlusstreffer (35. Min). Büttner war es auch, der noch vor der Pause zweimal das 3:3 auf dem Fuß hatte, doch der an diesem Tag glänzend aufgelegte Keeper der Einheit, vereitelte dessen Versuche sehenswert.

 

 

Für die zweite Hälfte nahmen sich die Weistropper vor, das Spiel in Ihre Hand zu nehmen und mutig nach vorne zu spielen, um hier mindestens einen Punkt mitzunehmen. Des Weiteren wollte man sich nicht durch den Schiri verunsichern lassen, was sich im Laufe der zweiten Halbzeit als wahrlich schwierig erweisen sollte.

Das vom Trainer geforderte konnte anfangs gut umgesetzt werden, Glaubitz kam kaum noch aus der eigenen Hälfte und Weistropp spielte sich einige Chancen heraus. In der 53. Min fasste sich unser Innenverteidiger R. Hengst ein Herz, erkämpfte sich an der Mittellinie den Ball, marschierte mit diesem an Freund und Feind vorbei aufs Tor und erzielte überlegt den verdienten Ausgleich.

Doch wer, wenn nicht Schiri Kubat, hätte diesem Spiel in der zweiten Hälfte seinen Stempel mehr aufdrücken können. Beeinflusst durch die erste Hälfte wussten beide Teams, dass durch Theatralik, Zwischenrufe und übertriebenes lamentieren der Schiri so beeinflussbar war, dass selbst einfachste Entscheidungen wieder revidiert und erneut revidiert wurden. Ein einfacher Einwurf wurde zur Farce, als Schiri Kubat seine Entscheidung innerhalb von 10 Sek. viermal änderte. Am Ende gewann der, der den Einwurf einfach ausgeführt hatte.

Durch einen Elfmeter hatten die Gäste die Chance auf die erstmalige Führung, doch Büttner vergab diese, da Lippmann im Tor der Hausherren glänzend parierte. Auf der Gegenseite pfiff Kubat dann einen fragwürdigen Handelfmeter. Erneut trat Sickert an und verwandelte das Geschenk glücklich zum 4:3 (66. Min).

Weistropp kämpfte sich jedoch wieder ran und erzielte durch Hiersemann nach schöner Einzelleistung in der 79. Min das 4:4.

Nur kurze Zeit später gab es wieder Elfmeter für die Gäste. Büttner verwandelte sicher unter die Latte. Schiri Kubat indes wollte wohl zeigen, dass er doch etwas gelernt hatte. Ein Weistropper Spieler war zu zeitig in den Strafraum gelaufen und der Elfmeter wiederholt. Diesmal hielt Lippmann den schwach geschossenen Elfmeter von Büttner.

Die Gäste erzielten dennoch die späte Führung. Nach langem Einwurf durch Büttner in Höhe des Sechzehners, schraubte sich P. Freund in die Luft und köpfte den Ball über den Torwart hinweg zum viel umjubelten 5:4 (85. Min).

Den Schlusspunkt aber setzten wieder die Gastgeber. In der 88. Spielminute gab es noch einmal einen Freistoß von der linken Strafraumkante. Der Ball wurde hoch in den 5-Meter-Raum geschlagen, Kuschminder im Tor des WSV flog am Ball vorbei und T. Herrchen stand goldrichtig, um den Ball im verwaisten Tor unterzubringen.

Somit lautet der Endstand 5:5, womit beide Mannschaften aufgrund der schwierigen Umstände wohl leben können. Unser Trainer äußerte sich nach dem Spiel wie folgt: „Was soll ich sagen. Unfassbar schlechte Schiedsrichterleistung heute und das hat fast das gesamte Spiel kaputt gemacht, auf beiden Seiten! Mit dem Unentschieden können wir zufrieden sein. Jetzt zählt es aber im nächsten Ligaspiel gegen Borna, nicht den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren. Dafür werden wir im Training sehr hart arbeiten!“

Spaß hat es an diesem Sonntagnachmittag wohl nur den Zuschauern gemacht, da Schiri Kubat zumindest dort für pure Heiterkeit sorgte. Ja, es ist nur Kreisklassen-Fußball und ja, jeder macht das als Hobby und ohne kommerziellen Hintergrund. Doch ist es zumindest fraglich, einen solchen Schiri die Leitung eines Spiels zu überlassen. Es wurden klarste Fehlentscheidungen auf beiden Seiten getroffen, Abseits nur auf Zuruf und bereits dann abgepfiffen, wenn der Ball gerade mal den Fuß des Flankengebers verlassen hatte. Einwürfe wurden wie erwähnt revidiert, Abschläge vom Torwart angepfiffen oder Freistöße bereits freigegeben, obwohl weder Mauer noch Torwart standen. Höhepunkt von Schiri Kubat war aber mal wieder, dass er in der Halbzeitpause den Ball erneut in der Kabine vergessen hatte. Dies ist Ihm bereits am letzten Spieltag der vergangenen Saison beim Gastspiel des WSV in Ebersbach passiert. Ein Schelm, wer sich böses dabei denkt…

Nächstes Wochenende ist Pokalzeit. Der WSV trifft zuhause auf die Kreisligamannschaft des FSV Wacker Zehren. Das Spiel findet am Samstag um 15:00 Uhr auf dem Sportplatz in Gauernitz statt. Wir hoffen auf eine gute Kulisse und wollen dem klassenhöheren Gegner einen starken Kampf bieten. Bis dahin, Sport Frei! (PM)

Aufstellung

Tor: Kuschminder

Abwehr: Ladwig, Hiller, Hengst, Exner (47. Min Rothe)

Mittelfeld: Freund, Müller, de Schultz

Sturm: Mayer (66. Min Rentzsch), Büttner, Hiersemann 

 


So., 26.08.2018

Am gestrigen Samstag fand das erste Heimspiel der Saison für die 1. Mannschaft vom Weistropper SV gegen den Großenhainer FV 3. statt. Es sollte eine spannende Partie werden, hatte man sich mit den Gästen aus Großenhain bereits in der letzten Saison schon packende Duelle geliefert. Um 15:30 pfiff der Schiedsrichter bei schönstem Fußballwetter in Klipphausen an. 

Der WSV tat von Anfang an das, was man sich vorgenommen hatte, nämlich die Kontrolle des Spiels zu übernehmen. In der Anfangsphase hatten die Gastgeber mehr Ballbesitz als der Gegner und ließen die Kugel gut in den eigenen Reihen zirkulieren. Im vordersten Drittel des Spielfeldes entwickelte man allerdings noch keine Durchschlagskraft. Zum einen wurden die Bälle in der gegnerischen Hälfte etwas zu schlampig gespielt und zum anderen, dauerte es zu lange in den gegnerischen Sechzehner einzudringen. Die Gäste aus Großenhain konnten sich dadurch defensiv immer wieder gut formieren und die Versuche der Weistropper abwehren.

Nach 15 Minuten schaffte es der WSV nun, sich auch Chancen über die Außenbahnen herauszuspielen. Allerdings konnten diese Hereingaben nicht in Tore umgemünzt werden. Immer wieder probierte man es mit hohen Bällen, doch die Gäste aus Großenhain behielten die Lufthoheit. Und so kam es wie es kommen musste. Wenn man die Chancen vorn nicht macht, wird man meist vom Gegner bestraft. 

Nach 39 Minuten erzielten die Großenhainer das 0:1. Nach einer Ecke waren die Weistropper Spieler einfach zu zaghaft und so konnten die Gäste relativ unbedrängt zur Führung einköpfen. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Halbzeitpause. Der Wille, die Laufbereitschaft und das Zweikampfverhalten der Männer vom WSV war in der ersten Halbzeit auf jeden Fall zu sehen. Hier und da wirkte man in einigen Aktionen auch einfach etwas unglücklich.

 

  

  

Das Vorhaben, das Spiel noch zu drehen, erhielt nur 7 Minuten nach Wiederanpfiff einen herben Dämpfer, als die Gäste in der 52. Minute das 0:2 nachlegten. Der WSV brauchte nun ein paar Minuten, um den Nackenschlag zu verarbeiten. Doch nach kurzer Zeit nahm man das Spielgeschehen wieder in die eigene Hand und versuchte das Ergebnis noch zu korrigieren.

Die Gäste waren zufrieden mit dem 2-Tore-Vorsprung. So stellten Sie sich hinten rein und lauerten auf Konter. Den Zuschauern bot sich lange Zeit das gleich Bild wie in den ersten 45 Minuten. Der WSV machte das Spiel, konnte aber keine klaren Chancen herausspielen. Dadurch sah man den Gastgebern auch an, dass Sie unzufriedener wurden. Hier und da gab es immer wieder Fouls und Spielunterbrechungen. Die Spieler waren sichtlich angefressen, weil Sie kein Mittel fanden, um die stabile Großenhainer Defensive in Schwierigkeiten zu bringen.

So dauerte es bis zur 78. Minute, ehe der Anschlusstreffer fiel. C. Ulbricht nahm sich ein Herz und fand mit einem Fernschuss den rechten Winkel zum 1:2. Nun wollte man natürlich mindestens noch ein Tor erzielen und erhöhte weiter den Druck. Den Gästen war anzusehen, dass Sie langsam müder wurden und der WSV spielte weiter munter in der gegnerischen Hälfte. 

In der 88. Minute fand der Ball dann seinen Weg zum Weistropper Kapitän F. Müller, der es von der Strafraumgrenze einfach mal aus der Drehung probierte und den Torwart zum viel umjubeltem 2:2-Ausgleich überwand. Im Anschluss probierten die Gastgeber noch einmal alles um den Siegtreffer zu erzielen, doch es sollte an diesem Samstag einfach nicht mehr sein. Leider ist auch zu erwähnen, dass es in der Nachspielzeit unschöne Scharmützel gab, da sich Spieler aus beiden Reihen immer wieder provozierten. 

Die Spieler und Verantwortlichen des WSV nahmen das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Kenntnis. Natürlich sollten die drei Punkte in Weistropp bleiben und im Großen und Ganzen hatte man mehr vom Spielgeschehen. Nach einem 0:2-Rückstand sollte man aber auch mit dem Punktgewinn zufrieden sein und die tolle Moral der Mannschaft hervorheben, die bis zum Schluss an sich geglaubt hat. 

Kurz nach dem Spiel vermittelte auch der Trainer C. Klemm vom WSV seinen Spielern, dass er stolz auf Sie und "sehr zufrieden mit dem Spiel und dem Ergebnis ist", allerdings sprach er auch in aller Deutlichkeit an, dass die "Undiszipliniertheiten in den letzten 15 Minuten absolut indiskutabel waren und man sich nicht durch Provokationen aus der Ruhe bringen lassen darf." Alle Spieler waren schnell einsichtig und wollen nächste Woche gegen Glaubitz wieder als homogene Einheit darum kämpfen, die 3 Punkte mit nach Hause zu holen.

Wir bedanken uns für die Unterstützung von allen anwesenden Fans und freuen uns darauf euch auch bei den nächsten Spielen wieder am Spielfeldrand begrüßen zu dürfen. (FdS/PM)

Aufstellung

Tor: Kuschminder

Abwehr: Pietzsch (63. Rentzsch), Alschner (17. Ladwig), Hengst, Exner

Mittelfeld: Müller, Merkel (46. Ulbricht), Büttner

Sturm: de Schultz, Krause, Hiersemann

 

 

Mi., 22.08.2018

Am gestrigen Dienstag stand für eine gemischte Truppe aus der 1. und 2. Mannschaft ein Testspiel bei der SG Kesselsdorf an.
Nach den zahlreichen anstrengenden Trainingseinheiten war dieses Spiel eine gute Abwechslung um sich auf eine andere Art und Weise die nötigen Körner für die neue Saison zu holen. Außerdem tat es unseren Rasenplätzen bei dem Wetter in den letzten Wochen gut, mal etwas geschont zu werden für die bevorstehenden Einheiten und Spiele. Um 19 Uhr startete die Partie bei den höherklassigen Gastgebern aus Kesselsdorf. Die Sportgemeinschaft blickt auf zwei erfolgreiche Jahre zurück, in denen jeweils der Aufstieg gelang. Und auch für die neue Saison in der Kreisliga A (LKr. SOE) wird der Aufstieg ins Visier genommen. 

Für unsere gemischte Weistropper Mannschaft war der Schlachtplan indes klar: Tief stehen um sich nicht überrennen zu lassen und den Gegner trotzdem mit schnellen Kontern zu ärgern. 

Die Kesselsdorfer begannen wie erwartet sehr druckvoll und so dauerte es nur bis zur 7. Minute, bis die Gastgeber in Führung gingen. In den folgenden Minuten merkte man den Spielern des WSV an, dass Sie gehörig zu tun hatten mit dem Druck und dem schnellen Spiel der Gastgeber. Die SG hatte viel mehr Ballbesitz als die Gäste und entwickelte richtig viel Druck auf das Tor des WSV. Wenn der Ball mal in den Reihen der Gastgeber war, wurde er oftmals etwas hastig wieder hergeschenkt. 

Aber man muss sagen, dass sich die Spieler des WSV bis zum Halbzeitpfiff weiter gut verkauft haben, obwohl sie noch nie so zusammengespielt hatten.
Die Gastgeber scheiterten oft am starken Torhüter des WSV oder wurden von den Abwehrspielern immer wieder in die Abseitsfalle gelockt. So hielt der Weistropper Beton bis zur 36. Minute, ehe Kesselsdorf nach einem individuellen Abwehrfehler auf 2:0 erhöhte. In den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit versuchten die Weistropper noch einmal ein paar Konter zu fahren, aber leider fand kein Versuch den Weg ins Tor. Somit ging es mit einem sehr respektablen 2:0 für die Heimmannschaft in die Pause.

Nach der Pause zeigte sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz und waren zwingender in Ihren Aktionen. Aber der WSV verteidigte weiter leidenschaftlich und stand eng an den Gegenspielern. Die Weistropper wurden nun auch etwas mutiger und so versuchte man, mit mehr Spielern als in der ersten Halbzeit, auch mal Angriffe in die gegnerische Hälfte zu forcieren. Die Folge war natürlich etwas mehr Raum für die Kesseldorfer Spieler, aber die haben ihre Chancen an diesem Abend einfach zu oft nicht genutzt. Entweder gingen die Bälle knapp am Weistropper Tor vorbei, oder die Angriffe wurden von der Viererkette und dem Torwart abgefangen. 

In der 67. Minute fand dann Patrick Pawlack (welcher früher für Weistropp auf Torejagd ging) die Lücke in der Weistropper Defensive und erhöhte auf 3:0 für die Gastgeber. Da die Weistropper Spieler aufgrund der Konstellation immer noch sehr zufrieden mit dem Zwischenstand waren, versuchten Sie in den letzten 20 Minuten noch einmal weiter aufzurücken, um vielleicht noch einen Ehrentreffer zu erzielen. Dieser Mut sollte in der 82. Minute belohnt werden. Nach einem schönen langen Pass von F. Hiller nutzte F. de Schultz den sich bietenden Raum und versenkte den Ball in der kurzen Ecke zum 3:1 Anschlusstreffer. 

In der Folge fiel nur noch der Treffer zum 4:1 in der 87. Minute, was auch gleichzeitig den Endstand bedeutete.

Festzuhalten bleibt, dass es eine gelungene Trainingseinheit für alle Beteiligten war. Die Spieler des WSV haben 100 Prozent gegeben und versucht, so gut wie möglich Paroli zu bieten. Nun heißt es sich vorzubereiten auf das 1. Heimspiel der Saison gegen Großenhain am Samstag um 15:30 in Gauernitz. 

Wir bedanken uns sehr bei der SG Kesselsdorf für das Freundschaftsspiel und wir wünschen euch viel Erfolg für die Saison. 
Danke auch an die Zuschauer die vor Ort waren. Wir hoffen wir sehen euch am Samstag wieder. (FdS/PM)

Aufstellung: 

TW: Wagner

Abwehr: Pietzsch, Rothe, Böhme, Ladwig

Mittelfeld: Hiller, Tode (60. Kahl), de Schultz

Sturm: Schiffer, Rentzsch, Hiersemann (60. Manitz)

 

   
   
Malermeister Lucius
   
   
© Weistropper SV